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Laienspiel in Ehingen

18.10.2016

Premierenfieber bei den Theaterfreunden

Bei der Premiere von „Der ewige Spitzbua“ strapazierten die Ehinger Theaterfreunde die Lachmuskeln des Publikums. Michael Ostermeier (von links), Andrea Schormair, Gerhard Schmid, Petra Miller, Iris Harms und Angelika Gump-Kienmoser.
Bild: Monika Matzner

Ein neues Stück, eine neue Bühne, eine neue Aktion und ein gutes Ende in Ehingen

Vor voll besetzten Reihen feierte bei den Ehinger Theaterfreunden „Der ewige Spitzbua“ Premiere. Mit diesem Stück haben die Laiendarsteller unter der Regie von Kerstin Egetemeir und Michael Ostermeier wieder einmal gezeigt, wie gelungenes Schauspiel aussieht.

Den sechs Darstellern Gerhard Schmid, Michael Ostermeier, Andrea Schormair, Petra Miller, Iris Harms und Angelika Gump-Kienmoser – alle verfügen über langjährige Bühnenerfahrung – gelang es, sich in die Charaktere hineinzuversetzen.

So erntete das humorvolle Stück aus der Feder von Anton Maly und Toni Gerlin mit viel Witz und Situationskomik viele Lacher. Der Theaterabend war noch in anderer Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal öffnete sich der Vorhang an neuer Spielstätte, dem Landgasthof Zum Oberen Wirt. Alexander Eder hatte mit einem Stab von Helfern, ehrenamtlichen Handwerkern und Technikern in vielen Stunden eine neue Bühne samt stimmungsvollem Bühnenbild geschaffen. Und dort geht es vom ersten Akt an turbulent zu.

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Die Handlung: Zu Lebzeiten veranlasste der als Spitzbua bekannte Jochenbauer, dass nach seinem Ableben seine drei Jugendlieben Katharina (Petra Miller), Margarete (Iris Harms) und Anastasia (Angelika Gump-Kienmoser) zur Testamentseröffnung auf seinen Hof eingeladen werden. Einst hatten die drei Frauen den verschuldeten Bauern abblitzen lassen. Doch als es nun ums Erben des inzwischen vermögenden Hofes geht, sind die Damen da und Wirtschafter Bartl (Gerhard Schmid) hat alle Hände voll zu tun.

Auf dem Hof wohnen auch noch Magd Burgi (Andrea Schormair) und Knecht Flori (Michael Ostermeier), der zusätzlich Verwirrung stiftet. Das hat schließlich zur Folge, dass sich der geplagte Bartl kaum mehr vor den Annäherungsversuchen der holden Weiblichkeit retten kann. Am Ende ist die mit Spannung erwartete Testamentseröffnung für manche ein wahrer Schock, für andere der Himmel auf Erden.

Zum Schluss wurde das Ensemble vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Doch die Theaterfreunde bereiten nicht nur den Zuschauern einen vergnüglichen Theaterabend, sie zeigen auch Herz für Bedürftige. Der Verein beteiligt sich an der Aktion „Heimatbühne mit Herz“ für das Leserhilfswerk unserer Zeitung, die Kartei der Not. Ein Euro jeder Eintrittskarte geht an den guten Zweck.

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