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Gemeinderat

16.11.2017

Das Thema Altlasten ist abgehakt

Was unter dem Sportgelände in Zusamaltheim liegt, ist nicht gefährlich. Dennoch ist Vorsicht bei neuer Nutzung geboten

Viele Jahre lang drehte sich das Gespräch im Gemeinderat Zusamaltheim immer wieder mal um die mutmaßlichen Altlasten unter dem Sportplatzgelände und auch dem Schulgarten, wo der Obst- und Gartenbauverein sein Reich hat. Verschiedene historische und tatsächliche Untersuchungen wurden vor allem in den Jahren 2010/2011 unternommen. Jetzt werden die betroffenen Flächen aus dem Altlastenverdacht entlassen.

Bürgermeister Wolfgang Grob erinnerte an die Stationen der Untersuchung. Ursprünglich sei das Areal eine Sand- und Kiesgrube gewesen, später dann Deponie für Bodenaushub, Abraum aus dem Straßenbau wurde hier abgekippt und auch Bauschutt. In der Bevölkerung halten sich zudem hartnäckig Gerüchte, es würde ein Fahrzeug dort liegen. Im Januar 2010 wurde die historische Erkundung gestartet, im Dezember desselben Jahres die orientierende Untersuchung. Der Altlastenverdacht konnte durch die Untersuchungen ausgeräumt werden. Eine Gesundheitsgefahr in der Kette Boden – Luft – Mensch kann ausgeschlossen werden. Darüber hinaus gibt es auch im Kreislauf Boden-Nutzpflanze keine Gefährdung, was besonders im Schulgarten wichtig ist, wo der Obst- und Gartenbauverein Pflanzen kultiviert.

Was bedeutet dies nun konkret für die Nutzer der betroffenen Flächen. „Solange alles so bleibt, wie es ist, ändert sich nichts“, sagte der Bürgermeister in der jüngsten Sitzung am Montagabend. Sollte aber in naher oder ferner Zukunft jemand auf die Idee kommen, beispielsweise aus dem Sportgelände ein Wohngebiet zu machen, rufe das die Behörden wieder auf den Plan. „Es bedeutet nämlich nicht, dass die betroffenen Grundstücke schadstofffrei sind“. Nur lasse die Nutzung derzeit keine Gefährdung erkennen. Alle Gemeinderatsmitglieder stimmten für den Beschlussvorschlag, der vorsieht, dass die jetzigen Nutzer den Sachverhalt mitgeteilt bekommen. Die Verwaltung müsse überwachen, dass dies auch bei künftigen Planungen berücksichtigt wird.

Die auch für die Gemeinderäte vielleicht wichtigste Frage: Wann kann man wieder durch Zusamaltheim fahren? Wolfgang Grob skizzierte die derzeitigen Arbeiten und stellte in Aussicht, dass – sofern das Wetter mitspielt – zeitnah asphaltiert werden kann. Fünf Grad Minimum brauche man, um die Tragschicht aufzubringen. Anschließend sei noch lange nicht Schluss: So lange die Temperaturen die Außenarbeiten zulassen, werde weitergemacht. Um die Beleuchtung sorgten sich einige Gemeinderäte. Der Bürgermeister erläuterte, dass an einigen Masten eine Art Notbeleuchtung installiert werde, um dem Kreisverkehr auszuleuchten. Johann Popp sprach die Laterne vor der Kirche an, die wohl ausgefallen ist. „Die ist gemeldet, ich gehe davon aus, dass die jetzt dann repariert wird“, sagte Grob.

Wie soll das mit dem Verkehr aber über die Winterpause weitergehen? Eine Öffnung ist angedacht, für die Anlieger und auch den „einfachen“ Durchgangsverkehr. Doch den Schwerlastverkehr möchte man weiterhin gerne weiter draußen halten, bis alles weitgehend fertig ist. So werden die Umfahrungsschilder wohl vorerst stehen bleiben. Auch über die Arbeit des Arbeitskreises, der sich unter anderem mit der Gestaltung des Dorfplatzes beschäftigt, informierte Grob. Bei einer Sitzung mit der Führungsriege der Feuerwehr Zusamaltheim hatten die Verantwortlichen deutlich gemacht, dass für sie nur ein Maibaum am Feuerwehrhaus infrage kommt. „Das Fest gehört zum Baum“, war das Credo. Ausführlich hatten Konrad Wörle und Klaus Schuster dargestellt, dass das letzte Fest mit dem Baum oben am Gemeindezentrum für alle Beteiligten optimal gewesen wäre. Logistisch sei es anders kaum mehr zu bewerkstelligen.

Der Arbeitskreis und die Gemeindeleitung hatten bislang nur Einwendungen wegen des Standorts, weil unter den Parkplätzen die Versorgungsleitungen Nahwärme samt Gasleitung verlaufen. Mit der Bestätigung des Versorgers Stegmiller aus Villenbach, dass die Gasleitung deutlich tiefer im Erdboden liegt, ist ein erster Schritt getan. Derzeit prüft man die Verlegung der anderen Leitungen. Diese könnten im Fundament mit verbaut werden, ohne dass es Probleme mit der Statik gibt. Das erklärte die Firma, die man damit betrauen möchte.

Beim Thema Dorfplatzgestaltung erklärte Grob, dass die AK-Mitglieder mit den von der Planerin vorgeschlagenen erhöhten Grünlinsen nichts anfangen können. Beim Dorfbrunnen ist man ein gutes Stück weiter gekommen: Quellsteine können sich jetzt alle vorstellen, nachdem man festgelegt hat, Steine aus unserer Region zu verarbeiten. Josef Schmalz fragte, ob die Förderquote schon bekannt sei, was Grob verneinte. Im Moment arbeite man an der Maßnahmenliste und der Kostenschätzung. Damit werde dann - auch im Hinblick auf die Steuerkraft der Gemeinde der Fördersatz festgelegt. Nicht gefördert wird laut Grob die Verkehrsberuhigung durch Querungen an den Ortseingängen. Unabhängig davon möchte man sich darüber aber mit dem Landkreis unterhalten, ob zumindest die Ost-West-Eingänge so entschärft werden können.

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