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Kooperation

26.10.2015

Europäische Lehrer und Schüler vernetzen sich

Vorbereitende Gespräche für eine Zusammenarbeit ihrer Schulen führten in Wertingen (von links) István Obraz (Ungarn), Elbert Veel (Niederlande), Kristina Filthuth (Wertingen), Melissa Schneider (Wertingen), Inge Einsiedler (Wertingen), Eulalia Marti (Spanien), Mariangela Papagni (Italien), Werner Müller (Wertingen), Ildikó Patkó (Ungarn), Michealangelo Filannini (Italien).
Bild: Heppner

Partnerschaften innerhalb 27 EU-Ländern. Gymnasium Wertingen wurde für Projekt erneut ausgewählt

Mag es im hochpolitischen Geflecht der Europäischen Union oft zu gewaltigen Reibereien kommen, ein paar Ebenen tiefer, bei den Bürgern scheint der europäische Gedanke fester verankert. Auch und besonders unter den Schulen in den 27 Mitgliedsstaaten gibt es seit Jahren fest etablierte Partnerschaften. Eine besondere Förderung erfahren solche Kooperationen seit 1997 im Comenius- beziehungsweise Erasmus-Programm. Hier vernetzen sich bis zu vier Bildungseinrichtungen über einen Zeitraum von zwei Jahren und arbeiten an einem gemeinsamen Projekt. Zum zweiten Mal ist es dem Gymnasium Wertingen gelungen, für dieses Programm ausgewählt zu werden.

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Unter der organisatorischen Leitung der Wertinger Lehrer Werner Müller und Inge Einsiedler trafen sich vier Tage lang Kolleginnen und Kollegen aus Andria (Italien), Celldömök (Ungarn) und Alkmaar (Niederlande) mit den deutschen Lehrkräften zu vorbereitenden Gesprächen. Bis zum Sommer 2017 werden nun Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren an den vier Schulen unter dem Titel „Spirit of Europe“ (Arbeitssprache ist Englisch) erkunden, was es mit dem europäischen Gedanken auf sich hat: Wie kam es zur Gründung der EU? Was bewegte die einzelnen Länder zum Beitritt? Was bedeutet die gemeinsame Währung für den Bürger? Wo liegen die aktuellen Probleme?

Neben der Arbeit im jeweiligen Heimatland sind auch Arbeitstreffen bei den Kooperationspartnern vorgesehen. Jeweils acht Schüler dürfen dann zusammen mit betreuenden Lehrkräften reisen und bei den Familien ihrer Partner wohnen. Das Projekt wird aus Mitteln der EU finanziell gefördert. Dass aus solchen begrenzten Kooperationen längerfristige Partnerschaften entstehen können, wurde schon während des Treffens deutlich.

Europäische Lehrer und Schüler vernetzen sich

Zeitgleich mit den Lehrkräften hielt sich fünf Tage eine Schülergruppe aus Andria in Wertingen auf. Sie erwiderte damit den Besuch einer deutschen Gruppe in Italien im Frühjahr. Eine erneute Austauschrunde ist unabhängig vom Comenius-Projekt für das kommende Jahr bereits fest vereinbart.

Ein bilaterales Projekt plant das Gymnasium mit seiner Partnerschule in Badalona (Spanien). Hier soll es um Ursachen und Auswirkungen von Migration in und nach Europa gehen. (pm)

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