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Liebe Stadträte: Vielen Dank!

Liebe Stadträte: Vielen Dank!
Kommentar Von Benjamin Reif
03.02.2020

Sie tun sehr viel für uns, auf Kosten ihrer eigenen Freizeit.  

Sechs Stadträte ziehen sich aus der Politik der Zusamstadt zurück. Da ist es Zeit, Danke zu sagen für die insgesamt 94 Jahre, welche diese in den Dienst an der Allgemeinheit gestellt haben.

Stadträte erfahren viel Wertschätzung, doch dienen sie genauso oft als eine Art Blitzableiter für alle möglichen Beschwerden, die sich in der Bevölkerung auftun. Niemand sonst wird wohl so schnell Faulheit unterstellt oder Unfähigkeit oder beides. Das gilt für Berufspolitiker noch mehr als für ihre ehrenamtliche Räte wie in Wertingen. Andererseits treffen hier die Leute und ihre Vertreter im Stadtrat laufend auf der Straße aufeinander – die Volksvertreter müssen sich also nicht selten im direkten Gespräch dafür rechtfertigen, was sie so beschlossen oder abgelehnt haben. Und ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger haben müssen sie außerdem – da kann der Besuch beim Bäcker schon mal eine halbe Stunde länger dauern, wenn jemand etwas loswerden will.

Auf Stadtratssitzungen muss man sich vorbereiten

Wer als Stadtrat in der Sitzung eine informierte Entscheidung treffen will, muss zudem weit mehr tun, als nur dort anwesend zu sein. Insbesondere gilt das für die Stadträte, die sich noch im Bau- oder Finanzausschuss einbringen. Die Vorbereitung auf die Sitzungen ist oft verbunden mit vielen Stunden anspruchsvoller Lektüre. Außer ein bisschen Sitzungsgeld bekommen die Stadträte dafür nichts. Sie sind es, die Demokratie und Volksbeteiligung in der Stadt am Leben erhalten, und dafür gebührt ihnen unser aller Dank. In Sachthemen braucht niemand einer Meinung mit ihnen sein – doch jeder sollte ihnen für ihre Aufgabe Respekt zollen.

Lesen Sie den dazugehörigen Artikel: Diese Wertinger Stadträte ziehen sich zurück

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