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Freizeit
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Frischer Wind mit dem Seemanns-Chor aus Königsbrunn

Der Seemanns-Chor Königsbrunn bei einem Auftritt in Bobingen.
Foto: Adalbert Birkhofer

Shantys und Seemannslieder kennt man vom Norden Deutschlands. Seit fast 35 Jahren sorgt der Königsbrunner Seemanns-Chor aber für einen Hauch Seeluft in Schwaben.

Wer mal  über den Niklausmarkt in Königsbrunn (Landkreis Augsburg, Bayern)  geschlendert ist, hat vielleicht seinen Ohren nicht getraut: Neben den üblichen weihnachtlichen Klängen, waren da auch waschechte Seemannslieder zu hören. Der Grund: Königsbrunns bekannter Seemanns-Chor bereicherte die Veranstaltung mit einem Auftritt.

So kam es zur Gründung des Seemanns-Chors

Nun, ungewöhnlich ist dies trotzdem, denn in der Region in und um Augsburg ist es der einzige seiner Art, auch wenn es in Süddeutschland selbst durchaus einige mehr gibt. Es ist die Liebe zum Wasser, Segelsport und den eingängigen Seemannsliedern, welche vor fast 35 Jahren zur Gründung des Chores durch Mitglieder des Königsbrunner Segelclubs (KSC) geführt hat.

Der heutige Vorsitzende des Chors, Rainer Ullrich, 74, erzählt: „Bei den Versammlungen des Segelclubs wurden immer schon gerne auch Seemannslieder gesungen. Die meisten kannten aber immer nur die erste Strophe eines Liedes. So beschloss man, das Ganze konkreter anzugehen und einen Chor zu gründen.“

Die Proben des Seemanns-Chors in Königsbrunn

Die ersten Geh- oder besser Singversuche fanden damals, 1990, noch in einem Wohnzimmer statt. Doch dann nahm das Chorprojekt Fahrt auf und nach zwei Jahren Singen um der eigenen Geselligkeit willen, ergaben sich erste Auftritte.

Gesungen wird überwiegend in deutsch, aber es werden auch englische Lieder vorgetragen. Geprobt wird jeden Donnerstagabend in der Mittelschule Königsbrunn unter der Leitung des professionellen Dirigenten Andreas Lübke – einem Hamburger, wie sollte es anders sein. Dabei wird nicht nur fleißig geübt, sondern auch viel Wert auf die Geselligkeit selbst gelegt, wie Ullrich schmunzelnd erzählt. „Erst singen wir, dann sitzen wir noch ein wenig zusammen, meist gibt ein Geburtstagskind was aus.“ Bei 40 Mitgliedern im Chor gäbe es da immer was zu feiern.

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Seemanns-Chor hat eigene Combo

Zwischen 43 und 84 Jahre alt sind die Chormitglieder, darunter Rentner ebenso wie Berufstätige. Sie kommen querbeet aus den verschiedensten Berufen, stammen aus Königsbrunn, Augsburg und dem Landkreis, aber auch bis aus Landsberg und Buttenwiesen – der Chor ist eben etwas besonderes.

Frauen sind keine dabei, die Anfragen für eine Mitgliedschaft seien auch überschaubar gewesen, erzählt Ullrich. Aber es gab mal einige Jahre vertretungsweise eine Schlagzeugerin.

Aus versicherungstechnischen Gründen müssen alle Chormitglieder wenigstens passives Mitglied beim KSC sein, aber nicht unbedingt Segler. „So mancher Neuzugang hat vorher auch in einem anderen Chor gesungen“, weiß Ullrich, „und wollte einfach mal was anderes singen.“

Foto: Adalbert Birkhofer

Die Musik für den Chor, der meist in einer Mannschaftsstärke von 20 bis 30 Mann auftritt, kommt von der eigenen Combo. So gehören zum Seemannschor auch vier Akkordeonspieler, darunter Ullrich selbst, der seit 2004 beim Chor dabei ist und als Sänger angefangen hat, ein E-Bass, eine E-Gitarre und ein Schlagzeug. Die Musiker proben auch unabhängig vom Chor „und dann schauen wir, wie alles zusammenpasst“, sagt Ullrich nicht ganz ernst gemeint.

Es wird nicht vom Blatt, sondern auswendig gesungen – nur Neue dürfen einen „Spickzettel“ nutzen. Eine ordentliche Leistung, wenn man bedenkt, dass der Chor inzwischen ein Repertoire von über 100 Liedern hat.

