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Vandalismus

17.04.2019

Traurige Ostern: Hase geköpft

Kopf ab: Die Hasenskulptur, die am Wertinger Riedberg auf das Hasenbrünnele hinweist, wurde beschädigt.
Bild: Angelika Winter

Der Wertinger Steinmetzmeister Ulrich Kempter ist sich sicher, dass sein Steinhase im Stadtwald absichtlich zerstört wurde. Er war Wegweiser für das beliebte Hasenbrünnele

Traurig, traurig... Ausgerechnet in der Osterwoche kommt das tragische Schicksal eines Langohrs zutage, das seit mehreren Jahren den Weg zum Wertinger Hasenbrünnele weist: Dem netten, in Stein gehauenen Häschen, das unweit der Quelle im Stadtwald am Rande des Donaurieds schnuppernd auf einem Granitblock kauert, fehlt der Kopf. Abgehauen, abgebrochen, abgebröckelt? Die Wertinger Polizei steht vor einem Rätsel.

„Es gibt keinerlei Hinweise“, bedauert Wertingens Polizeichefin Martina Guß, dass die Ursache aus polizeilicher Sicht noch nicht klar ist. Ein Anruf bei Steinmetzmeister Ulrich Kempter jedoch, der den Hasen vor mehr als zehn Jahren aus Jura-Kalkstein geschaffen hat, bringt Licht in die Sache. „Der Kopf wurde definitiv abgehauen“, ist sich Kempter sicher. Das sei Vandalismus, denn der Kalkstein müsse mit einem harten Gegenstand wie einem Hammer bearbeitet werden, um ein Stück abzuhauen. „Das hat jemand bewusst gemacht“, meint Kempter.

Der Hasenkopf wurde ihm bereits von einem Mitarbeiter der Stadverwaltung gebracht. Kempter will nun schauen, ob die Skulptur noch gerettet werden und der Kopf wieder hingeklebt werden kann.

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Hinweise auf weitere Zerstörungen am Brünnele und in der Umgebung gibt es nicht, sagt Martina Guß. Die Polizeibeamten wollen sich das Areal nochmals näher anschauen.

Seit mehr als zehn Jahren steht die kleine Hasenskulptur am Wertinger Riedberg und weist auf den Weg zum beliebten Brünnele hin, das vor allem Wanderern im Sommer ein schattiges Ziel bietet. Im Jahr 2008 wurde der Steinhase von Ulrich Kempter, seinem Kollegen Michael Bauer und seinem damaligen Chef Werner Hambach geschaffen. Die Wertinger Pfarrjugend erneuerte damals auch die Sitzbänke und fasste die Quelle neu ein.

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