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Spring-Cup

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Präzise Reiter schlagen wieder nach dem Ball

Polo gilt als ältester Teamsport der Welt. Foto: Sibylle Seidl-Cesare

Polo ist der älteste Teamsport der Welt – vom 15. bis 17. Juni findet der „Spring Cup 2018“ beim Polo Club Landsberg statt, ein Turnier mit Tradition und Flair.

Eine Mannschaft besteht aus je vier Spielern – die Nummer eins und zwei im Angriff, Nummer drei im Mittelfeld und der vierte im Bunde in der Verteidigung. Der Ball hat einen Durchmesser von knapp neun Zentimetern und wiegt circa 130 Gramm. Der Poloschläger darf aus Sicherheitsgründen nur mit der rechten Hand gehalten werden. Das ist Polo. Na gut, ganz so einfach ist es nicht. Für ein gutes Polospiel gehört noch weit mehr dazu. Was genau, kann man vom 15. bis 17. Juni beim diesjährigen „Spring Cup 2018“ in Schwifting erleben. Gestartet wird mit dem ersten Spiel am Freitag um 14 Uhr. In ungezwungener, familiärer Atmosphäre kann man dem Turnier beiwohnen und den sechs Teams bei ihren Spielen zuschauen. Anfeuern ist dabei ausdrücklich erlaubt.
Was macht die Faszination Polo eigentlich aus?Als ältester Teamsport der Welt wird das Polospiel erstmals von einem persischen Dichter circa 600 Jahre vor Christus beschrieben. Schließlich sind es die Engländer, die während ihrer Kolonialzeit in Indien den Sport kennenlernen und diesen im 19. Jahrhundert auf die Insel bringen. Sie sind es auch, die Polo ein umfangreiches Regelwerk beigeben. 1898 kommt Polo über den Ärmelkanal, und ein erster deutscher Club wird in Hamburg gegründet. 1904 errichtet der Fürst zu Fugger-Babenhausen bei Augsburg einen Polostall mit Spielfeld.
Bis heute ist die Leidenschaft für Polo bei Kennern und Liebhabern ungebrochen. Verständlich, denn beim Anblick der Spieler und deren Pferde wird man in einen Bann gezogen. Mit großer Präzision wird geritten, die Schläger geschwungen und der Ball geschlagen.
Während des gesamten Spiels hat die Sicherheit der Pferde oberste Priorität. Damit sie und auch ihre Reiter geschützt sind, gibt es viele strenge Regeln, die beachtet werden müssen. Die wichtigste ist das sogenannte „Vorfahrts- oder Wegerecht“ (right of way): Der Spieler, der der unmittelbaren Fluglinie des Balls folgt, hat Vorfahrt – er kann nur parallel abgeritten werden (ride off) oder mit dem Schläger behindert werden (hooking), wenn der Ball sich zwischen den beiden Pferden befindet. Und bei bis zu 60 Stundenkilometern ist das keine leichte Aufgabe. Wer sich von diesem rasanten Sport also selbst überzeugen möchte, kann dem „Spring Cup 2018“ einen Besuch abstatten.

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