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Große Chancen für Bewerber

Jetzt noch Bewerbung und Ausbildung.
Bild: contrastwerkstatt, stock.adobe.
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Ausbildung in Schwaben: Unternehmen stellen noch ein

Die bayerisch-schwäbische Wirtschaft setzt weiterhin auf die duale Ausbildung, die Zahl der neuen Auszubildenden bleibt auf einem hohen Niveau. 5000 Ausbildungsbetriebe haben der IHK Schwaben bislang 8269 neue Ausbildungsverträge gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen leichten Anstieg von 0,5 Prozent. Dass dennoch hunderte Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, liegt an rückläufigen Schulabgängerzahlen und dem Trend zu Schulabschlüssen, die bei vielen jungen Menschen in einem Studium münden. Auch die Anzahl der Geflüchteten, die eine Ausbildung in Schwaben beginnen, ist rückläufig.

Während bei den Ausbildungsverträgen in gewerblich-technischen Berufen in ganz Schwaben ein Plus von zwei Prozent zu verzeichnen ist (2019: 3325, 2018: 3259), bleibt die Zahl der Verträge bei kaufmännischen Ausbildungsberufen nahezu unverändert (2019: 4944, 2018: 4968).

„Viele Unternehmen würden mehr Auszubildende einstellen, erhalten aber keine oder nicht ausreichende Bewerbungen“, berichtet Wolfgang Haschner, Leiter des Fachbereichs Ausbildung der IHK Schwaben.

Vertragsabschluss bis Ende Oktober

Der bundesweite Trend, wonach mehr als jeder dritte Betrieb keine geeigneten Bewerber findet, treffe auch für Schwaben zu. „Besonders im Handel, in der Gastronomie und in der Logistik-Branche sind noch viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Hier haben kurzfristig Entschlossene aller Schularten, einschließlich der Studienabbrecher, gute Chancen auf eine duale Ausbildung“, erklärt Haschner. Bis Ende Oktober werden häufig noch Verträge geschlossen. Offene Stellen finden Jugendliche tagesaktuell unter www.ihk-lehrstellenborse.de, derzeit sind es in Schwaben rund 420.

Generelle Trends

Klassiker unter den Ausbildungsberufen sind weiterhin beliebt (siehe Top-Ten der Ausbildungsberufe), eher unbekannte Berufe werden trotz großer Chancen nicht wahrgenommen (zum Beispiel Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik). Schüler vergeben durch dieses „Mainstream-Verhalten“ manche Chance.

Für Bewerber ist neben Betrieb und Beruf vor allem die Erreichbarkeit entscheidend. Oftmals werden Ausbildungsstätten in der Nähe zum Wohnort gewählt, weiter als zehn Kilometer pendeln die wenigsten.

Die Tendenz der Bewerber geht grundsätzlich zu kaufmännischen Berufen mit geregelten Arbeitszeiten.

Ansätze der IHK Schwaben

Die Industrie- und Handelskammer Schwaben wird ihre Bildungsoffensive „Lehre macht Karriere“ konsequent weiterführen, erklärt Haschner. „Wir wollen allen Zielgruppen die Vorteile der dualen Ausbildung aufzeigen. Für jeden Jugendlichen ist der Berufseinstieg über eine Ausbildung ein tolles Fundament, egal, ob man die Mittelschule, die Realschule oder das Gymnasium abschließt.“ So sind vom Berufskraftfahrer bis zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung derzeit noch offene Ausbildungsstellen vorhanden. Daneben unterstützt die IHK Schwaben gezielt Studienabbrecher oder Migranten, um den unveränderten Fachkräftebedarf zu bedienen.

IT-Kenntnisse sind gefragt

Im Metall- und Elektronikgewerbe sind zuletzt mehrere Ausbildungsberufe um digitale Inhalte erweitert worden. Der neue Beruf Kaufmann/frau im E-Commerce ist im September 2018 in Bayerisch-Schwaben erfolgreich gestartet, mittlerweile lernen 76 jungen Menschen diesen Beruf.

Generell legen Unternehmen auch bei anderen Ausbildungsberufen zunehmend Wert auf Basiskenntnisse im IT-Bereich. Die von der IHK Schwaben 2018 ins Leben gerufene Zusatzqualifikation „Digitale Kompetenz für Auszubildende und Facharbeiter“ stieß auf sehr großes Interesse. Das Pilotprojekt zählt auf Anhieb rund 590 Teilnehmer und ist damit komplett ausgebucht. Ebenfalls ausgebucht sind die Pilot-Seminare „Ausbilden 4.0“ für betriebliche Ausbilder und Berufsschullehrer.

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