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BürgerversammlungII

11.11.2019

Kaputte Straßen in und um Hohenreichen

Manche werden von Lastkraftwagen nachts aus dem Schlaf gerissen. Warum so viele durch den Ort fahren und wie es mit der Sanierung der Staatsstraße aussieht

Erschließung neuer Baugebiete, Straßensanierungen, Schul- und Friedhofserweiterungen, Baumaßnahmen, Gewerbeansiedlungen und nördliche Entlastungsstraße – Bürgermeister Willy Lehmeier umriss auch in Hohenreichen die Themen der gesamten Stadt und seiner Ortsteile. Ein Thema stieß dabei auf besondere Resonanz: die Straßen. Werden durch eine nördliche Entlastungsstraße in Wertingen womöglich noch mehr Autos und Lkw den Weg von der B2 durch Hohenreichen suchen?

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Unmut zeigte sich bei den Bürgern sowohl über Navigationssysteme, die selbst ausländische Lkw-Fahrer als „kürzeste Strecke“ über Hohenreichen leiten, als auch über den schlechten Zustand der Straßen. Gleich mehrere Besucher der Bürgerversammlung erzählten, dass sie – alle wohnen an der Ortsdurchfahrt in Richtung Frauenstetten – teilweise sogar nachts durch das Vorbeifahren eines Lastwagens aus dem Schlaf gerissen würden. „Unser ganzes Haus vibriert dadurch“, sagte einer. Und natürlich kam beim Thema Straßen ein langwieriges Problem erneut auf den Tisch: Was ist mit der Staatsstraße zwischen Hohenreichen und Langenreichen? „Das ist die einzige Staatsstraße, auf der man langsam fährt!“, versuchte es Bürgermeister Lehmeier zunächst scherzhaft, weiß dabei selbst, dass hier Handlungsbedarf besteht. Seit Jahren ist aufgrund massiver Straßenschäden die Höchstgeschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer beschränkt.

Das Straßenbauamt Krumbach habe die Stadt gebeten, nochmals auf die Grundstückseigentümer zuzugehen, informierte Lehmeier und gibt sich optimistisch: „Wir werden versuchen, im Gespräch zu einem Kompromiss zu kommen.“ Denn neben der Stadt und dem Landkreis gibt es zwei bis drei private Grundstückseigentümer, für die man vernünftige Austauschflächen brauche. Notfalls, so der Bürgermeister, müsse man sich von dem geplanten Radweg verabschieden, was er sehr bedauern würde. „Wir müssen parallel denken, wenn es um eine CO²-Minderung geht.“ Deshalb und weil man gerne starten würde, solange Förderung möglich ist, sagte er: „Schön wär’s, wenn die Eigentümer so weit wie möglich mit uns gehen.“ (Archivfoto: Wandschneider)

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