Das Programm des Königsbrunner Seemanns-Chores

Jetzt zu Beginn des Jahres legt der Chor sein diesjähriges Programm fest. Welche Lieder sollen gesungen werden? Gibt es neue, die man aufnehmen sollte, um auch jüngere Menschen für diese Art von Musik zu begeistern? Dann wird geübt.

Der erste Auftritt wird in diesem Jahr am 5. Mai  2024 in Königsbrunn stattfinden. Um die 300 Gäste genießen dann im meist ausverkauften Gemeindezentrum von St. Johannes einen vergnüglichen Nachmittag. Ein weiteres Konzert steht schon für den 15. September 2024 in der Bobinger Singoldhalle fest.

Dazu kommen meist die Auftritte beim Niklausmarkt oder auch dem Weihnachtsfunkeln, an Serenadenabenden in Königsbrunn und Haunstetten oder am Ilsesee sowie im Botanischen Garten in Augsburg. Auch Besuche in Seniorenheimen wie dem Wetterstein in Haunstetten werden angeboten.

Und wer möchte, kann den Seemanns-Chor auch für die eigene Geburtstagsfeier oder das Firmenevent buchen und die Veranstaltung durch maritimes Liedgut zu etwas ganz besonderem machen. „Vor Corona waren wir sogar auf der Hanse Sail in Rostock oder auch in Bremerhaven zu Gast“, so Ullrich, doch die mehrtägigen Fahrten seien den meisten Mitgliedern heute zu aufwendig. „Aber am Bodensee oder im Allgäu treten wir schon noch auf.“

Corona änderte einiges für den Seemanns-Chor

Die Pandemie hat auch beim Seemannschor ihre Spuren hinterlassen. „Wir durften uns ja teilweise gar nicht mehr treffen, dann mit Maske und großem Abstand zueinander – das ging so nicht“, erinnert sich Vorsitzender Ullrich. Auch daran, dass das Chorleben danach erst wieder langsam anlief. So waren es vor Corona noch rund 20 Auftritte pro Jahr, inzwischen ist man bei einer Zahl von zehn bis 15 jährlich angelangt.

Dabei kann es durchaus mal vorkommen, dass es nicht läuft wie geplant. So erinnert sich Ullrich an einen Auftritt zum Fischerfest im Stadtmarkt in Augsburg, der nach knapp zwei Stunden wegen Gewitter mit Starkregen abgebrochen werden musste. „Wir konnten uns zwar unter große Sonnenschirme flüchten, trotzdem wurden wir ziemlich nass“, erzählt er.

Ungewöhnlichster Ort für ein Konzert war für Ullrich aber der Auftritt in einem Bergwerk in Zinnkammern in Schwarzenberg. „Wir sind mit der Grubenbahn tief in das Bergwerk gefahren und haben dort in einer Art Kammer ein kleines Konzert für die anwesenden Besucher gegeben“, – ein Novum nicht nur für die Königsbrunner, sondern wohl für alle Seemanns-Chöre.

Seemanns-Chor produziert auch CDs

Auch CDs wurden schon produziert. Die erste erschien zehn Jahre nach der Gründung im Jahr 2000, die nächste schon zwei Jahre später. Dann dauerte es etwas, 2015 entstanden dann „Auf großer Fahrt“ mit 13 Musikstücken sowie „Weihnacht am Leuchtturm“ mit 15 Liedern. Momentan ist zwar keine weitere Aufnahme geplant, doch man habe das Thema im Hinterkopf, erzählt Ullrich, „aber man braucht schon ein Programm mit 16 bis 18 Liedern für eine CD.“

Das Repertoire an Seemannsliedern ist auch nicht unerschöpflich. Es gibt derzeit rund 200, darunter viele Klassiker wie „La Paloma“ oder „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, die immer wieder gerne gehört werden und bei keinem Auftritt der Königsbrunner fehlen dürfen. Aber es gibt auch neue, die einen anderen Rhythmus oder ein anderes Tempo haben. Deshalb müsse man auch ältere Lieder ab und zu überarbeiten. Dabei hilft dem Chor natürlich sein erfahrener Dirigent.

Auch Shantys gehören natürlich zum Repertoire der Königsbrunner. Die ehemaligen Arbeitslieder der Matrosen werden mit einem Vorsänger gesungen. „Doch das allein wäre uns zu wenig, wie wollen unserem Publikum schon die gesamte Bandbreite an seemännischem Liedgut näher bringen“, sagt Rainer Ullrich. Und genau das will auch das Publikum, denn es hat ein Herz für die Seemänner aus der Brunnenstadt.

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