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31.07.2010

Ablehnung durch Bund Naturschutz

Der Bund Naturschutz kündigt Widerstand gegen die Brücke im Süden Wertingens an. Grafik: Archiv

Wertingen Am Rande einer Fledermausexkursion am Gymnasium Wertingen nutzten zahlreiche Wertinger Bürger die Gelegenheit, die Haltung des Bundes Naturschutz (BN) zum geplanten Bau der Brücke an der Kreuzung der Umgehungsstraße Staatsstraße 2033 und der Laugnastraße zu erfragen.

"Unsinnige Zerstörungen der Natur und Landschaft lehnt der Bund Naturschutz grundsätzlich ab", erklärte der BN-Kreisvorsitzende Dieter Leippert. Offensichtlich sei einigen Verantwortlichen jedes Gefühl für einen nachhaltigen Umgang mit der Landschaft, der Natur und den Steuergeldern verloren gegangen. Ob eine falsche Zuschusspolitik oder eine generelle Sorglosigkeit hierfür ursächlich ist, sei noch zu klären.

Der Kreisvorsitzende verweist darauf, dass die Kommunen und der Freistaat bereits jetzt nicht mehr in der Lage seien, dem Unterhalt der bestehenden Straßen ordnungsgemäß nachzukommen. Überall im Freistaat holpere man über Schlaglöcher, weil das Geld für die erforderliche Sanierung schlichtweg fehle. "Wenn bei Ihnen zu Hause das Dach Ihres Wohnhauses undicht ist und Ihr Konto rote Zahlen aufweist, bauen Sie auch keine neue Garage", stellte Leippert fest.

Der geplante massive Eingriff im Einflussbereich der Zusam sei für den Bund Naturschutz aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes nicht akzeptabel. "Eine fachlich sauber durchgeführte Umweltverträglichkeitsprüfung kann nur zum gleichen Ergebnis kommen", erklärte Leippert. Zudem werde die Hochlage der Staatsstraße das gesamte umliegende Gebiet extrem verlärmen. Dies könne nicht der Sinn einer Umgehungsstraße sein.

Ablehnung durch Bund Naturschutz

Gründungsabsicht

Die Kreisgruppe des BN werde nach den Sommerferien mit seinen Mitgliedern aus Wertingen in einer Versammlung das weitere Vorgehen erörtern. Hierbei verfolge man die Absicht, eine Bürgerinitiative zu gründen. Diese Gruppe werde dann gemeinsam mit dem BN für eine landschafts- und naturverträgliche Verkehrslösung kämpfen. "Die Erfinder dieses unsinnigen Mammut-Prestigeprojektes sollten sich auf einen heißen Herbst einstellen", erklärte Leippert kämpferisch. (pm)

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