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Weihnachtsmarkt

09.12.2019

Viele Unikate und Klassiker

Immer wieder gern dabei auf der Schlossweihnacht: Die 5. Kompanie aus Dillingen mit (von links) den Oberstabsgefreiten Richard Wißmann und André Schwamberger, Oberfeldwebel Olli Freiberg und Hauptgefreitem Tobias Fischer.
Bild: Bunk

Warum einige Aussteller das ganze Jahr mit den Vorbereitungen zur Schlossweihnacht beschäftigt sind

Eigentlich ist Ernst Stumpf Gewässerwart beim Fischereiverein Wertingen. Am Samstagnachmittag, eine Stunde bevor die Schlossweihnacht ihre Pforten öffnet, schneidet er jedoch schon die ersten Semmeln auf. 400 Fischküchle, neun Kilogramm Bismarckhering und acht Kilo norwegischen Räucherlachs haben die Wertinger Fischer im Angebot an ihrem Stand im Schlossgraben. „Wir haben immer eine lustige Runde“, meint er zur Stimmung der Helfer.

Bei Stefan Krebs gibt es Bratwürste, rot und weiß. „Das sind die Klassiker, die müssen her“, weiß der Gastwirt, der noch Currywurst, aber auch süße Leckereien wie Dampfnudeln und Schupfnudeln im Angebot hat. Jutta Brosa richtet schon eine Stunde vor Öffnung des Marktes das Geschirr her und schaut, dass die Kunden von Anfang an das bekommen, worauf sie Lust haben. Die Dampfnudeln mit Vanillesoße mag sie am liebsten, und natürlich, sich mit den Leuten zu unterhalten. Der Kontakt mit den Besuchern gefällt auch Hauptgefreitem Tobias Fischer. Da merkten die Leute, dass man mit den Bundeswehrlern ganz normal reden kann. Oberstabsgefreiter Richard Wißmann erzählt: „Am Startabend war richtig viel los.“ Schon vor der Öffnung füllt sich der Schlossgraben auch am Samstag immer mehr und die Soldaten sind bald gut beschäftigt, die Gulaschsuppe, der Erbseneintopf und natürlich Glühwein und Kinderpunsch kommen gut an. Dass die fünfte Kompanie des Führungsunterstützungsbataillons in Dillingen bei der Schlossweihnacht ihrer Patenstadt dabei ist, ist für die Soldaten Ehrensache.

Dabei zu sein, liebt auch Barbara Waldbrunn, die aus dem, was in ihrem Garten wächst, Likör und Fruchtaufstriche herstellt. Schillernd glitzert die bunte Flüssigkeit in den Fläschchen, die auf einem Spiegel mit einen Lichterband gut zur Geltung kommen. Die Binswangerin freut sich über die Dekoidee ihres Mannes Ingomar, der Fruchtaufstriche im Stand nebenan bereitstellt. Gerade befüllt sie ein Tablett mit vielen kleinen Bechern darauf mit Holunder-Rum-Likor, gibt Sahne und Zimt darauf, um kurz darauf mit den Inhabern der Nachbarstände auf guten Erfolg am Abend anzustoßen. Derweil schlendern Thomas und Laura Lukawsky mit Söhnchen Jakob durch die Reihen. „Meine Schwester aus Freiburg ist gerade zu Besuch bei uns, und da wollten wir was Tolles unternehmen“, erzählt die Fristingerin. Auch ihrem Mann gefällt das Ambiente im Schlossgraben: „Mit der Mauer drumherum ist es wie abgeschlossen hier, wie in einer eigenen Welt.“

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Viele Unikate hat Manja Krell-Sandner bereit liegen. Sie sammelt das Holz im Wald, auch Bekannte bringen ihr Fundstücke mit. Seit einem Jahr verkauft sie ihre Holzdekorationen übers Internet und geht immer wieder auf Märkte. Wie sie auf die Ideen kommt? „Die entstehen, wenn ich das Teil eine Weile herumstehen oder liegen sehe“, erklärt die Unterthürheimerin.

Robinson Ringler zündet gerade seinen Feuertopf an, der später ähnlich einer Fackel vor dem Stand stehen wird. Seine Meterkerzen hat er für seine Kunden wieder im Angebot. Neu sind Muscheln aus Frankreich, die mit Wachs und einem Kerzendocht gefüllt in einem Glas mit Sand „Urlaubsfeeling“ bieten.

Mehr Bilder finden Sie unter wertinger-zeitung.de/bilder

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