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Landkreis

20.06.2017

Das Haus der Wirtschaft kommt nach Dillingen

Er freut sich über den Coup: IHK-Vizepräsident Walter Berchtenbreiter.
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Er freut sich über den Coup: IHK-Vizepräsident Walter Berchtenbreiter.
Bild: Pawlu

Die Industrie- und Handelskammer macht den Weg frei für die Ansiedelung des Bildungszentrums. Wie die Abstimmung ausfiel.

Nichts sprach dafür, dass die schwäbische Industrie- und Handelskammer (IHK) bei ihrer Suche nach einem Standort für das Haus der Wirtschaft im Landkreis im letzten Moment von Dillingen abrücken könnte. Dennoch haben Regionalvorsitzender Peter Lachenmeir und IHK-Vizepräsident Walter Berchtenbreiter am Dienstagnachmittag vor dem Beginn der Vollversammlung einigen Unternehmern noch einmal die Gründe für die Errichtung eines regionalen Bildungszentrums in Dillingen genannt. „Auf hoher See, vor Gericht und bei einer Vollversammlung ist man nie hundertprozentig sicher“, sagte der frühere Grünbeck-Geschäftsführer Lachenmeir. Und so wollten er und Berchtenbreiter nach einem dreijährigen Vorlauf auch auf den letzten Metern alles dafür tun, dass die Entscheidung der Wirtschaftsvertreter am Ende für Dillingen ausfällt. So kam es denn auch: Etwa 70 Mitglieder der Vollversammlung stimmten am Dienstagnachmittag einstimmig dafür, dass das Haus der Wirtschaft Nordschwaben in Dillingen errichtet wird.

Walter Berchtenbreiter war von dieser einmütigen Entscheidung überwältigt. „Das berührt mich sehr“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Dillinger Reitzner AG. Dass die Wirtschaft in Nordschwaben hier an einem Strang gezogen und sich auf einen Standort im Kreis Dillingen verständigt habe, sei „eine einmalige Geschichte“, betonte Berchtenbreiter. Die IHK-Regionalversammlung Donau-Ries um den Regionalvorsitzenden Franz Leinfelder und IHK-Vizepräsident Wolfgang Winter habe die Sache voll unterstützt. Dass das Bildungszentrum nach Dillingen kommt, sei ja keine Selbstverständlichkeit gewesen. Im Gegenzug werde die Wirtschaft im Kreis Dillingen für das Technologie Centrum Westbayern (TCW) in Nördlingen werben. Dort wird der Hochschulstudiengang Systems Engeneering etabliert.

IHK-Präsident Andreas Kopton sagte: „Aus der Weiterbildungsinitiative Nordschwaben ist mittlerweile ein stolzes Haus der Wirtschaft geworden.“ Die neue Einrichtung werde die regionale Wirtschaft in den Bereichen Fachkräftesicherung und Wirtschaftsförderung stärken. Die IHK hatte sich Ende des Vorjahres auf den Standort im Landkreis Dillingen und vorzugsweise in der Kreisstadt verständigt. Mehrere Kommunen warfen daraufhin ihren Hut in den Ring. In einem Kriterienkatalog seien die Anforderungen der Industrie- und Handelskammer und der IHK-Akademie aufgelistet worden. „Im Ergebnis war eindeutig der Standort auf dem Bahnhofsareal in Dillingen am besten geeignet“, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende der IHK-Akademie, Christian Dierig, mit. Ein zentrales Kriterium sei beispielsweise die räumliche Nähe zum Nachbarlandkreis Günzburg in Westschwaben gewesen. Denn so könnten die dort ansässigen Firmen ebenfalls von dem regionalen Bildungszentrum der IHK-Akademie profitieren.

Beim Dillinger Bahnhof soll ein dreigeschossiger Neubau entstehen – neben dem von der Stadt geplanten Parkhaus. 2019 soll das Haus der Wirtschaft eröffnen, erläuterte IHK-Regionalgeschäftsführerin Bettina Kräußlich. Neben dem Bildungszentrum und der IHK-Regionalgeschäftsstelle für die Region Dillingen verstehe sich das Haus auch als Netzwerk- und Veranstaltungscenter für die regionale Wirtschaft. Der Schwerpunkt liege auf kleinen und mittleren Unternehmen Die Themen Fachkräftesicherung, Gründung und Digitalisierung sollen dort eine Rolle spielen.

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