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Ideen
10.06.2021

Mehr Raum für die Jugend

„Zwar gibt es in Zusamaltheim viele Vereine. Doch wollen Jugendliche auch noch etwas anderes.“Jugendliche brauchen Platz und Räume – innen wie außen –, wo sie sich ausleben können.

Der Wertinger Stadtjugendpfleger Tobias Kolb gibt dem Zusamaltheimer Gemeinderat Tipps. Ziel ist der Ausbau der örtlichen Jugendarbeit. Welche Möglichkeiten es gibt

„Es sollte für jeden selbstverständlich sein, dass Jugendarbeit stattfindet.“ Wertingens Stadtjugendpfleger Tobias Kolb appelliert bei seinem Vortrag im Zusamaltheimer Gemeinderat, die junge Generation im Auge zu behalten. Denn wenn die Jugend keinen Grund zu bleiben sehe, gebe es auch keine Nachfolger in der Gemeinde.

Auch für die spätere Familiengründung seien Orte mit guter Jugendarbeit attraktiver, da sich die späteren Eltern natürlich auch ein gutes Angebot für ihre Kinder wünschen. Zudem sei es bei dem Aufbau einer guten Jugendarbeit wichtig, Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen ernst zu nehmen. Zwar gebe es gerade in Zusamaltheim viele Vereine, in denen sich ein großer Teil der jungen Menschen gut aufgehoben fühle, doch das gelte eben nicht für alle. „Viele Jugendliche wollen noch etwas anderes als Vereine“, so Kolb. Das betreffe auch viele, die zwar in Vereinen aktiv sind, aber sich darüber hinaus ein größeres Angebot wünschen. Zentrale Punkte wären dabei Räume – und zwar nicht nur Innenräume wie ein Jugendraum der Gemeinde oder ein Bauwagen. Kolb bringt hier auch Gelände wie beispielsweise öffentliche Grillflächen oder Skate- und Dirtparks ins Gespräch. Um solche Projekte realisieren zu können, sei es von großer Wichtigkeit, dass ein guter Austausch der Gemeinde mit ihrer Jugend geschaffen werde, beispielsweise über einen Jungbürgertreff oder ein Jugendforum, das es in Wertingen bereits gibt.

Letztendlich sei die Finanzierung der Vorhaben ebenfalls ein Thema. Hier allerdings gibt der Leiter des Wertinger Jugendtreffs Entwarnung. Für viele Vorhaben könnte nach Fördergeldern gesucht werden, beispielsweise über Unternehmen wie die LEW, aber auch über Einrichtungen wie den Kreisjugendring Dillingen oder Donautal-Aktiv. Zunächst müsse natürlich herausgefunden werden, was die lokalen Jugendlichen überhaupt wollen. Aus seiner Erfahrung heraus weiß Tobias Kolb, dass bei einer direkten Frage als Antwort keineswegs unerfüllbare Projekte kommen würden, sondern sehr wohl umsetzbare, wie ein Volleyballplatz oder Ähnliches. Zuletzt ist für den Stadtjugendpfleger die positive Einstellung des Gemeinderats gefragt. In einem Negativbeispiel, von dem er gehört hatte, wäre die Planung für ein Projekt bereits abgeschlossen gewesen, dann aber im dortigen Gemeinderat abgelehnt worden.

Für den Einstieg in das ZAM-Projekt des Dillinger Kreisjugendrings, das die Jugendarbeit in allen teilnehmenden Gemeinden fördern soll, sei es zwar jetzt zu spät, jedoch könne beispielsweise ein Jungbürgertreff gut realisiert werden. Die Ratsmitglieder zeigten sich Kolbs Ideen und Tipps gegenüber sehr offen.

Als Anfang sehen sie einen bereits existierenden Jugendraum im Gemeindehaus, den die Besucher dann selbst gestalten könnten. Allerdings erinnerte Bürgermeister Stephan Lutz daran, dass das beim letzten Mal nicht sehr gut gelaufen sei, da der Raum verwahrlost und zweckentfremdet wurde.

Der Jugendpfleger schlug deshalb vor, beispielsweise eine betreuende Person von der Gemeinde einzusetzen, die ein Auge auf den Raum haben soll. Auch müsse die Verantwortung bei einem der Jugendlichen liegen, zum Beispiel bei dem, der den Schlüssel hat.

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