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Buttenwiesen
21.07.2021

Trinkwasser in der Gemeinde Buttenwiesen ist verkeimt

Bewohner von Buttenwiesen und fast allen Ortsteilen müssen nun das Wasser abkochen.
Foto: Marcus Merk

In den betroffenen Haushalten muss nun abgekocht werden. Die nächsten Schritte sind schon geplant.

Die Nachricht, dass das Trinkwasser im Versorgungsbereich Buttenwiesen-Pfaffenhofen mit coliformen Keimen verunreinigt ist und abgekocht werden muss, schreckte gestern Nachmittag die betroffenen Bürgerinnen und Bürger auf. Bei einer routinemäßigen Kontrolle des Trinkwassers am Dienstag war an einzelnen Versorgungsstellen des Trinkwassernetzes eine erhöhte Keimbelastung festgestellt worden. Das teilte Sebastian Kempter von der Gemeindeverwaltung mit. „Ab sofort wird dringend empfohlen, Wasser zum Trinken und für die Zubereitung von Lebensmitteln nur in abgekochtem Zustand zu verwenden“, so die Erklärung aus dem Rathaus. Das betreffe alle Gemeindeteile mit Ausnahme von Lauterbach und Illemad.

Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger müssen voraussichtlich eineinhalb bis zwei Wochen lang abkochen

Uta-Maria Kastner vom Gesundheitsamt Dillingen erklärte, dass man das Wasser sprudelnd aufkochen und dann circa zehn Minuten abkühlen lassen solle, um die Keime abzutöten.

Kastner rechnet damit, dass die betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Versorgungsbereich Buttenwiesen-Pfaffenhofen voraussichtlich eineinhalb bis zwei Wochen lang abkochen müssen. „Dann schauen wir weiter“, so die Expertin aus dem Gesundheitsamt.

Coliforme Keime können in der Summe Durchfall hervorrufen, erklärt Kastner. Allerdings komme es immer auf die Konzentration an. In Buttenwiesen handle es sich vorerst um eine Vorsichtsmaßnahme.

Die genaue Ursache der Verunreinigung des Trinkwassers ist noch unbekannt

Die Ursache der Verunreinigung ist derzeit unbekannt. Laut Kempter liefern die drei Brunnen sauberes Wasser. Auch die Werte in weiten Teilen des Leitungsnetzes seien noch nicht im kritischen Bereich. In den nächsten Tagen soll aber das gesamte Netz flächendeckend beprobt werden, um zu sehen, wie die Keimbelastung aussieht und ob man den problematischen Bereich eingrenzen kann.

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Kempter vermutet, dass die Verunreinigung mit dem Hochbehälter in Oberthürheim und mit den starken Niederschlägen in den vergangenen Tagen zusammenhängen könnte. Deshalb seien erste Maßnahmen in diese Richtung unternommen worden. Allerdings betont er, dass es sich hierbei nur um einen Verdacht handelt, der noch nicht bestätigt wurde. (mit pm)

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