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Strippenzieher des Handels sein

Vom Büro aus den Überblick behalten und die Strippen ziehen: Ein Kaufmann im Groß- und Außenhandel lernt, den Markt zu beobachten, Preise zu kalkulieren und mit Lieferanten zu verhandeln.
Bild: Monkey Business - stock.adobe.com
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Wer sich für eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann entscheidet, erlernt die Verkaufsverhandlung im großen Stil

Blumen, Autoreifen oder Wandfarbe: Die meisten Unternehmen stellen ihre Waren in großen Mengen her. Nur so machen sie Profit. Nach der Herstellung müssen die Produkte zum Kunden gelangen: entweder direkt oder über Zwischenhändler. An dieser Stelle kommen Groß- und Außenhandelskaufleute ins Spiel.

Kaufleute im Groß- und Außenhandel hantieren häufig mit großen Warenmengen. „Sie sind ein zentrales Element der Vertriebskette“, sagt Silvia Annen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Aus der Masse der kaufmännischen Berufe sticht dieser durch starken Fokus auf Logistik und Warenwirtschaft heraus, erläutert sie.

Groß- und Außenhandelskaufleute sind gewissermaßen die Zwischenhändler. Sie haben mit Unternehmen zu tun, nicht mit Privatkunden. Die kaufen natürlich ganz andere Mengen als etwa ein durchschnittlicher Baumarktkunde. Der Verkäufer muss die pünktliche Lieferung dieser Mengen sicherstellen können. Ohne die Produkte können die Kunden nicht arbeiten. In nahezu allen Branchen gibt es Bedarf an Groß- und Außenhandelskaufleuten. „Industrie, Handwerk, Handel: Der Beruf bietet breite Einsatzfelder“, sagt Annen.

Zwei Fachrichtungen: Großhandel und Außenhandel

 Die Ausbildung ist populär und rangiert bei Männern unter den Top 10 hinsichtlich der Zahl der Ausbildungsverhältnisse. Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe setzen aber zumindest die mittlere Reife voraus, die Tendenz gehe zur Hochschulreife. Die Ausbildung dauert drei Jahre und unterteilt sich je nach Kerngeschäft der Betriebe in die beiden Fachrichtungen Großhandel und Außenhandel: Im Außenhandel stehen Geschäfte im internationalen Feld mehr im Fokus.

Im Lehrplan geht es dann vermehrt um Zollbestimmungen und die speziellen Anforderungen an Transportverträge mit Firmen, die in außereuropäischen Ländern sitzen. Bei der Fachrichtung Großhandel lernen die Azubis die Details des Warenflusses: Warenbeschaffung, -verkauf, Management des Lagers.

Egal welche Fachrichtung die Azubis einschlagen: Einige grundlegende Eigenschaften sind für diesen Job Voraussetzung. Organisationstalent, Interesse an wirtschaftlichem Handeln, Finanzen und Verkauf sowie eine hohe Kommunikationsbereitschaft gehören unbedingt dazu.

Bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs sollten sich angehende Azubis bewusst sein, dass sie sich intensiv mit dessen Waren beschäftigen. Blumen, Autoteile, Baustoffe – mit jedem Unternehmen wartet ein anderes Warenfeld.

Hier kommt Urlaubsfeeling auf: Auf der großzügigen Sonnenterrasse können die Kunden verweilen und sich die leckeren griechischen Spezialitäten schmecken lassen.
Neusäß

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