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Leben in Rennertshofen
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Große Vorhaben in Rennertshofen

Die Kläranlage in Stepperg ist veraltet und sanierungsbedürftig. Sie erfüllt die gesetzlich geforderten Vorgaben nicht mehr. Die Marktgemeinde plant deshalb den Neubau einer Kläranlage westlich von Bertoldsheim.
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Die Kläranlage in Stepperg ist veraltet und sanierungsbedürftig. Sie erfüllt die gesetzlich geforderten Vorgaben nicht mehr. Die Marktgemeinde plant deshalb den Neubau einer Kläranlage westlich von Bertoldsheim.
Foto: Manfred Dittenhofer
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Die Marktgemeinde wächst und steht vor Herausforderungen

Viele Großbaustellen haben die Marktgemeinde im vergangenen Jahr beschäftigt, die sich auch in das laufende Jahr ziehen: die Schule, die Kinderkrippe. Und auch in diesem Jahr wird Rennertshofen große Projekte zu stemmen haben. Eine neue Turnhalle zur neuen Schule ist in Planung. Der Ersatz für die alte Kläranlage in Stepperg, deren Nutzung ausläuft, taucht am Planungshorizont auf. Außerdem wächst die Marktgemeinde. Genauso schnell wie Bauplätze ausgewiesen werden, sind sie auch wieder vergriffen. Ein ereignisreiches Jahr wartet auf die Marktgemeinde Rennertshofen. Einige große Maßnahmen werden heuer abgeschlossen, für andere beginnen demnächst die Planungen.

Neben den zahlreichen Bauvorhaben, die die Gemeinde finanziell arg fordern, will Bürgermeister Georg Hirschbeck, dass die Gemeinde noch enger zusammenrückt. Schließlich besteht Rennertshofen aus 16 Ortsteilen und erstreckt sich von Riedensheim im Osten bis Ammerfeld im Westen über eine Strecke von über elf Kilometern.

Das größte Projekt, die Schule, sei einige Wochen hinter dem Zeitplan, so Hirschbeck. „Wir erlebten etliche Überraschungen beim Bau des Fundaments, für das Betonpfähle gesetzt werden mussten. Dennoch sollte das Schulgebäude bis zum Ende des Schuljahres fertig sein.“ Geplant ist nun, dass in den letzten Schultagen dann mit Sack und Pack umgezogen wird. Dann können die Schüler*innen und Lehrer*innen das Schuljahr 2021/22 im neuen Gebäude beginnen.

Direkt neben der Schule entsteht ein weiterer Neubau Damit wird die bestehende Kinderkrippe, die derzeit vier Gruppen mit 48 Kinder beherbergt, um drei Gruppen aufgestockt. Der Platz wird dringend benötigt, denn mit der Vergabe von Bauplätzen kommen Familien und damit Kinder in die Marktgemeinde. „Wir hoffen, dass der Umzug in die erweiterte Kinderkrippe 2021 ein Weihnachtsgeschenk wird“, erwartet sich Hirschbeck. Denn das Gebäude soll im Dezember fertig und damit bezugsbereit sein.

Die Planungen für eine neue Kläranlage am westlichen Ortsrand von Bertoldsheim werden ebenfalls heuer in Angriff genommen. Eigentlich wäre die Betriebsgenehmigung für die Kläranlage im Rennertshofener Ortsteil Stepperg zum Jahresende ausgelaufen. Die Marktgemeinde hat allerdings eine Fristenverlängerung erhalten. Das Strukturkonzept, an dem die Gemeinde arbeitet, sieht vor, dass die neue zentrale Kläranlage auch für die Nachbarn aus Marxheim und Daiting zur Verfügung steht. Mit dem Bau der gemeinsamen Kläranlage könnten Synergieeffekte genutzt werden, da diese Anlage verglichen mit drei einzelnen Kläranlagen ein enormes Einsparpotenzial bietet. Den Baubeginn sieht Rennertshofens Bürgermeister frühestens in zwei bis drei Jahren. Weitere Kanalarbeiten werden die Marktgemeinde beschäftigen. So wird vom Ortsteil Riedensheim eine Druckleitung in Richtung Stepperg gebaut.

