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Städtepartnerschaft

07.06.2019

In Frankreich gibt es jetzt den „Wertinger Weg“

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Auch für die kommenden Generationen soll die Freundschaft zwischen Wertingen und Fère fruchten – hier vor dem Schloss Chantilly.

Wertingen und Fère-en-Tardenois sind 30 Jahre lang partnerschaftlich verbunden. Deshalb bereiteten die französischen Freunde den Gästen aus dem Zusamtal einen großen Empfang. Wie vier Tage lang gefeiert wurde

Es war ein Wochenende, das alle Beteiligten nicht so schnell vergessen werden: Die Städtepartnerschaft zwischen Wertingen und Fère-en-Tardenois besteht 30 Jahre, das wurde vier Tage lang in Frankreich ausgiebig gefeiert. Eine 60-köpfige Delegation aus Wertingen, darunter Bürgermeister Willy Lehmeier, die Stadträte Otto Horntrich und Franz Stepan sowie die Angehörigen des Partnerschaftsvereins unter Leitung von Hannelore Sutter, hatte sich nach Frankreich aufgemacht, um mit den Freunden Jubiläum zu feiern. Und die Fèrer empfingen die Wertinger mit einem Festprogramm, das sie fast ein Jahr lang vorbereitet hatten.

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Die Jubiläumsfahrt begleitete auch eine Delegation der Stadtkapelle, die seit Jahren die Städtepartnerschaft unterstützt und erst im Frühjahr mit dem Vororchester dort zu Gast gewesen war (WZ berichtete). Die Musiker waren natürlich nicht ohne ihre Instrumente angereist und begleiteten die Jubiläumsfeiern mit ihrer bekannt hochwertigen Musik. Auch beim Höhepunkt der Feierlichkeiten, der Einweihung des „Chemin de Wertingen“ bei Fère war die Musik aus dem Zusamtal zu hören. Die beiden Bürgermeister Jean-Paul Roseleux und Willy Lehmeier, enthüllten die Hinweistafel auf den „Wertinger Weg“, der über das Heidekrautgelände in Fère führt.

Die Fèrer zeigten den Wertingern die herausragenden Sehenswürdigkeiten und Schönheiten ihrer Heimat. So war der Besuch des Renaissance Schlosses in Chantilly, auf dessen Gelände sich drei riesige Parkanlagen und eine Pferdezucht befinden, ein weiterer Höhepunkt der Jubiläumsfahrt. Das Schloss ist auch für die Pariser Bevölkerung ein beliebtes Ausflugsziel, da es 20 Minuten vom Flughafen Charles de Gaulle entfernt ist. Alain Brochot begleitete die Wertinger den ganzen Tag als Reiseleiter.

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Der vergangene Samstag war der eigentliche Festtag. Schon am Morgen wurde der „Friedensbaum“ im Centre Culturel eingeweiht, im Beisein französischer Kommunalpolitiker, der Union Musicale du Fère und vieler Gäste. Anschließend besuchten Wertinger und Fèrer gemeinsam die Kunstausstellung, zu der Wertinger Künstler im Vorfeld ihre Werke nach Fère geschickt haben: Herbert Dlouhy, die vor Kurzem verstorbene Burga Endhardt, Ursula Geggerle-Lingg, Martin Ihle, Claudia Reining-Hopp, Manfred J. Nittbaur, Barbara Mahler, Blasius Hurler und Oskar Dietrich. Diese Ausstellung war bereits im April eröffnet worden. Zahlreiche Schulklassen hatten Führungen durch die Ausstellung bekommen. Höhepunkt dieses Vormittags war die von Herbert Dlouhy entworfene Schirminstallation. Dreißig signierte Schirme wurden an die Gastfamilien verschenkt. Am Schluss konnte jeder Besucher an einer Verlosung teilnehmen und Werke französischer Künstler gewinnen.

Die offizielle Zeremonie der Feierlichkeiten fand in der Sporthalle statt und wurde von der „Union Musicale du Tardenois“, der Stadtkapelle und dem Schulchor des Collège musikalisch gestaltet.

In den Reden der Bürgermeister, des Vorsitzenden des Komitees aus Fère, Stéphane Wieczorek und der Vorsitzenden aus Wertingen, Hannelore Sutter, ging es hauptsächlich um die Bedeutung von Partnerschaften auf kommunaler Ebene: Partnerschaftsvereine seien entscheidend dafür, dass die bilateralen Beziehungen mit Leben erfüllt werden und bei den Menschen „ankommen“, damit auch kommende Generationen von den Wundern von Aussöhnung, Freundschaft und gemeinsamem Handeln für die europäische Zukunft erfahren und sie weitergestalten. Ziel der beiden Vereine sei auch die Förderung eines geschichtsbewussten Engagements der Jugend für Demokratie, Menschenrechte und gegen Diskriminierung. Deshalb zeigten sich die Wertinger auch überaus froh, dass Schüler des Gymnasiums Wertingen Olivia Spann, Raphael von Hoch und Julian Hillenmeyer mit Lehrer Christian Aigner an der Fahrt teilgenommen haben.

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