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Kommunalwahl

11.02.2020

Grüne üben Kritik an der CSU, stimmen ihr in einem Punkt aber zu

Beim Thema Krankenhaus stoßen beide Parteien ins selbe Horn. Ein „Besuch“ missfällt den Grünen

Der Wertinger Ortsverband der Grünen übt Kritik am Besuch der CSU-Stadträte Hans Moraw und Franz Bürger bei der Nominierungsveranstaltung der „Bürgerinitiative für Wertingen“ (BIW) und Republikaner (REP). Transparenz, wie sie die Wertinger CSU bei Fragen zum geplanten Medizincampus an der Kreisklinik Wertingen fordert, sei in dieser Sache in den CSU-Reihen ebenfalls notwendig.

Dennoch stimmen die Wertinger Grünen der Forderung der CSU zu, die Fragen des Medizincampus offen zu klären. Die Grünen weisen jedoch darauf hin, dass die Wertinger CSU mit Dr. Johann Popp ein Mitglied im Aufsichtsrat der Kliniken hat.

Eine Aufwertung der Wertinger Klinik mit einem Medizincampus unterstützen die Grünen zur Stärkung des für Wertingen existenziell wichtigen Klinik-Standortes in jedem Fall, betont das Team der Ortsvorsitzenden mit Hertha Stauch und Stadtrat Peter Hurler.

Grüne üben Kritik an der CSU, stimmen ihr in einem Punkt aber zu

Hurler verteidigte außerdem die Maßnahmen der Behörden im Donauried gegen die Kritik von Naturschützern (wir berichteten). Nach deren Auffassung sei dort Wiesenbrüterschutz auf Kosten anderer Tierarten betätigt worden. „Der Biber mag geschützt sein, doch gefährdet ist er in unseren Breiten schon lange nicht mehr“, sagt Hurler. „Im Gegensatz zu den Wiesenbrütern, wie etwa großer Brachvogel, Kiebitz und Bekassine. Der große Brachvogel steht sogar kurz vor dem Verschwinden. Somit ist die Kritik von Herrn Schrallhammer für mich nicht nachvollziehbar.“

Es sollte doch aber auch klar sein, dass der Lebensraum der Wiesenbrüter erst durch die frühere, kleinteilige Landwirtschaft geschaffen wurde, somit könne man in diesem Fall die Natur nicht vollkommen „von der Leine“ lassen. Die Flächen würden sonst durch Faulbaum und Weiden verbuschen, glaubt Hurler. Er gibt aber Schrallhammer recht in dem Punkt, dass es mehr zusammenhängende Flächen für den Naturschutz brauche.

Hurler fordert, dass Niedermoore wiedervernässt werden, damit mehr Nischen für möglichst viele Arten vorhanden sind, sowie möglichst viel CO2 im Moor gebunden bleibt. (pm)

Der Ortsverband der Grünen mit seinen Stadtratskandidaten stellt sich der Diskussion mit den Bürgern im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit der Landesvorsitzenden der Grünen, Eva Lettenbauer am Montag, 24. Februar, 19 Uhr, in Wertingen, Hauptstraße 9, im Besprechungsraum neben dem Weltladen. An diesem Abend informiert Lettenbauer über grüne Landespolitik, und die Stadtratskandidaten Dr. Marina Müller, Jonas Ziegler, Jörg Schießler, Peter Hurler und Hertha Stauch stellen sich vor.

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