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07.12.2010

Martha Sailers Verdienste in einem Buch gewürdigt

Buchpräsentation im Lauterbacher Pfarrhof. Im Bild von links: Buchautor Alois Sailer, Laudator Prof. Dr. Hans Frei, Verleger Anton H. Konrad und Bürgermeister Norbert Beutmüller. Foto: Ruf
Bild: Ruf

Lauterbach Es sei sein 551. Buch, und das achte allein von Alois Sailer, das er verlege, konstatierte der Herausgeber Anton H. Konrad aus Weißenhorn bei der Präsentation von "Gefatschte Jesuskinder, Reliquien, Maienstrauß und Wettersegen" im Pfarrhof in Lauterbach. Die ehrwürdigen Räume des Deutschordensschlosses bildeten den Rahmen für die Buchvorstellung.

Der kleine Kunstband des Lauterbacher Heimatdichters über die Klosterarbeiten seiner verstorbenen Frau Martha mit eindrucksvollen Fotos von Joachim Feist passt so recht in die Vorweihnachtszeit und kann eine Kraftquelle für das ganze Jahr sein.

Bürgermeister Norbert Beutmüller freute sich über den stattlichen Kreis von Gästen in den historischen Räumen, die an einem unwirtlichen Dezemberabend gekommen waren, um einer besonderen Buchpräsentation beizuwohnen.

Der Lauterbacher Dreigesang umrahmte die Feier passend mit einem Lied zum Nikolaustag und der Herbergssuche, zu der Alois Sailer den Text geschrieben hat.

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Erhalt der "schönen Arbeiten"

Prof. Dr. Hans Frei rückte die Lauterbacherin Martha Sailer in den Focus, als er über ihre besonderen Talente im Einsatz um den Erhalt der "schönen Arbeiten", wie die Klosterarbeiten auch genannt werden, berichtete. Die prächtigen Dokumente ihres Schaffens über ein Vierteljahrhundert hinweg habe ihr Mann Alois in dem nun erschienenen Buch einem größeren Kreis von interessierten Menschen zugänglich gemacht, unterstrich der ehemalige Bezirksheimatpfleger, den mit dem Autor aus dem Zusamtal eine langjährige Freundschaft verbindet.

"Objekte der Andacht" nannte Dr. Frei die Klosterarbeiten, die für Martha Sailer wie "Gebete mit den Händen" gewesen seien. Durch das Wirken der talentierten Bäuerin seien viele der kleinen Kunstwerke erhalten geblieben und neue hinzugekommen, sagte der Sprecher im Hinblick auf die Klosterarbeiten, denen in einer kleinen Lauterbacher Bauernstube Leben eingehaucht wurde. Martha Sailer habe sich zu einer wahren Meisterin der religiösen Volkskunst entwickelt.

Eine besondere Frau

Alois Sailer war es vorbehalten, das Porträt seiner bescheidenen und tiefreligiösen Frau nachzuzeichnen, die ein vielfältiges Leben lebte. Sie habe sich, was viele Zeitgenossen nicht wussten, für Kunst und Literatur genauso interessiert wie für klassische Musik und Belange der Denkmalpflege.

Sie habe auch Trachten entworfen und sei ihm, dem Heimatpfleger, eine versierte Partnerin gewesen. "Eine in sich zurückgezogene Schweigerin" könne man sie nennen, die jedoch keinesfalls menschenscheu gewesen sei.

Mit dem kleinen Kunstband wolle er seiner Frau eine Art Denkmal setzen und ihre besonderen Verdienste um die Klosterarbeiten würdigen. So könne sie auch nach ihrem Tod ein Stück weit in der Erinnerung weiterleben, so Alois Sailer.

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