Newsticker
Corona-Gipfel beendet: Lockdown wird verlängert, aber Öffnungen sind möglich
  1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Leben & Freizeit
  4. Die wichtigsten Fakten rund um den Schnuller

Kleiner Tröster

ANZEIGE

Die wichtigsten Fakten rund um den Schnuller

Geliebt und verflucht zugleich: Schnuller vermitteln Kinder ein Stück Sicherheit.
Bild: Benjamin Nolte, tmn

Er wird geliebt, verflucht und ständig gesucht: der Schnuller. Doch worauf müssen Eltern beim Kauf achten? Ein Experte für Kieferorthopädie weiß die Antworten.

Manche Kinder rühren ihn nicht an, andere lieben ihn abgöttisch: den Schnuller. Wer einen kaufen möchte, muss die Wahl treffen zwischen unterschiedlichen Marken, Größen und Formen. Auf den einen steht 0 bis 6 Monate, auf den anderen 6 bis 18 Monate. Brauchen ältere Kinder tatsächlich einen größeren Schnuller - oder ist das nur eine Marketingstrategie?

Grundsätzlich sei es sinnvoll, den Schnuller dem Wachstum des Kindes anzupassen, erklärt Professor Peter Proff. Er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie. Das Mundstück muss nämlich den entsprechenden Muskelbewegungen standhalten.

Schnuller darf nicht zu klein und nicht zu groß sein

"Ist der Schnuller zu klein, kann dieser im Mund verschwinden oder bietet zu wenig Widerstand gegenüber der von außen drückenden Wangenmuskulatur." Möglicherweise begünstigt dies dann die Entstehung eines seitlichen Kreuzbisses.

Ist der Schnuller hingegen zu groß, besteht die Gefahr, dass die oberen Schneidezähne nach vorne gedrückt werden. Das sorgt für einen offenen Biss, der Kinder beim Sprechen und Abbeißen behindern kann.

Wichtig ist die Übergangsstelle des Schnullers zu den Zähnen: Sie sollte so aussehen, dass möglichst wenig Druck in diesem Bereich entsteht. Die Übergangsstelle sollte möglichst weich und flexibel sein, eine geringe vertikale Höhe aufweisen und eher breiter gestaltet sein.

Nicht zu früh auf großes Schnullermodell umsteigen

Entscheidend ist, dass das Kind mit der jeweiligen Schnullergröße gut zurechtkommt. Die Größen- und Altersangaben der kommerziellen Anbieter sind meist Durchschnittswerte. "Sicherlich ist es sinnvoll, eher etwas länger beim kleineren Schnuller zu bleiben, als zu früh auf ein unangenehm großes Modell umzusteigen", sagt Proff, der an der Klinik für Kieferorthopädie an der Uni Regensburg arbeitet.

Bis Kinder dem Schnuller irgendwann Lebewohl sagen, verschleißen sie bestimmt ein Dutzend davon. Manche Kinder schaffen es sogar, sie in kürzester Zeit durchzubeißen. Ist das ein Grund zur Sorge? Erstmal nicht, so Proff.

Durchgebissene Schnuller immer austauschen

Eltern sollten aber darauf achten, ihrem Kind den Schnuller nicht aufzudrängen. Möglicherweise kann dies eine Ursache fürs Zerbeißen sein. Bei anderen Kindern kann dahinter auch eine Bewältigungsstrategie bei Konflikten stecken, ähnlich dem Zähneknirschen bei Erwachsenen. "Insgesamt gibt es da aber wenig Evidenz zu", sagt Proff.

Kaputte Schnuller oder solche mit Rissen sollten Eltern in jedem Fall schnell austauschen. Sie erfüllen ihre Funktion sonst nicht mehr und sind Sammelbecken für Bakterien und Dreck.

Schullerentzug langsam angehen

Irgendwann ist klar, dass der Schnuller wieder verschwinden muss: Aus fachlicher Sicht sollte das idealerweise schon nach dem ersten Lebensjahr passieren. Denn dann kommen immer mehr Zähne und das Risiko für eine Zahnfehlstellung steigt.

"Ich weiß aber, dass das nicht leicht ist", sagt Proff. Das Abgewöhnen sollte man deshalb nicht ad hoc forcieren, sondern langsam angehen. Schließlich ist der Schnuller für Kinder eben mehr als nur Plastik: Er vermittelt Sicherheit und Trost. (tmn)

Marcus Wagner (Director of Business & Finance) und Cathie Mullen (Director of Education und Schulleiterin) sowie die Schüler der International School Augsburg laden interessierte Eltern ein, die Schule bei den Virtual Open House-Veranstaltungen kennenzulernen.
ISA: Virtual Open House

International School Augsburg: „Not just another brick in the wall!“

Neu: Unser Zuckerguss Newsletter

Mit Zuckerguss ins Wochenende

Jeden Freitag neu & kostenlos mit leckeren Rezeptideen und Inspirationen rund ums Backen.

Newsletter bestellen
Das könnte Sie auch interessieren