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Landwirtschaft

07.02.2018

Starke Leistungen aus dem Zuchtverband

Zuchtverbandsvorsitzender Georg Kraus (links) und Zuchtleiter Friedrich Wiedenmann (rechts) übergaben Erinnerungsbilder an die Aussteller Markus Eberhardt, Andreas Kraus, Christoph Stork, Anton Perkl und Stefan Seitz.
Bild: Holand

Die Kühe geben immer mehr Milch. Die Weichenstellungen versprechen eine gute Basis für die Zukunft

Die gemeinsame Mitgliederversammlung des Fleckviehzuchtverbandes und des Milcherzeugerringes Wertingen für den Landkreis Augsburg eröffnete Verbandsvorsitzender Georg Kraus mit einer sehr positiven Bilanz zu Zucht und Vermarktung. Das größte Ereignis des abgelaufenen Jahres war die Jubiläumstierschau „120 Jahre Zuchtverband Wertingen“. In seiner Begrüßung ging er aber auch auf den Milchpreis ein und hoffte, dass die momentan gute Lage anhalte und sich fortsetze, wenngleich einige Vorzeichen schon wieder Rückgänge befürchten lassen.

Friedrich Wiedenmann, der Zuchtleiter des Verbandes und Fachliche Leiter des Milcherzeugerringes legte im Jahresbericht Zahlen und Tendenzen zur Leistungsentwicklung und Zuchtarbeit vor.

Der Herdbuchkuhbestand konnte erneut auf mittlerweile fast 55000 Kühe in 1013 Betrieben ausgedehnt werden. In der Betriebsstruktur seien weiterhin Zuwächse in der Herdengröße feststellbar. Im Landkreis sei 2017 bei den 184 Herdbuchbetrieben mit 10837 Kühen ein Leistungsniveau von 7920 Kilogramm pro Kuh und Jahr – ein Plus von 92 Kilogramm. Gleichzeitig wurden die Fruchtbarkeits- und Gesundheitsmerkmale gesteigert. Dies sei ein klares Indiz für die optimalen Haltungsbedingungen und Tierpflege in den Betrieben. Sensationell sei: 29 Kühe im Zuchtgebiet haben die magische Grenze von 100000 Lebensleistung überschritten. Vier davon stehen im Landkreis Augsburg.

Wiedenmann beleuchtete die Arbeit im Zuchtprogramm, das vom Fachzentrum für Rinderzucht am Wertinger Amt durchgeführt wird. Von der Auswahl der züchterisch interessantesten Kühe bis zum Verkauf von hochwertigen Bullen in der Schwabenhalle sei ein langer Weg mit mehreren Selektionsstufen zu beschreiten, der im Jahr 2017 wiederum sehr erfolgreich war. Aufgrund gezielter Anpaarungsempfehlungen der letzten Jahre konnte die weibliche Zuchtbasis mit vielen Jungrindern und Jungkühen wesentlich verbreitert werden.

Bei den Zucht- und Nutzkälbern konnten die Vorjahreszahlen nicht ganz erreicht werden. Der Bedarf an den Kälbern, die übrigens von den Käufern sehr geschätzt und gut bezahlt sind, sei regelmäßig nicht gedeckt, es bestehe also noch erhebliches Potenzial, das durch verstärkte Belieferung genutzt werden müsse.

Die besten Züchter des Landkreises wurden nach einem Punkteindex mit Einbezug von Milchmenge, Milchinhaltsstoffen, Lebensleistung, Fruchtbarkeit und Gesundheit proklamiert. Wiedenmann erläuterte hierzu, dass diese Kriterien im Zuchtziel der Rasse Fleckvieh starke Beachtung fänden und auch maßgeblich zum Betriebserfolg beitragen.

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