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VHS-Radltour

16.08.2017

Ein alter Wallfahrtsort fasziniert die Zusamtaler

Emersackers Kirchenpfleger Siegfried Karner erläuterte den Radfahrern der VHS Zusamtal die Geschichte und Ausstattung der Martinskirche in Emersacker.
Bild: Konrad Friedrich

Ziel war die Kirche Sankt Martin in Emersacker, in der „Maria zum Blute“ verehrt wird

Das ehemalige Fuggerschloss Emersacker, das jetzt im Besitz der Gemeinde Emersacker ist und die Sankt Martinskirche mit dem Wallfahrtsbild „Maria zum Blute“ war am vergangenen Sonntag Ziel der VHS-Zusamtal-Radltour nach Emersacker.

Fast 50 Radler schlossen sich den Initiatoren und Altstadträten Alfred Sigg und Wolfram Stadler an. Zügig ging es auf dem Radweg über Laugna nach Emersacker, wo die 1717 erbaute Pfarrkirche St. Martin das erste Ziel war.

Der Emersackerer Kirchenpfleger Siegfried Karner empfing die Gruppe und führte in die Geschichte der Gemeinde ein. So erzählte er, dass im Jahre 1960 unter dem damaligen Pfarrherrn Anton Glas der barocke Innenzustand in eine sehr nüchterne Ausgestaltung bekam. Erst unter Pfarrer Roman Chromik wurde nach und nach die Kirche wieder etwas barockisiert. Heuer wird im September das 300-jährige Kirchenjubiläum in Emersacker begangen. Dabei werden auch die neuen Glocken geweiht.

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Dass Emersacker ein alter fast 300 Jahre alter Wallfahrtsort ist, erklärte Siegfried Karner den Teilnehmern. Er erzählte, wie die Wallfahrt entstand und dass sie, nachdem es immer ruhiger wurde, vom Kameraden- und Soldatenverein Emersacker 1994 wieder ins Leben gerufen wurde. Seitdem wallfahren die Krieger-, Kameraden- und Soldatenvereine immer am ersten Septembersonntag zu „Maria zum Blute“ nach Emersacker und beten für den Frieden.

Neben der Kirchenbesichtigung wurden auch das ehemalige Fuggerschloss und Brauerei mit dem Eiskeller besichtigt. Die interessierten Gäste waren vom acht Meter hohen Eiskeller, wo früher das Eis vom naheliegenden Eisweiher gelagert wurde und das Bier gekühlt wurde, beeindruckt. Im Schlossgut befand sich auch eine Brauerei, die 1966 geschlossen wurde. 1858 wurde die Brauerei Emersacker gegründet und wechselte in der gut 100-jährigen Geschichte mehrmals die Besitzer und Namen.

Das heute herrschaftliche Schloss Emersacker, das den Fuggern bis zum Verkauf 1990 an die Gemeinde gehörte, war ein kluger Schachzug. Für 300000 D-Mark war dies ein Schnäppchen für die Gemeinde. Der Zustand war damals erbärmlich, aber im Laufe der Jahre wurde daraus ein Schmuckstück. Nun befindet sich das Rathaus, Feuerwehr, Arzt, Physiotherapie und die Volkshochschule im einstigen Fuggerschloss. Das ehemalige Bräustüberl, jetzt eine Pilskneipe, blieb erhalten. Zum Schluss bedankte sich Alfred Sigg mit einem Kasten Wertinger Bier aus der einzigen kleinen Familienbrauerei im Landkreis, für die äußerst fachkundige und kompetente Führung durch Siegfried Karner. (fk)

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