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Wertingen

08.03.2019

Drohnenbilder sollen den Wertinger Hochwasserschutz voranbringen

Solch einen Anblick wie hier im März 1994 wünscht sich kein Wertinger mehr. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen soll der Hochwasserschutz in der Zusamstadt verbessert werden. Für die Planungen sollen dafür nun hochauflösende Luftaufnahmen mit Dronen erstellt werden.
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Solch einen Anblick wie hier im März 1994 wünscht sich kein Wertinger mehr. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen soll der Hochwasserschutz in der Zusamstadt verbessert werden. Für die Planungen sollen dafür nun hochauflösende Luftaufnahmen mit Dronen erstellt werden.
Bild: Jürgen Fiedler

Plus Die Aufnahmen sollen nicht nur für die Planungen selbst herangezogen werden. Das Wasserwirtschaftsamt plant umfassende Informationen für die Bevölkerung.

Die Zusamstadt überall für ein hundertjähriges Hochwasser, ein „HQ 100“ zu schützen, ist ein Mammutprojekt. Die optimistischeren Prognosen gehen von einem Baubeginn der zahlreichen Maßnahmen um 2021 herum aus, es könnte allerdings noch länger dauern.

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Ein großes Fragezeichen ist, ob die direkt von den Baumaßnahmen betroffenen Bürger gegen die Pläne des Donauwörther Wasserwirtschaftsamtes (WWA), welches die Planungshoheit des Projektes innehat, klagen werden. Diese juristischen Verfahren könnten sich aufgrund ihrer wahrscheinlich hohen Komplexität lange hinziehen und die Maßnahmen lange hinauszögern.

Eine offene Diskussion über den Hochwasserschutz in Wertingen

Um dem entgegenzuwirken, will das Wasserwirtschaftsamt von Anfang an eine transparente und offene Diskussionskultur mit den Wertinger Bürgern etablieren. Denn es geht um eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Damit die Verantwortlichen genauso wie die Bürger stets im Bilde sind, welche geografischen Stellen von den Maßnahmen betroffen sind und über was genau gesprochen wird, braucht es hochauflösende Bilder. Diese sollen nun von Aufnahmen mit Drohnen geliefert werden. Dazu finden im Zeitraum zwischen dem 11. und dem 22. März Überflüge einer solchen Drohne über die Flussläufe der Zusam und der Laugna statt.Maximilian Hartmann vom WWA erklärt die Maßnahme: „Wir wollen Bildmaterial vom derzeitigen Zustand sammeln.“ Das werde einerseits kommende Diskussionen mit Anwohnern, dem Stadtrat und interessierten Bürgern sachlich erleichtern. Weiterhin werde das Bildmaterial für die weitere Planung der Experten des Wasserwirtschaftsamtes nützlich sein.

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Bereits im Herbst 2016 einigten sich die Wertinger Stadträte darauf, ein groß angelegtes Hochwasserschutzprojekt für die Zusamstadt auf den Weg zu bringen. Mehrere Varianten wurden im Stadtrat diskutiert, bis schließlich die Variante „1D“ als beste ausgemacht und beschlossen wurde. Zuvor waren die Pläne öffentlich monatelang im Rathaus ausgelegen. Nun laufen die Planungen, was genau in Wertingen zum Schutz vor den Wassermassen getan werden muss. Im Fall eines hundertjährigen Hochwassers gibt es nach Einschätzung von Experten mehrere Bereiche im Stadtgebiet, in denen es zu massiven Überschwemmungen kommen könnte. Nicht nur die bebauten Flächen neben Laugna und Zusam, sondern auch große Teile der Innenstadt würden überflutet werden, heißt es in früheren Einschätzungen von Stadt und Wasserwirtschaftsamt. Nach derzeitigem Planungsstand – der vor der Verwirklichung noch vom Freistaat Bayern und dem Wertinger Stadtrat abgesegnet werden muss – sollen entlang der Zusam Deiche errichtet werden. Wo das aus Platzgründen nicht möglich ist, sollen Mauern hochgezogen werden. Außerdem soll der Lauf der Zusam verbreitert werden, außerdem wird die Einmündung der Laugna wohl ein Stück verlegt. Neben diesen Eckpunkten sind noch weitere Maßnahmen geplant.

Drei Millionen Euro für den Schutz vor Hochwasser in Wertingen

Das alles wird wohl über drei Millionen Euro kosten, wobei der Freistaat voraussichtlich knapp zwei Drittel der Kosten übernehmen wird. Trotzdem wird auch die Zusamstadt rund eine Million Euro für den Schutz gegen Überschwemmungen ausgeben müssen.

Der Flug wird durch einen Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth mit einer kleinen handelsüblichen Drohne zur Erstellung von Luftbildern ausgeführt. Nach Möglichkeit erfolge der Flug über Wasserflächen oder landwirtschaftlichen Flächen. Durch die geplanten innerörtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen könne eine Überfliegung von bebauten Flächen nicht in Gänze vermieden werden, sagen die Verantwortlichen der Behörde.

Lesen Sie mehr über das Thema: Mehr Wasser versickern lassen sowie Stadt Wertingen will Hochwasser in den Griff bekommen

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