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Nordirlands Klippenpfad: „The Gobbins“

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9 Bilder
Entlang der rauen Küste: Blick auf den Klippenpfad von der See aus.
Bild: Arthur Ward/Tourism Ireland/tmn
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Der Pfad folgt dem Verlauf der Felsen und ist an einigen Stellen nur einen halben Meter breit. Gerade deshalb aber ist er ein Besuchermagnet.

Auf dem Wasser gehen kann man hier nicht. Auch, wenn es manchmal den Anschein hat. Heutzutage braucht es zwar gutes Schuhwerk, um den spektakulären Klippenweg „The Gobbins“ an der nordirischen Küste zu bewältigen, aber man muss längst nicht mehr so wagemutig sein wie die Menschen vor 100 Jahren.

Der Klippenpfad an der Causeway Coastal Route war schon in der viktorianischen Zeit eine bedeutende Urlaubsattraktion. Durch die ersten Dampflokomotiven erschlossen sich auch Naturlandschaften wie die Küste des Countys Antrim. Ein erster Tourismusboom setzte ein.

2017 wurde der Klippenpfad wieder geöffnet

„The Gobbins“ musste jedoch 1954 geschlossen werden, aus Geldmangel. Erst 2015 kam es zur Wiedereröffnung. Doch die Freude währte nicht lange. Schon ein Jahr später war der Weg nach zahlreichen Felsstürzen wieder dicht. 2017 dann die erneute Eröffnung.

„Welcome guys. Ready to start?“ – so begrüßt Alan Hurst seine Reisegruppe an diesem Morgen. Kurze Sicherheitseinweisung. Platzangst sollte man nicht haben, erklärt der Guide. „Aber ich garantiere euch, dass ihr viel Spaß haben werdet.“ Und viel Hunger, nach dieser gut zweieinhalbstündigen Tour. Zu Fuß sind viereinhalb Kilometer und mehr als 1200 Stufen zu bewältigen. Danach knurrt der Magen.

Das Wetter kann sich schnell ändern

Das Wetter ist immer ein Fragezeichen an der nordirischen Küste. Heute ist der frühsommerliche Himmel klar, der Wind beherrschbar. „Hoffentlich bleibt das auch so. Meine Finger sind sicherheitshalber gekreuzt“, sagt Hurst, der beim steilen Abstieg zum Einstieg des Klippenpfads natürlich auch eine sagenhafte Geschichte parat hat.

Demnach nahm man bei der erstmaligen Errichtung des Pfads Anfang des vergangenen Jahrhunderts auch auf Fabelwesen Rücksicht. „Schaut auf die Weißdornbäume. Dort wohnen Feen, die sich vom Nektar der rundherum wachsenden blauen Glockenblumen ernähren. Also war es selbstverständlich, dass man diese Bäume nicht fällen durfte, um die Feen gnädig zu stimmen“, erzählt Hurst.

„The Gobbins“ kommt aus dem Gälischen und bedeutet „Spitze der Felsen“

Woher der Name „The Gobbins“ stamme, will ein Teilnehmer wissen, als er die in Stein gemeißelten Buchstaben sieht. Die Bezeichnung komme möglicherweise aus dem Gälischen und bedeute so viel wie „Spitze der Felsen“, erklärt Alan. Genau wisse man es nicht.

Dann wird es eng. Es geht bergauf und bergab. Am Wise’s Eye beginnt der aufregende Weg entlang der Klippen, der über Stahlseile gesichert und manchmal nicht breiter als einen halben Meter ist. In den Felsen nisten Papageientaucher, Klippenmöwen und andere Vögel. Mit etwas Glück kann man auch Wanderfalken und Kormorane entdecken.

Nur wenige Meter über dem Atlantik

Der Blick geht auf die Basaltküste und die zahlreichen Schichten an Sedimentgestein, die viel über das Klima in den Trias- und Jurazeiten verraten. Aber auch nach unten. Je nach Tidenhub befindet man sich nur wenige Meter über dem Atlantik. Nasse Füße sind auf diesem Weg grundsätzlich nicht ausgeschlossen. „Als wir gestern hier waren, mussten wir immer auf die Wellen achten, und die Leute konnten manche Passagen nur auf mein Kommando und einer nach dem anderen überqueren“, berichtet Hurst.

Nun gilt es, noch den steilen Schlussanstieg zurück zum Ausgangspunkt zu bewältigen. Manche sind ins Schwitzen gekommen. Alan Hurst ist sichtlich zufrieden. Ob seine gekreuzten Finger dafür verantwortlich sind, dass die Sonne nach wie vor scheint, ist die Frage. In Bezug auf den zu erwartenden Hunger seiner Tagesgäste hat er in jedem Fall recht behalten.

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