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Bliensbach

09.10.2015

Hilfe nicht über das Wort, sondern über das Tun

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2 Bilder
800000 Euro kostet das neue Gruppen-gebäude der St. Gregor-Jugendhilfe.
Bild: Wandschneider

  Die St. Gregor-Jugendhilfe baut in Bliensbach ein neues Gruppenhaus für 800000 Euro. Zehn Kinder freuen sich auf den Umzug. Warum der Alltag für die Buben und Mädchen wichtig ist.

Was wünschen sich die Kinder des neuen Hauses der St. Gregor-Jugendhilfe? Die zehn Buben und Mädchen, die ab Ostern 2016 den Neubau an der Rieblinger Straße in Bliensbach übernehmen sollen, traten gestern beim Richtfest vor und brachten Anliegen zu Gehör: „Dass ein Streit mit Worten zu lösen ist.“, „dass die Kinder Liebe und Geborgenheit bekommen“ oder „dass die Kinder höflich miteinander sprechen!“

Die schriftlich fixierten Wünsche übergab Kurt Nießner, der für Bliensbach zuständige Regionalleiter der St. Gregor-Jugendhilfe an die beiden Architekten Uli Stadler (Wertingen) und Daniel Miller (Neumünster). Die Wunschzettel werden in die Wände des Neubaus integriert, um den künftigen Benützern Glück zu bringen.

Die St. Gregor Kinder-, Jugend- und Familienhilfe ist eine Einrichtung der Katholischen Waisenhaus-Stiftung Augsburg. Diese ist mit 470 Mitarbeitern in der Augsburger Region tätig. Eines ihrer vielen Projekte ist die Heilpädagogische Tagesstätte in Bliensbach: Zwei Häuser in der Nachbarschaft des dortigen Schullandheims nehmen eine Vorschulgruppe mit 16 Kindern und fünf Mitarbeitern sowie eine Schulgruppe mit zehn Kindern und drei Mitarbeitern auf.

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Warum nun ein Neubau? Otto Bachmeier, der Direktor der St. Gregor-Jugendhilfe, verwies gestern bei seinem Grußwort darauf, dass der Altbau in der Rieblinger Straße 20 ausgedient habe. Das neue Gebäude mit 350 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Ebenen werde künftig von der Schulgruppe genutzt. Die Vorschulgruppe bleibt weiter in ihrem Gebäude in der Rieblinger Straße 18. Die Kosten des reinen Holzbauwerks liegen bei 800000 Euro. Die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks beteiligte sich mit einem Zuschuss von 300000 Euro

Wie Elfriede Kleinfelder, die Geschäftsführerin der Waisenhausstiftung, ergänzte, liegt der Bau gut im Zeitplan und soll an Ostern 2016 fertiggestellt sein. Kurt Nießner, der gestern nur mit einem kleinen Kreis Richtfest feierte – Kinder, Eltern, Handwerker, Nachbarn – stellte in einem halben Jahr ein großes Einweihungsfest in Aussicht.

Beim Rundgang durch den Rohbau zeigte Nießner unter anderem Bürgermeister Willy Lehmeier und Anton Miller, Mitglied der Administration der Waisenhausstiftung, die entstehenden Räume fürs gemeinsame Leben der Schulgruppe. „Wir kümmern uns um Kinder, die in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit stark gefährdet sind und eine intensive Förderung brauchen. Unser Ziel ist, dass sie die nötigen Fähigkeiten erlernen, um später selbstständig an der Gesellschaft teilhaben zu können.“

Die Kinder leben bei den Eltern und besuchen ihre örtlichen Schulen. In Bliensbach aber gibt’s Hausaufgabenhilfe, Gruppenarbeit, einen Werkraum. „Wir helfen hier nicht übers Wort, sondern übers Tun und fördern aus dem Alltag heraus“, betonte Nießner. (ews)

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