Rennertshofen wächst momentan rasant. Die Bauplätze in dem zuletzt ausgewiesenen Baugebiet Rennertshofen Nord, in unmittelbarer Nähe zur Schule, sind bereits vergeben und zum größten Teil auch schon bebaut. Heuer werden im Ortsteil Treidelheim 45 weitere Bauparzellen entstehen. Die Erschließung ist keine einfache Angelegenheit. Das steile Gelände hat bereits die Ausarbeitung des Bebauungsplans verzögert.

„Jeder wohnt gerne auf einem Hanggrundstück, der Garten soll dann aber doch so eben wie möglich sein“, schmunzelt Georg Hirschbeck über die Ansprüche der Bauherren. Dabei die richtigen Abwägungen zu treffen, wie hoch aufgeschüttet werden dürfe und wie Stützmauern ausfallen dürften, sei für Verwaltung und Gemeinderat nicht immer einfach. Aber Bauplätze und Wohnraum werden in der Marktgemeinde dringend benötigt: „Unsere Wartelisten sind lang und der Wohnraum begehrt“, so Georg Hirschbeck. In anderen Ortsteilen, wie zum Beispiel in Ammerfeld, werden zudem vereinzelte Baugrundstücke erschlossen.

Weihnachtsbeleuchtung und Markt-Situation

Schaut Bürgermeister Georg Hirschbeck aus seinem Rathaus auf die Marktstraße, denkt er gerne an die festliche Beleuchtung rund um die Weihnachtstage zurück. Erstmals hat Rennertshofen eine gemeindeeigene Weihnachtsbeleuchtung installiert. Quer über die Marktstraße gespannte Lichtergirlanden und beleuchtete Torbögen sorgten im Markt für weihnachtliche Stimmung.

Aber leider sieht man dort auch den einen oder anderen leer stehenden Laden. „Viele Projekte, die heuer zur Belebung des Marktes angedacht waren, wurden durch Corona gestoppt“, erklärte das Gemeindeoberhaupt dazu.

Zusammen mit Arbeitsgruppen sollten nicht nur für den Marktkern selbst Lösungen gesucht werden. Auch die Gestaltung der Ortskerne der Ortsteile steht zur Debatte. Den Geschäften in Rennertshofen und damit auch der Marktstraße mache der Online-Markt schwer zu schaffen, so Hirschbeck.

Die Marktstraße als „gute Stube“

Der Bürgermeister sieht die Zukunft der Marktstraße eher in einem Rundumpaket. „Die Marktstraße könnte unsere gute Stube werden.“ Wohnen und Leben, dazu die passende Gastronomie.

Geschäfte nach Rennertshofen zu locken, sei eher schwierig. Georg Hirschbeck wünscht sich eine echte Nahversorgung. Daher sei man auch mit zwei Ärzten in Kontakt, die, geht es nach dem Rathauschef, in einem Ärztehaus praktizieren sollen.

Zusammenhalt der Ortsteile

Die Marktgemeinde Rennertshofen hat eine Fläche von über 93 Quadratkilometern und besteht aus 16 Ortsteilen, die bis zur Gebietsreform in den Siebzigern eigenständig waren. Auch heute besitzen die meisten dieser Dörfer noch ein sehr eigenständiges Vereins- und Dorfleben. Das sei sehr wichtig, so Hirschbeck. Für eine Belebung der Gemeinde sei aber der Zusammenhalt der Ortsteile, der ansässigen Geschäftsleute und der gesamten Bevölkerung sehr wichtig.

Es sei schön, wenn die Ortsteile noch enger zusammenrücken würden und alle Rennertshofener sich als Rennertshofener fühlen würden. Vor allem das Marktfest und der Weihnachtsmarkt hätten dabei helfen können.

Aber im vergangenen Jahr ist das alles ausgefallen. Was dieses Jahr an Veranstaltungen stattfinden kann, steht in den Sternen. Die Feste brauchen einen ordentlichen Vorlauf für die Vorbereitung. Zu- oder Absagen sind daher momentan sehr schwer.

Und so hofft auch Rennertshofen auf die Rückkehr zu etwas mehr Normalität in diesem noch jungen Jahr.

Text: Manfred Dittenhofer

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