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Feuerwehr

11.02.2012

Mit Spaß Helfen lernen

Feuerwehr macht Spaß, vor allem, wenn man zeigen darf, was man gelernt hat, wie hier beim Ausrollen eines C-Schlauchs innerhalb eines seitlich begrenzten Felds. Im Bild die Jugendfeuerwehr Unterthürheim im Rahmen der Jugendleistungsprüfung 2011.
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Feuerwehr macht Spaß, vor allem, wenn man zeigen darf, was man gelernt hat, wie hier beim Ausrollen eines C-Schlauchs innerhalb eines seitlich begrenzten Felds. Im Bild die Jugendfeuerwehr Unterthürheim im Rahmen der Jugendleistungsprüfung 2011.
Bild: Fotos: Brigitte Bunk

Die Nachwuchsarbeit hat gerade bei den ehrenamtlichen Rettern Priorität

Region Wertingen Jeder kann betroffen sein. Sei es ein Brand, ein Verkehrsunfall, bei dem der Verletzte womöglich im Fahrzeug eingeklemmt ist, oder eine Überschwemmung im Keller. Die Feuerwehrleute in der Region übernehmen ehrenamtlich diese Aufgaben.

„Bis vor zwanzig Jahren gingen die jungen Burschen traditionsgemäß in die Feuerwehr“, erinnert sich Reinhold Maier, Jugendleiter der Feuerwehr Laugna. Inzwischen muss die Feuerwehr selbst aktiv werden. „Wir gehen alle zwei Jahre zu den Jugendlichen und sprechen sie persönlich an.“ Beim ersten Termin sehen die Zwölf- bis Dreizehnjährigen eine Atemschutzübung und ihnen wird vorgestellt, was heißt Feuerwehr überhaupt, erklärt Maier weiter. Alle drei Wochen treffen sich derzeit neun Jugendliche zum Üben, auch Kommandant Helmut Bartsch und Josef Schrag sind dabei. Zusätzlich führen sie Zeltlager durch oder auch mal einen Ausflug in den Kletterwald Scherneck.

„Feuerwehr macht Spaß, das muss in der Jugendarbeit vermittelt werden“, bestätigt Richard Drexler, Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Unterthürheim. 15 junge Männer werden zurzeit ausgebildet, im Alter von 13 bis 17 Jahren, keine Mädchen bisher. „Es fehlen halt die ersten zwei oder drei, die mitmachen. Dann glaube ich, ist das Eis gebrochen“, meint der Unterthürheimer. „Ich habe die Augen offen gehalten und bin gezielt auf die Cliquen so ab 13 bis 14 Jahren zugegangen, meistens mit Erfolg“, blickt er zurück. Und gibt zu: „Man muss sehr viel Zeit investieren, um eine starke Mannschaft auf die Beine zu stellen.“

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Hilfe bekommt er vom zweiten Jugendwart und anderen Feuerwehrkameraden. Immer wieder Neues ist gefragt, damit der Spaß bleibt. „Natürlich habe ich selbst Ideen, zusätzlich hole ich mir Anregungen von anderen Jugendwarten, im jährlichen Zeltlager oder bei der Jugendleistungsprüfung. Zusätzlich gibt es noch die Jugendfeuerwehr-Zeitschrift Lauffeuer.“

Und den Kreisjugendwart Thomas Rehm aus Dillingen. „Viele Jahre war die Zahl der Jugendlichen, die zur Feuerwehr gingen, steigend. Die letzten drei Jahre stagnieren sie oder fallen sogar“, nennt dieser die Situation, welche die Vereine vor Herausforderungen stellt. „Nicht nur die Zahl der Jugendlichen ist fallend, das Interesse ist vor allem im Bereich der Städte nicht mehr so gegeben.“ Auch nach der Ganztagsbetreuung an den Schulen hätten viele Jugendliche keine Lust mehr. Hier gäbe es die Chance für die Vereine, Projekte in den Unterricht einzubringen.

Vier 16-Jährige werden zurzeit in Osterbuch ausgebildet. Kommandant Johann Gebele hofft darauf, dass sie dabei bleiben. „Das kommt jedoch auch auf die Arbeitssituation an“, gibt er zu bedenken. Viele gehen weg, zum Studieren oder wegen der Ausbildung. „Andere hören auf, weil sie es beruflich nicht auf die Reihe bringen.“

29 Jugendliche hat Richard Drexler die letzten zehn Jahre ausgebildet, diejenigen, die momentan dabei sind, nicht mitgerechnet. Neun davon sind noch aktiv. „Die gehen ihren Weg in der Feuerwehr und sind heute für Thürheim sehr wichtig.“ In Laugna bleiben etwa zwei Drittel bei der Feuerwehr, meint Reinhold Maier. So konnten seit der Intensivierung der Nachwuchswerbung 48 Jugendliche, davon elf weibliche, ausgebildet werden. 30 davon gingen mit 18 zur aktiven Wehr.

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