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Wirtschaft

21.10.2017

Gumpp und Maier brauchen mehr Platz

Die Bauarbeiten bei der Firma Gumpp & Maier laufen. Wer von Wertingen her nach Binswangen fährt, sieht sie gleich als erstes. Mit den derzeitigen Räumlichkeiten sei man an der „absoluten kapazitätsgrenze“, wie es von Seiten der Firma heißt. 

An der Ortseinfahrt nach Binswangen ist die Baustelle schon von Weitem zu sehen. Es wird nicht die einzige im Umfeld der Holzbaufirma bleiben

Wer von Wertingen her die erste Abzweigung nach Binswangen nimmt, sieht als erstes die helle Kiesfläche, auf der die Baufahrzeuge fahren. Die Holzbaufirma Gumpp & Maier wird sich vergrößern, gleich drei Bauabschnitte stehen an. Geschäftsführer Alexander Gumpp erläutert: „Um unseren Umsatz steigern zu können, brauchen wir mehr Platz.“ 23 mal 53 Meter groß wird die neue Halle entlang der Umgehungsstraße sein, rund 1000 Quadratmeter Hallen- und 1500 Quadratmeter überdachte Fläche entstehen. „Wir müssen zunehmend alles unter Dach lagern.“ Zuschnitt, Lager- und Logistikprozesse laufen künftig dort ab. Damit schaffen die Holzbauexperten in der Fertigungshalle Platz für die neue Produktionslinie für Wandelemente, auch die bestehenden Linien werden optimiert.

Die Tiefbau- und Fundamentarbeiten sowie die Asphaltierung soll noch 2017 erfolgen, im ersten Halbjahr 2018 entstehen die Gebäude. „Wir können alles selbst machen, aber die anderen Aufträge müssen laufen“, stellt Gumpp klar. Im zweiten Halbjahr 2018 werden die Prozesse umorganisiert, damit im ersten Quartal 2019 die neue Fertigungslinie in Betrieb gehen kann. Fassaden und mehrgeschossiges Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen ist das Thema der Holzbaufirma mit 90 Mitarbeitern, die von den Geschäftsführern Alexander Gumpp und Josef Maier geleitet wird. Im Baubereich bieten sie Lösungsansätze zum Klimaschutz. Vorwiegend sind sie in Ballungsräumen wie München und Frankfurt tätig. Projekte, die sie ausführen, begleiten die Binswanger bereits in der Planungsphase. Dazu gehört, maximal vorgefertigte Wandelemente für Gebäude zu bauen, die damit keine Heizung mehr brauchen.

Alexander Gumpp weiß: „In der Fachöffentlichkeit sind wir bekannt, weil wir zu den technisch führenden Firmen gehören. Deshalb sind wir an der absoluten Kapazitätsgrenze.“ Die vergangenen Jahre ist die Firma entsprechend der Planungen gewachsen, und so wollen Gumpp & Maier das auch weiterhin halten. Allerdings moderat, denn der größte Knackpunkt ist laut Gumpp die Schwierigkeit, Fachkräfte zu bekommen. Durch die Investitionen in Höhe von zwei Millionen Euro netto soll der Umsatz von derzeit 16 Millionen Euro um 50 Prozent gesteigert werden, die Mitarbeiterzahl um 30 Prozent. Die können nur vernünftig bezahlt werden, wenn die Fertigung optimal läuft.

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Wert legen die Verantwortlichen darauf, dass ihre Gewerbebauten zusätzlich zur Qualität eine gewisse Baukultur haben. So bekommt die Logistikhalle eine geschlossene geschwungene Holzfassade zur Umgehungsstraße hin, die anderen Seiten durchsichtige Polycarbonatfassaden. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert. „Wir sind jetzt schon nahezu autark und werden den Strom für die eigene Produktion nutzen.“

Ein Anbau wird die bestehende Produktionshalle ergänzen, hier sollen eine Bereitstellungsfläche für Fensteranlieferungen, ein Sozialraum und Büroflächen entstehen. Entlang der Straße Am Ried ist ein dreiarmiges Kragarmregal geplant. Ein kleineres dieser Art steht bereits im Hof. Daran angrenzend entsteht ein Wertstoffzentrum, um Baustellenabfälle in die einzelnen Müllfraktionen sortieren und trennen zu können. Auch diese Gebäude erhalten schöne Holz- beziehungsweise Polycarbonatfassaden.

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