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Historienfilm

24.03.2011

Heute „Bergblut“-Premiere im Wertinger Kino

In einer Seitengasse in Augsburg geschieht ein Unglück. Wolfgang Menardi als Franz Egger und Inga Birkenfeld als Katharina Heimstedt. Der Film „Bergblut“ hat heute Premiere in Wertingen.
Bild: Foto: FR Entertainment, Barbara Bauriedl

Ein teilweise in Augsburg und Friedberg gedrehtes Drama um den Andreas-Hofer-Aufstand gegen Napoleon ist am Donnerstag in Wertingen zu sehen.

Eine poetisch erzählte Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Aufstandes, den der charismatische Südtiroler Gastwirt Andreas Hofer im Jahr 1809 gegen den übermächtigen Napoleon anführte, ist Thema des neuen Kinoepos „Bergblut.“ Der Streifen hat am heutigen Donnerstag Premiere im Wertinger Kino. Beginn ist um 20.15 Uhr.

Blick in die Napoleonische Zeit

Der Film, der bei den Münchner Filmfestspielen 2010 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, beginnt im Augsburg des Jahres 1809. Hier lernen sich die schöne Arzttochter Katharina Heimstedt (Inga Birkenfeld) und der einfache Tiroler Tischlerlehrling Franz Egger (Wolfgang Menardi) kennen und lieben. „Ich spürte, dass etwas im Kommen war. Dann sah ich ihn das erste Mal: ein Wanderer aus dem Gebirge, den der Wind nach Augsburg in die Lehre geführt hatte...“

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In seiner Sprache spielt „Bergblut“ an solchen Stellen mit bezaubernder Poesie. Als Franz in einer Verkettung unglücklicher Umstände mit einer handgeschnitzten Heiligenfigur einen französischen Sergeanten totschlägt, muss das jungverheiratete Paar in die raue Bergwelt Tirols fliehen. Hier prallen zwischen der gebildeten Arzttochter und der urtümlichen Bergbauernfamilie von Franz nicht nur kulturelle Welten aufeinander, sondern geraten sie auch mit voller Wucht in den beginnenden Aufstand unter Andreas Hofer hinein.

Als Franz in den Krieg ziehen will, greift Katharina aus Liebe und Verzweiflung zum Äußersten, um ihn am Fortziehen zu hindern. Philipp J. Pamer, der Drehbuchautor und Regisseur hat das, was Napoleon das „Heilige Feuer“ genannt hätte - eines Ausspruches mit dem er außergewöhnliche Menschen bezeichnete. Der gebürtige Südtiroler, der übrigens mit Andreas Hofer verwandt ist, inszeniert das Thema mit beispielloser Leidenschaft und Liebe fürs Detail. Gedreht wurde unter schwierigsten Bedingungen und gewaltigem logistischem Aufwand an Originalschauplätzen wie der über 1300 Meter hoch gelegenen Pfandleralm, wo Andreas Hofer 1810 verhaftet wurde. „Es war der schlimmste Winter seit Jahrzehnten,“ so Pamer.

Französische Soldaten stapfen unter Fackelschein durch hüfthohen Schnee, während sie sich in einem gespenstischen Licht auf die Hütte zubewegen, in der sich Andreas Hofer versteckt hält.

Allein in dieser Szene des Filmes ist einmal mehr so, als hätte der Regisseur auf magische Weise die Ereignisse vor 200 Jahren in die Gegenwart geholt, denn bei der echten Verhaftung Hofers berichtete ein daran beteiligter Korporal: „Die Soldaten mussten halb Mann tief im Schnee hinaufklimmen und mit eingeschlagenen Händen sich hinaufarbeiten.“

Originaler Rosenkranz

Verwendet wurde hierbei auch der Rosenkranz, den der echte Andreas Hofer bei seiner Verhaftung bei sich trug. Der tief religiöse Sandwirt wurde dann auf persönlichen Befehl Napoleons am 20. Februar 1810 in der Festung Mantua erschossen. Er gilt bis zum heutigen Tag als der Nationalheld Tirols.

„Bergblut“ hat am Donnerstag im Filmtheater Wertingen als eines von 23 ausgesuchten bayerischen Kinos Premiere.

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