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Bußgelder möglich
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Wann Autofahrer auf die Hupe drücken dürfen

Wer zu exzessiv auf die Hupe drückt, kann Ärger bekommen. Denn längst nicht jede Situation rechtfertigt das Warnsignal.
Foto: Christin Klose, tmn

Hupkonzerte können lästig und auch auf Dauer gesundheitsschädlich sein. Dabei ist längst nicht alles erlaubt, was im Straßenverkehr zur Normalität gehört.

Zu viel Lärm kann auf Dauer gesundheitsschädlich sein - und darunter fällt auch das Hupkonzert im Straßenverkehr. Der Auto Club Europa (ACE) erklärt, wann Hupen überhaupt erlaubt ist und wann Autofahrer darauf verzichten sollten.

Eine Hupe kann laut ACE in einer Entfernung von sieben Metern 105 Dezibel erreichen. Das ist in etwa so laut wie ein Besuch in der Diskothek. Wer diesem Lärmpegel auf Dauer ausgesetzt ist, so der ACE, könne sein Gehör schädigen und körperlichen Stress erleiden. Laut Weltgesundheitsorganisation und Umweltbundesamt liegt der Zielwert tagsüber bei 65 Dezibel, das entspricht dem normalen Lärm im Straßenverkehr. Nachts sollte es nicht lauter als 55 Dezibel sein.

Nur in Notfällen Hupen

Um den Pegel nicht unnötig in die Höhe zu treiben, sollten Autofahrer laut ACE das Hupen auf ein Minimum reduzieren. Grundsätzlich ist innerorts Hupen verboten - es sei denn es besteht eine "berechtigte Gefahrenlage", aus der ein Unfall resultieren könnte. Das gilt auch außerhalb von Ortschaften. Hier gibt es zusätzlich die Ausnahme, dass ein Überholvorgang Hupen rechtfertig kann.

Anders sieht es bei einer verschlafenen Grünphase aus. Gerne wird der Autofahrer mit einem Hupsignal auf sein Malheur hingewiesen. Das ist laut ACE allerdings nicht gerechtfertigt. Das Gleiche gilt auch für den Einsatz einer Lichthupe, auch das stellt eine Ordnungswidrigkeit in Höhe von fünf Euro dar. Stattdessen solle man den Fahrer mittels Winken aufmerksam machen. Denn belästigt man auf diese Weise noch andere Menschen, können aus den fünf schnell zehn Euro werden.

Permanentes Hupen kann teuer werden

Ein Hupkonzert kann darüber hinaus noch weitere Folgen nach sich ziehen: Fühlt sich jemand dadurch belästigt, hat er die Möglichkeit, Anzeige zu erstatten. Eskaliert die Situation weiter, könne Nötigung vorliegen, so der Auto Club Europa. Und zwar dann, wenn das Hupen eine Gefahrenlage sowie eine unüberwindbare Furcht beim anderen Verkehrsteilnehmer auslöst. Wer zu oft ein Knöllchen wegen Hupen erhält, kann zu einer Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) geladen werden.

Und wie sieht es bei Feiern aus? Hochzeit oder Sieg des Fußballvereins - in Autokorsos gehört die Hupe fast schon dazu. Aber auch das ist streng genommen Lärmbelästigung, wobei Polizeibeamte meist ein Auge zudrücken. Übertreiben sollten es Autofahrer aber trotzdem nicht. Übrigens: Auch wenn eine Hupe nicht sonderlich klangvoll erscheint. Es ist nicht erlaubt, eine andere Melodie als Warnsignal abzuspielen. Der Ton muss laut ACE ein "akustisches Signal mit gleichbleibender Grundfrequenz" sein. (tmn)

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