Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Neue EU-Sanktionen gegen Russland treten in Kraft
  1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Leben & Freizeit
  4. Äpfel, Kastanien, Nüsse: Welche Früchte darf ich wo sammeln?

Äpfel, Kastanien, Nüsse
ANZEIGE

Welche Früchte darf ich wo sammeln?

Nachbars Äpfel auf dem Boden Ihres Grundstücks? Greifen Sie zu, die Früchte gehören jetzt Ihnen.
3 Bilder
Nachbars Äpfel auf dem Boden Ihres Grundstücks? Greifen Sie zu, die Früchte gehören jetzt Ihnen.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Der Herbst beschert uns viele heimische Früchte. Doch jeder Baum und jeder Strauch gehört jemandem. Einfach bedienen darf man sich in der Regel nicht.

Der bunte Herbst lädt ein zu Spaziergängen in der Natur. Und die bietet gerade eine ganze Palette an erntereifen Früchten. Unter anderem Äpfel, Birnen, Pflaumen, Brombeeren, Hasel- und Walnüsse kann man im September ernten. Doch wo darf ich einfach zugreifen? Und wo begehe ich eine Straftat, wenn ich einen Apfel vom falschen Baum nehme?

Mandy Rüttershoff-Hahn, Fachanwältin für Agrarrecht in Lüneburg, empfiehlt, Schritt für Schritt vorzugehen. Zunächst ist zu klären: Wo befindet sich der Baum oder der Strauch, und darf ich die Fläche überhaupt betreten? "Ein Betretungsverbot ist außerhalb bebauter Ortschaften optisch nicht immer erkennbar", sagt sie. Läuft rund um das entsprechende Areal ein Zaun, deutet vieles darauf hin, dass die Eigentümer nicht möchten, dass die Fläche betreten wird.

Auch Naturschutzgebiete darf man häufig nicht betreten. "Sie sind mit Hinweisschildern gekennzeichnet. Auf ihnen finden sich auch Verhaltensregeln", sagt Silvia Teich vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Entscheidend ist, ob die Pflanze kultiviert wurde

Ist die Frage nach dem Betretungsrecht geklärt, folgt Schritt zwei: Darf ich mir nehmen, was hier wächst? Die schlechte Nachricht: Grundsätzlich darf man laut Anwältin Rüttershoff-Hahn erst einmal gar nichts nehmen, schließlich gehören einem die Fläche und die darauf wachsenden Pflanzen nicht. Die gute Nachricht: Von diesem Grundsatz gibt es Ausnahmen.

So ist im Bundesnaturschutzgesetz geregelt, dass jeder wild lebende Pflanzen, und damit auch Früchte, "in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf" sammeln darf. Wichtig ist also die Unterscheidung, ob beispielsweise ein Obstbaum angebaut wurde oder wild wächst.

Ein einzelner Baum, der zwischen anderen Pflanzen wächst, lebt laut Rüttershoff-Hahn höchstwahrscheinlich wild. "Wenn ich aber einen Bereich habe, wo nur Obstbäume sind, dann spricht viel für eine sogenannte Streuobstwiese, die mal jemand angelegt hat", sagt sie. Bei so einer Kultur muss streng genommen schon wegen eines einzelnen Apfels um Erlaubnis gefragt werden.

Eigentümer können zum Beispiel Landwirte oder auch die Gemeinde sein. Im Zweifel kann laut Rüttershoff-Hahn bei der Gemeinde nachgefragt werden, wem die Bäume gehören, und dort sollte dann eine Erlaubnis eingeholt werden. Oder man greift auf bereits aufgebautes Wissen zurück: Die Webseite www.mundraub.org listet zum Beispiel bundesweit Flächen auf, für die Eigentümer Genehmigungen zum Sammeln erteilt haben.

