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Wer die Wahl hat, hat die Qual

Bild: Elnur, Fotolia.com
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Nach der Schule muss man sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden. Jeder hat seine Vorteile – und auch immer etwas, das gegen ihn spricht.

Großkonzern: Die Arbeitsabläufe sind etabliert, die Bezahlung ist oft sehr gut. „Hinzu kommen häufig flexible Arbeitszeitmodelle“, sagt Yasmin Kurzhals, Karriereberaterin bei Von Rundstedt & Partner. Außerdem gibt es oft Benefits neben dem Gehalt – etwa Firmen-Smartphones, Jobtickets oder Rabatte. Und auch ein großes Weiterbildungsangebot ist keine Seltenheit.

Andererseits sind die Karrierewege bei Großkonzernen häufig vorgegeben. „In solchen Unternehmen kann es schwierig für jene Arbeitnehmer werden, die bestimmte Abläufe verändern wollen“, so Kurzhals. Zudem geht es in Konzernen häufig anonym zu: Man kennt zwar die Kollegen in der eigenen Abteilung, der Rest der Belegschaft bleibt aber oft fremd.

Kleine Firmen und Mittelständler: „Dort ist die Atmosphäre aufgrund der Betriebsgröße oft persönlicher“, erklärt Johannes Wilbert, Karriereberater und Leiter des Instituts zur Berufswahl. Einer kennt den anderen - und sogar den Chef. All das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Häufig ist die emotionale Bindung zur Firma hier größer als in einem Konzern.

Mehr Geld gibt es aber meist nicht. „Die Bezahlung ist häufig schlechter als im Großkonzern“, sagt Thomas Röser vom Deutschen Verband für Bildungs- und Berufsberatung (DVB). Und auch in Sachen Entwicklungsmöglichkeiten und flexible Arbeitszeiten hinken kleinere Betriebe den größeren oft hinterher.

Start-up: Jeder darf und soll sich mit seinen Talenten und Ideen einbringen – und hat so reichlich Gelegenheit, sich auszuprobieren. Die Hierarchien sind flach, manchmal gibt es noch keine festen Strukturen. „Das bringt es mit sich, dass es dann auch schon mal etwas chaotisch zugeht“, so Röser.

Öffentlicher Dienst: Geregelte Arbeitszeiten, keine Überstunden, umfassender Kündigungsschutz – die Vorteile liegen auf der Hand. Wer eine unbefristete Planstelle besetzt, hat zudem einen ziemlich krisensicheren Arbeitsplatz. „Allerdings sind die Einkommen im Vergleich zur freien Wirtschaft eher niedriger“, sagt Kurzhals.

tmn/jkor

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