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Russland will ukrainisches AKW Saporischschja verstaatlichen
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Gas-Lieferung
11.07.2022

Was ist Nord Stream 1? Verlauf, Bedeutung und Kosten

Gas aus Russland für Europa: Blick auf Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1.
Foto: Stefan Sauer, dpa

Nord Stream 1 verbindet Russland und Deutschland. Doch was hat es mit der Pipeline genau auf sich? Hier erhalten Sie die Infos rund um Verlauf, Kosten und Bedeutung.

Über Nord Stream 1 wird russisches Gas nach Deutschland transportiert. Aber warum ist Nord Stream 1 überhaupt so wichtig? Hier bekommen Sie die wichtigsten Informationen.

Was ist Nord Stream 1?

Endpunkte der aus zwei Strängen bestehenden und durch die Ostsee verlaufenden Pipelines sind Wyborg in Russland und Lubmin bei Greifswald. Sie hat eine Länge von 1224 Kilometern, die Baukosten sollen sich laut Betreiber Nord Stream AG auf etwa 7,4 Milliarden Euro belaufen.

Video: dpa

Die ersten Arbeiten an Nord Stream 1 begannen Ende 2005 in Russland. Der erste Pipelinestrang entstand zwischen April 2010 und Juni 2011, Mitte November desselben Jahres wurde er in Betrieb genommen. Am zweiten und parallel verlaufenden Strang wurde von Mai 2011 bis April 2012 gearbeitet, ehe seit Oktober 2012 Gas hindurch geleitet wird.

Am Bau waren drei Verlegeschiffe beteiligt, zwei davon sind ausgelegt für spezielle Anforderungsprofile. Dies waren die „Castoro Dieci“ von „Saipem“, die speziell für Arbeiten in flachen Gewässern konzipiert ist, mit der „Solitaire“ von „Allseas“ das zur Zeit der Baumaßnahmen größte Verlegeschiff der Welt und die „Castoro Sei“ von „Saipem“, die 70 Prozent der Arbeiten übernahm. Letztere verfügt über ein hochflexibles Positionierungssystem, was sie ideal für den Einsatz an der viel befahrenen Küste von Finnland macht.

Jeder der Stränge setzt sich aus etwa 100.000 Rohren zusammen. Dabei gibt es jeweils drei Pipeline-Abschnitte, in denen die Wandstärken variieren. Denn das Druckniveau des Gases verringert sich im Laufe des Durchflusses von Russland nach Deutschland. Am stärksten sind die Wände deshalb zu Beginn in Portovaya Bay in Russland. Die Verbindungsarbeiten wurden im Juni 2011 respektive im August 2012 abgeschlossen.

Nord Stream 1: Verlauf und Kosten

Die normale Transportkapazität wird für jeden der beiden Stränge mit 27,5 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr angegeben. So soll gesichert werden, dass die Energiemärkte der EU für mindestens 50 Jahre Unternehmen und mehr als 26 Millionen Privathaushalte mit jährlich 55 Milliarden Kubikmetern Gas versorgen können. „Die Pipeline verläuft durch die ausschließlichen Wirtschaftszonen von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland sowie die Territorialgewässer von Dänemark, Russland und Deutschland“, erklärt die Nord Stream AG.

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Das internationale Konsortium fünf großer Energieunternehmen sitzt in Zug in der Schweiz. Mehrheitseigner mit 51 Prozent ist Gazprom international projects LLC, außerdem sind Wintershall Dea AG, PEG Infrastruktur AG (beide aus Deutschland und mit jeweils 15,5 Prozent beteiligt), N.V. Nederlandse Gasunie (Niederlande, neun Prozent) und ENGIE (Frankreich, neun Prozent) involviert.

Die Anteilseigner kamen über Eigenkapitalbeteiligungen, proportional zu ihren Beteiligungen am Konsortium, für 30 Prozent der Kosten auf. Die übrigen 70 Prozent kamen über Kredite von Banken und Exportkreditagenturen zusammen.

Die Nord Stream AG verweist auch auf „das umweltbezogene und sozioökonomische Monitoring-Programm“, mit dem die Auswirkungen der Pipeline auf „16 Faktoren wie Wasser- und Luftqualität, Vögel, Fische und Fischfanggebiete, Flora auf dem Meeresboden und Kulturgüter“ überprüft werden. Dies geschehe regelmäßig an 1000 Punkten entlang Route. Dafür wurden 40 Millionen Euro investiert.

Kritik an Nord Stream 1: Partnerländer werfen Deutschland Spaltung der EU vor

Das Projekt wird von diversen EU-Staaten kritisiert. Vor allem den von der Pipeline umgangenen Polen, Litauen, Lettland und Estland. Unter anderem wird Deutschland die Spaltung des Staatenbundes vorgeworfen. Schweden brachte derweil ökologische und Sicherheitsbedenken vor.

Zudem wird immer wieder auf die Abhängigkeit Deutschlands und Co. von Russland hingewiesen. Nicht erst im Zuge des Kriegs in der Ukraine droht der Gasexporteur mit Drosselung oder Stopp der Lieferung.

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