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  4. Veitshöchheim: Fastnacht in Franken: Darum ist die Altneihauser Feierwehrkapell'n dieses Jahr beim TV-Highlight wieder dabei

Veitshöchheim
04.02.2023

Fastnacht in Franken: Darum ist die Altneihauser Feierwehrkapell'n dieses Jahr beim TV-Highlight wieder dabei

So kennt man ihn - und so wird Norbert Neugirg wohl auch 2023 wieder bei der BR-Prunksitzung "Fastnacht in Franken" mit seiner Altneihauser Feierwehrkapell'n auf der Bühne in Veitshöchheim stehen.
7 Bilder
So kennt man ihn - und so wird Norbert Neugirg wohl auch 2023 wieder bei der BR-Prunksitzung "Fastnacht in Franken" mit seiner Altneihauser Feierwehrkapell'n auf der Bühne in Veitshöchheim stehen.
Foto: Silvia Gralla

Norbert Neugirg kommt mit seiner Blaskapelle zurück zur BR-Kultsendung nach Veitshöchheim. Was er an der Parodie von 2022 auszusetzen hat - und jetzt zusammenreimt.

Am Faschingsdienstag 1985 trat die Altneihauser Feierwehrkapell'n zum ersten Mal bei einer Prunksitzung auf, in Windischeschenbach in der Oberpfalz. Seit 2006 ist die Blaskapelle mit ihrem Franken-Bashing ein fester Bestandteil der Fernseh-Prunksitzung "Fastnacht in Franken". Doch zuletzt mussten die Oberpfälzer wegen Corona pausieren: 2021 kam nur ihr selbsternannter Kommandant Norbert Neugirg zur Aufzeichnung, 2022 schickte er einen Reim in die Würzburger Landkreisgemeinde Veitshöchheim:

Den Franken geht's wie der Ukraine,
man lässt sie gern auch mal alleine.
Heuer lass' ma uns nicht blicken,
wir werden aber Helme schicken!

In der Folge wurde viel über diese Absage spekuliert, zumal Norbert Neugirg mit dem ihm eigenen Humor auf Bitten reagierte, doch  wieder zum fränkischen Fasching zu kommen. Gar eine Absage für immer? Als dann noch weitere Auftritte abgesagt wurden, gab es sogar Gerüchte, die beliebte Altneihauser Feierwehrkapell'n könnte sich auflösen. Das aber dementierte die Gruppe mit Aufritten im Sommer - und zuletzt mit der Zusage für Veitshöchheim: Am Freitag, 10. Februar 2023, wird die Kabarettgruppe wieder dabei sein, ab 19 Uhr live im BR. 

Im Interview spricht Neugirg über die schwere Zeit während Corona, warum die Altneihauser Feierwehrkapell'n jetzt wieder nach Franken kommt - und was er von seinem Antlitz auf dem diesjährigen Faschingsorden hält. So ganz ernst aber möchte der 62-jährige Kabarettist, Musiker und Autor auch diesmal nicht genommen werden. Als Überschrift für das Interview schlägt der Oberpfälzer vor: "Fragen und Antworten, die die Welt nicht braucht"

Sagen Sie doch mal was Nettes über die Franken, Herr Neugirg!

Norbert NeugirgMit einem Quantum Alkohol, fühlt man sich auch in Franken wohl.

Haben Franken und die Oberpfalz nicht doch sehr viele Gemeinsamkeiten?

Neugirg: Mit Gemeinsamkeiten können wir uns in 15 Minuten Sendezeit nicht abgeben.

Haben Sie sich denn die "Fastnacht in Franken" 2022 ohne die Altneihauser überhaupt angesehen?

Neugirg: Ja, ich habe mir Fastnacht in Franken 2022 ohne die Altneihauser angesehen. Bei uns daheim im Wohnzimmer waren nur meine Frau und ich vor dem Fernseher.

Kam Wehmut auf?

Neugirg: Richtig leid getan hat es uns lediglich um das entgangene Fischessen am Mittwochabend vor der Sendung: der eigentliche alljährliche Höhepunkt von Fastnacht in Franken, der aus gutem Grund und gottlob nicht gesendet wird.

War dann die Parodie von Volker Heißmann und Martin Rassau so schlecht, dass Sie 2023 jetzt wieder selbst auf die Bühne kommen?

Neugirg: Als TV-Augenzeuge sage ich, die Parodisten waren besser als das Original. Nasenzeugen vor Ort sagen, am Geruch müssen sie noch arbeiten.

Und was sagen Sie als Ohrenzeuge zum oberfränkischen Dialekt mit fränkischer Zunge?

Neugirg: Der oberpfälzer Dialekt à la Volker Heißmann war absolut abhörsicher - auch für Oberpfälzer.

Wie ist es gelungen, die Feierwehrkapell'n, die ja als Blasmusikgruppe besonders stark unter Corona gelitten hat, über die Pandemie-Zeit zusammenzuhalten?

