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Villenbach

24.06.2020

Kinderkrippe Villenbach: Rat drückt aufs Tempo

Der Kindergarten in Villenbach ist für die neue Krippe zu klein. Deshalb wird eine eigene Kinderkrippe geplant, die auf einem Grundstück neben dem bestehenden Gebäude errichtet werden soll.
Bild: Brigitte Bunk

Plus Ein Termin für den Baubeginn der Villenbacher Kinderkrippe steht bereits im Raum. Über die Kosten und die Dachform wird noch diskutiert

Die Planungen für die neue Kinderkrippe in Villenbach sind in vollem Gange. Harald Tiefenbacher vom Ingenieurbüro Endres und Tiefenbacher in Augsburg erklärte in der Gemeinderatssitzung am Montagabend die Planung und den weiteren Zeitablauf.

Die Fertigstellung der Krippe dauert nur zwei Monate

Vor Weihnachten soll noch entschieden werden, welches Bauunternehmen den Auftrag erhält. „So kann die Firma im Winter in der Halle produzieren, danach ist der Bau vor Ort in zwei Monaten fertiggestellt.“ Die neue Kinderkrippe soll neben dem bestehenden Kindergarten, der nicht erweitert werden kann, in Holz-Rahmen-Bauweise errichtet werden.

Da mit einem halben Jahr für die Genehmigung der Pläne gerechnet werden müsse, peilt Tiefenbacher an, Ende Juli den Bauantrag zu stellen. Bei der nächsten Sitzung des Villenbacher Gemeinderats am 20. Juli werde er einen aktuellen Zwischenstand präsentieren. Ob der Bauantrag da allerdings schon steht, wollte der Planer nicht versprechen. Immerhin sollen sämtliche Fachplaner einbezogen werden. Die sollen genaue Vorgaben erstellen, beispielsweise zum Brandschutz, zur Baukonstruktion oder der Haustechnik, weil nur aufgrund genauer Vorgaben ein fairer Wettbewerb sichergestellt werden könne.

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Die zwei Kinderkrippengruppen sollen über den Eingang in der Mitte des Gebäudes erreichbar sein, das in Ost-West-Orientierung aufgestellt wird. Der Eingang mündet in eine großzügige Diele. Große Glasflächen ermöglichen an der Rückseite den Ausgang und Blick nach draußen – in einen abgegrenzten Innenhof, in dem Kinder spielen können. Richtung Süden befinden sich die Gruppenräume, in denen eine kleine Küche eingebaut ist und die Erzieherinnen den Ruheraum und den Sanitärbereich gut einsehen können, solange die Schiebetüren nicht zugezogen sind. Therapie-, Lager- und Personalräume sowie Spielbereiche für jede Gruppe sind ebenso angedacht.

Bürgermeister Werner Filbrich erklärte dem Gemeinderat, dass die Pläne ihm und Zweiter Bürgermeisterin Lydia Edin bereits vorgestellt wurden. Dabei waren auch Vertreter des Betreibers, des ASB, die sich begeistert gezeigt hätten. Da bereits im Kindergarten die Gruppenräume nach Süden ausgerichtet sind und es dort oft heiß sei, erläuterte Filbrich, dass das Ganze ohne Lüftung nicht funktioniere. Senkrechte Jalousetten vor den Fenstern sollen hier als Sonnenschutz fungieren. Außerdem meinte der Planer: „Eine Querlüftungsmöglichkeit ist wichtig, wenn keine Be- und Entlüftung eingebaut ist.“

Gemeinderat Stegmiller sorgt sich, dass "die Kosten hochschießen"

Ratsmitglied Michael Stegmiller wies darauf hin, dass der Gemeinderat mit Blick auf den Kindergarten am Festplatz in Dillingen die Modulbauweise favorisiert hatte, um Geld zu sparen. Seiner Meinung nach gehen die Planungen in eine andere Richtung. „Ich habe die Sorge, dass wir mit den Kosten hochschießen“, befürchtet Stegmiller. Bürgermeister Filbrich verwies darauf, dass die aktuelle Kostenschätzung von 1,145 Millionen Euro bereits niedriger liege als bei der ersten Vorstellung durch den Architekten. Die lag bei 1,4 Millionen Euro. Stegmiller sprach auch die Dachform an, der Planer stellte ein schräges Dach vor, um mehr Licht ins Gebäude zu lassen. Das sei ein zusätzlicher Kostenfaktor, auch bei einem Flachdach gebe es Möglichkeiten, die Räume hell zu gestalten.

Architekt Tiefenbacher sagte in der Ratssitzung, dass noch viele Gespräche geführt werden und sich noch einiges bis zum endgültigen Stand ändern könne. Er wird mit Bürgermeister Filbrich bei der Regierung von Schwaben die Fördermöglichkeiten abklären. Im Frühjahr 2021 soll die Kinderkrippe gebaut werden.

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