Kultur

28.09.2019

Begehbares Denkmal

Die ehemalige Mikwe in Buttenwiesen erstrahlt nach der Sanierung in neuem Glanz und kann am Sonntag besichtigt werden.
Bild: Richard Drexler

Das jüdische Ritualbad in Buttenwiesen öffnet am Sonntag für Besucher

Das jüdische Ritualbad (Mikwe) in Buttenwiesen ist ein herausragendes Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung (Louis-Lamm-Platz 8, ehem. Schulplatz 8). Nur sehr wenige Ritualbäder haben die Zeiten überdauert. Als Bestandteil des deutschlandweit einmaligen jüdischen Ensembles, bestehend aus Synagoge, Friedhof und Mikwe, spiegelt das Gebäude das Leben einer jüdischen Landgemeinde wider.

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Ritualbäder sind in der jüdischen Glaubenspraxis von zentraler Bedeutung. Nur wer rituell rein ist, darf am Gottesdienst und am religiösen Kult teilnehmen. Unrein können gläubige Juden etwa durch die Berührung von Toten, bei Geschlechtskrankheiten, der Geburt eines Kindes oder der Menstruation werden. Das Untertauchen in sog. „lebendigem Wasser“ stellt die rituelle Reinheit wieder her.

Nach jahrelangen Vorarbeiten hat die Gemeinde Buttenwiesen vor kurzem die Sanierung des Gebäudes abgeschlossen. Es kann in Zukunft als begehbares Denkmal besichtigt werden. Die Besichtigung des Außenbereichs (mit Infotafeln über das jüdische Ensemble) ist jederzeit möglich. Über ein Fenster kann ein Blick in den Tauchbeckenraum geworfen werden. Die Ausstellung in den Innenräumen des begehbaren Denkmals hat am Sonntag, 29. September, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. (pm)

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