Neugirg: Die per Ministerialrundschreiben diktierten Abstände und Käseglockenvorschriften für Blasmusiker waren so, dass wir uns gegenseitig nicht einmal mehr auf Hörweite nähern durften. Mir fällt da ein Sprichwort ein: "Wenn die Fahnen wehen, steckt der Verstand in der Trompete". Da hat sich's ausgeblasen.

Einige ihrer Fans haben sich Sorgen gemacht, die Kapell'n könnte sich auflösen. Hat Corona den Altneihausern so stark zugesetzt oder gab es noch andere Gründe für die Zurückhaltung in 2022?

Neugirg: Wenn man nach 22 Uhr mit dem Hund raus darf, aber nicht mehr mit der eigenen Ehefrau, sind selbst krisenerprobte Ehen nicht mehr gegen Auflösung gefeit. Wo solche Hundsdekrete grassieren, kann so ziemlich alles auf den Hund kommen.

Wie erklären Sie sich, dass Sie ausgerechnet in Franken so gut ankommen und viele Fans haben?

Neugirg: Erstens lädt uns außer den Franken niemand mehr ein. Und zweitens sind uns derartige Unterstellungen genauso egal wie der Frau Außenministerin Blocksberg ihre Wähler.

In diesem Jahr haben Sie es sogar auf den Orden der "Fastnacht in Franken"-Sitzung gebracht. Hat Sie das bestärkt, wieder in Veitshöchheim aufzutreten?

Neugirg: Sie meinen diese Blech gewordene Parodie auf einen Fastnachtsorden, auf dem der Großvater von den Simpsons abgebildet ist? So wie's dem das Gesicht verzieht, hat bei dieser Fehlprägung der Frankenwein Pate gestanden. Das hat uns in der Tat bestärkt - und zwar in dem, was wir schon alles über den Frankenwein gesagt haben.

Waren Sie und Ihre Mannen eigentlich selbst mal bei der Feuerwehr?

Neugirg: Ja. Mein Tubaspieler Rupert und ich. Während meiner zehnjährigen Dienstzeit in meinem Heimatdorf Wurz habe ich zu mehreren erfolglosen Brandbekämpfungen zielführend beigetragen.

Gab Ihre aktive Zeit als Feuerwehrmann den Ausschlag zur Gründung der Feierwehrkapell'n?

Neugirg: Unser erster Auftritt am Faschingssamstag 1985 bei einem DJK-Ball entsprang einer spontanen Schnapsidee, die wir wenige Stunden vor Eröffnung des Balls hatten. Unsere Verbindungen in die Feuerwehrszene ermöglichten es uns, innerhalb von zwei bis drei Stunden alte Lederhelme und modrige Feuerwehrjacken aus den Asservatenschränken diverser Spritzenhäuser und von uns privat bekannter Kameraden zusammenzutragen und auszuleihen. Und ein gehöriges Stück Urknall kam natürlich von Karl Valentin, den ich als Jugendlicher gerne nachgespielt habe.

Was kaum einer weiß, Sie haben auch eine ernste Seite. 2003 haben Sie eine vielbeachtete Hymne aus Dank und Respekt für die Feuerwehrleute komponiert. Wird die eigentlich heute noch gespielt?

Neugirg: Joseph Haydns Melodie hat 70 Jahre gebraucht, bis sie zur deutschen Nationalhymne wurde. Unsere Feuerwehrhymne "Gott zur Ehr' – dem Nächsten zur Wehr" entstand 2003, und jetzt sind 20 Jahre auf dem Weg zur Weltfeuerwehrhymne um. Bald ist es soweit!

Haben Sie einen Lieblingsreim?

Neugirg:
Die Krawatte hing vom Hals herunter
und ging in der Soße unter
und so entstand, mehr oder minder,
der sogenannte Soßenbinder.

Ich hätte sogar noch einen, den sollten Sie in Ihrer Zeitung aber besser schwärzen: 

Die CSU regiert in manchem Nest
in Bayern ja schon seit der Pest,
doch seit Söder ist uns klar,
dass die Pest noch besser war!

Gibt es einen Gag, den Sie besonders gelungen fanden? 

Neugirg:
Kein Gas zum Heizen?
Nicht verzagen, entzünde den Elektrowagen, 
dann wird dir auch bei Frost nicht bang,
denn der brennt einen Winter lang.

Gibt es einen Gag, den Sie besser nicht mehr machen?

Neugirg: Den habe ich vergessen.

Verraten Sie uns, was Ihr Thema in diesem Jahr sein wird?

Neugirg: Nein.

Termine und Tipps: "Fastnacht in Franken" wird am Freitag, 10. Februar, ab 19 Uhr live im BR Fernsehen ausgestrahlt.  Wir berichten für Sie live auf mainpost.de! Am Samstag, 11. Februar, ist um 20.15 Uhr die Wiederholung zu sehen. Mehr Reime von Norbert Neugirg gibt es in seinem Buch "Tusch eineinhalbmal", in dem er auch über die Entstehung der Blaskapelle schreibt. Wer die Altneihauser Feierwehrkapell'n in diesem Fasching live sehen möchte: Für die  Prunksitzung in der Mehrzweckhalle von Windischeschenbach am 18. Februar gibt es noch Karten.  

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