Mut zur Bescheidenheit ist geboten

Nun folgt Schritt drei: Wie viel darf ich nehmen und worauf ist noch zu achten? Wie hoch der im Bundesnaturschutzgesetz beschriebene persönliche Bedarf ist, ist laut Rüttershoff-Hahn im Gesetz nicht weiter festgelegt. Sie appelliert, sich bei der Menge an eine haushaltsübliche Mahlzeit zu halten und sich zu fragen: "Würde ich es als Eigentümer gut finden, wenn andere sich in dem Umfang bedienen?"

Das gilt ihr zufolge nicht nur für wild lebende Pflanzen. Auch bei Kulturen, für die der Eigentümer eine Sammelerlaubnis ausgestellt hat, sollte ein gewisses Maß nicht überschritten werden. Schließlich ist beispielsweise ein Landwirt auf den Ertrag seiner Bäume angewiesen. Verboten ist es der Bevölkerung daher auch, gesammelte Früchte selbst zu verkaufen.

Silvia Teich rät außerdem zur Vorsicht bei der Ernte: "Unbedingt schonend ernten, keine Zweige abrupfen". Auch abschneiden sollte man laut Rüttershoff-Hahn nichts, da das keine pflegliche Entnahme wäre, wie es das Gesetz vorsieht.

Fallobstparagraf: Frucht auf meinem Grund gehört mir

Bei frei zugänglichen Flächen macht es rechtlich keinen Unterschied, ob eine Frucht noch am Baum oder Strauch hängt oder bereits auf den Boden gefallen ist. An der Nachbarsgrenze hingegen schon: "Wenn der Nachbar einen Obstbaum hat, der in den eigenen Bereich herüberragt, und da fallen Früchte auf das eigene Grundstück, dann darf man die nehmen", so Anwältin Rüttershoff-Hahn. So regelt es der Paragraf 911 im Bürgerlichen Gesetzbuch, auch Fallobstparagraf genannt.

Eine noch am Baum befindliche Frucht zu pflücken oder mittels Schütteln nachzuhelfen, ist davon nicht gedeckt.

Einen Apfel zu klauen, ist kein Kavaliersdelikt

Stellt sich abschließend die Frage: Begehe ich eine Straftat, wenn ich doch mal ohne Erlaubnis einen Apfel von einer bewirtschafteten Streuobstwiese nehme? Die Antwort der Juristin: "Ja, dann begehen Sie einen Diebstahl". Man nimmt schließlich etwas, das einem anderen gehört - laut Rüttershoff-Hahn kein strafloses Kavaliersdelikt.

Bei einem Diebstahl weniger Äpfel handelt es sich aber in der Regel um einen sogenannten Diebstahl geringwertiger Sachen, sofern das Gestohlene einen Wert von 50 Euro nicht übersteigt. "Dann wird der Diebstahl nur verfolgt, wenn der Eigentümer selbst eine Strafanzeige stellt", so Rüttershoff-Hahn. Dazu kommt es ihrer Erfahrung nach aber nur selten und in der Regel bei Wiederholungstätern. Wird man doch einmal als Ersttäter erwischt, dann fallen Geldbußen im eher zweistelligen Bereich von meist 30 bis 50 Euro an.

Wer gar nicht erst in Verdacht geraten will, mutwillig zu stehlen, sollte vor dem nächsten Herbstspaziergang also erst einmal abklären, bei welchen Bäumen und Sträuchern man sich bedienen darf.

Endlich Platz für Veranstaltungen: Im Blauen Raum können Kunstausstellungen, Seminare, Schulungen und mehr veranstaltet werden.
Umweltz. Schmuttertal

Blauer Raum für Seminare

167291.rgb.jpg

Kuvertüre schmelzen wie ein Profi: 6 Tipps für perfekte Ergebnisse

Als knackig-süße Hülle um Pralinen und Plätzchen, aromatische Füllung in der Torte oder für den intensiven Schokogeschmack im Dessert: Kuvertüre ist aus der süßen Küche nicht wegzudenken. Allerdings braucht es ein bisschen Fingerspitzengefühl, um sie schmelzen zu lassen und anschließend perfekt zu verarbeiten. 6 Profitipps für köstliche Ergebnisse.

Das könnte Sie auch interessieren