Newsticker

Söder will erlaubte Besucherzahlen für Kunst und Kultur verdoppeln
  1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Leben & Freizeit
  4. Werder und der HSV: Katzenjammer im Norden

Bundesliga-Finale

Anzeige

Werder und der HSV: Katzenjammer im Norden

Moin ist die typische Begrüßungsformel im Norden. In der Bundesliga wird man diese aber höchstens in Bremen oder Hamburg hören. Für beide zusammen ist im Oberhaus kein Platz.
Bild: Stockwerk-Fotodesign, stock.adobe.com

Bremen und Hamburg sind Ikonen der Bundesliga. Klar, dass die Traditionsklubs in der neuen Saison gerne im Oberhaus spielen würden. Es kann aber nur einen geben.

Sie liegen auf Platz drei und vier der ewigen Bundesliga-Tabelle. Feiern durften zwei der bedeutendsten Bundesliga-Vereine der Historie allerdings schon länger nicht mehr. Von wem die Rede ist? Unschwer zu erraten, dass es um Werder Bremen und den Hamburger SV geht.

Für die Kicker von der Weser, immerhin Deutscher Meister der Jahre 1965, 1988, 1993 und 2004, verläuft diese Saison bislang katastrophal. Mit oftmals nicht bundesligatauglichen Leistungen hat man sich in eine Lage gebracht, aus der sich die Norddeutschen quasi nur noch mit Hilfe von oben befreien können.

„Wir werden mit allem Engagement in das letzte Spiel gehen, um doch noch das kleine Wunder zu schaffen“, versprach Sportchef Frank Baumann unmittelbar nach Spielschluss der Begegnung bei Mainz 05. Dort hatten die Werderaner mit 1:3 die Segel streichen müssen.

Vor allem die Art des Auftritts hatte beim Dritten der ewigen Bundesliga-Tabelle Spuren hinterlassen. So meinte ein geknickter Coach Florian Kohfeldt hinterher: „Ich kann direkt nach dem Spiel keine Zuversicht verbreiten oder Dinge ansprechen, die mir Hoffnung machen.“

Werder Bremen: Nach 40 Jahren droht erneut der Abstieg

Nur, wenn die Grün-Weißen am letzten Spieltag zwei Punkte und vier Tore Differenz auf Düsseldorf wettmachen können, bleiben sie erstklassig. Ein Sieg des SVW gegen den 1. FC Köln hilft also nur weiter, wenn die Fortuna parallel bei Union Berlin patzt. Das Szenario, das zweite Mal nach 1980 aus dem Oberhaus absteigen zu müssen, ist also ein realistisches.

Während Bremen derzeit noch Erstliga-Luft schnuppert, heißt es weiter nördlich in Hamburg schon die zweite Spielzeit in Folge „Willkommen im Unterhaus“. Der HSV scheiterte in der vergangenen Saison als Vierter am großen Ziel Wiederaufstieg. Und jetzt könnte dem ehemaligen Dino der 1. Liga dasselbe wieder drohen.

 Am vergangenen Spieltag unterlag der Deutsche Meister der Jahre 1923, 1928, 1960, 1979, 1982 und 1983 auf dramatische Weise mit 1:2 beim 1. FC Heidenheim. Die Ostwürttemberger erzielten dabei den Siegtreffer erst in der fünften Minute der Nachspielzeit – und sprangen dadurch am HSV vorbei auf Rang Vier. Womöglich liegt auf dieser Platzierung ein Fluch, denn Vierter ist der Hamburger Sport-Verein auch in der Ewigen Tabelle.

Um doch noch die Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs zu schaffen, benötigen die Kicker mit der Raute auf der Brust ausgerechnet Schützenhilfe vom bereits feststehenden Meister aus Bielefeld. Die dürfen gegen Heidenheim nicht verlieren, damit die Hansestädter einen Punkt Rückstand auf den 1. FCH wettmachen können.

Werder und der HSV: Wenn Bundesliga, dann nur über die Relegation

Viel Rechnerei also derzeit im Norden der Republik. Die stolzen Klubs aus Bremen und Hamburg müssen zittern und haben ihr Schicksal nicht mehr selbst in der Hand. So ist die Vorstellung realistischer, dass beide Teams in der kommenden Spielzeit erstmals in Liga 2 aufeinandertreffen, als dass es noch zu einem Duell in der Relegation um den Bundesligaaufstieg kommt. Fest steht aber eines: Beide Vereine zusammen in der 1. Liga wird es auch 2020/21 nicht geben.

Immer griffbereit: Die Hutsammlung in Bischof Bertrams Garderobe.
Bertram Meier

Wie lebt Bischof Bertram eigentlich?

Das könnte Sie auch interessieren