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Buttenwiesen

07.10.2019

Von der Heimat Buttenwiesen in die weite Welt

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3 Bilder
Die Alphornbläser kamen von den heimischen „Bergen Thürlesberg, Schatzberg und Aschberg“ zum Heimatabend nach Buttenwiesen.
Bild: Sauter

Über 100 Akteure feiern in Buttenwiesens Riedblickhalle die Vielfalt an Kultur. Dabei zeigen sie, was Weltoffenheit und Völkerverständigung bedeuten.

Was sich zweieinhalb Stunden lang am Sonntagabend in der Riedblickhalle Buttenwiesen abspielte, wird wohl als herausragendes, säkulares Kulturereignis in die Annalen der Zusamgemeinde eingehen. Über 130 Musikantinnen und Musikanten, Sängerinnen und Sänger, Tänzerinnen und Turnerinnen, Fotografiekünstler und Literaten brannten ein Feuerwerk an Musik, Tanz, Gesang, Bildern und Spiel ab, das zu Begeisterungsstürmen in der proppenvollen Halle führte. Für große Überraschung bei den Besuchern sorgten sieben Alphornbläser, die nicht in den Alpen, sondern am Aschberg, am Schatzberg und am Thürlesberg zuhause sind, den heimatlichen „Bergen“ von Holzheim, Geratshofen und Pfaffenhofen.

Welthits auf der Bühne in Buttenwiesen

Die Reichhaltigkeit der heimischen Kultur und die Vielfalt der Kulturschaffenden unter dem Motto „Unsere Heimat ist die Welt“ zu präsentieren, besitze ein Alleinstellungsmerkmal bei den 21. Landkreiskulturtagen, sagt Landrat Leo Schrell – beeindruckt von dem bunten und reichhaltigen Programm der Akteure. „Sie zeigen mit ihren Geschichten und Liedern, mit Tanz, Spiel und Musik Weltoffenheit und leben Völkerverständigung vor.“ Verantwortlich dafür zeichnet der Kulturkreis der Gemeinde unter Leitung des Kulturreferenten Manfred Hartl, der die Ideen der 30 Gruppen und Einzelkünstler nicht nur das Jahr über bündelt, sondern auch in ein glanzvolles Programm umzusetzen weiß.

So wie an diesem Abend. Die beiden Jubiläumskapellen, die Zusamtaler Musikanten Buttenwiesen und die Blaskapelle Unterthürheim, brillieren instrumental mit Welthits der Filmmusik aus „Wie im Himmel“ und „Flashdance“. Sie beherrschen moderne Marschmusik wie den Konzertmarsch „Kaiserin Sissi“ ebenso wie die Stilrichtungen Barock, Pop und Jazz, die in „Concerto d´ Amore“ eine glänzende Symbiose eingehen. Holen die Musikanten die weite Welt in die Riedblickhalle, so fährt die Chorklasse der Ulrich-von-Thürheim-Grundschule mit ihrer Kapitänin Elisabeth Havelka (Singend in den Alltag ) bei ihrer musikalischen Schiffsreise die vier Donaustädte Gundelfingen, Lauingen, Dillingen und Höchstädt an, macht einen Abstecher zusamaufwärts ins Donauried und schippert dann donauabwärts bis nach Wien. Kreativer, fröhlicher und spielerischer ist wohl noch nie eine Schiffsreise auf der Donau vom Stapel gelaufen. Begeisterter Applaus begleitet die jungen Matrosen und ihre Fahrgäste an ihre Plätze.

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Buttenwiesens Pfarrer zeigt Fotos

Als Hobbyfotograf Klaus Ammich mit seiner Audio-Visions-Schau „Licht überm Ried“ aufleuchten lässt, halten die 500 Besucher den Atem an. Die Fotos des örtlichen Pfarrers fangen grandiose Stimmungen ein, öffnen Augen und Herzen für die heimische Natur und lassen einen staunen über die Schönheiten im Donauried, die im Alltagstrott meist verborgen bleiben.

Auch bei Gerhard Burkards Gedichten stockt manchem der Atem, denn er weist mit unerbittlicher Sprache auf Wunden hin, die in den Jahren der Natur- und Kulturlandschaft im Donauried geschlagen worden sind. Dass er auch die Kraft der schwäbischen Mundart beherrscht, zeigt er ausgleichend mit humorvollen Versen, nachzulesen auch in seinem Buch „Zwischensumme“.

Turnerinnen und Tänzerinnen des TSV Buttenwiesen zaubern zwischendurch grazile Körperkunst in die Halle und zeigen eindrucksvoll, dass Sport ein weltweites Phänomen der Verständigung sein kann. Gesangliche Glanzpunkte setzen der Lauterbacher Dreigesang mit „Bunt sind schon die Wälder“ und „Riedträumerei“, Rebecca Baur mit dem frischen Solo „Jetzt gehört mir mein Leben“ aus dem Film „Wie im Himmel“ und der Chor des Musicalprojekts 86, der mit feiner poetischer Note „Wach auf, meine Schöne“ aus dem 16. Jahrhundert und den Klassiker „Kein schöner Land“ zum Besten gibt.

Buttenwiesens Bürgermeister lobt die 130 Akteure

Bürgermeister Hans Kaltner dankt den über 130 Akteuren auf und neben der Bühne, dem Organisationsteam um Manfred Hartl und dem routinierten Moderator Helmut Sauter namens der Gemeinde und ganz persönlich zu dieser glanzvollen Aufführung – mit Blumen und „Riestropfen“. Er lobt dabei vor allem die Nachhaltigkeit, welche die einzelnen Gruppen des Kulturkreises während des ganzen Jahres mit ihrem Angebot an den Tag legen.

Auch den vielen Besuchern und Gästen, darunter stellvertretender Landrat Alfred Schneid, Bezirksrat Dr. Johann Popp, Bezirksheimatpfleger Hans Frei und die Ehrenbürger Ulrich Käsbohrer und Alois Sailer, dankt er für ihr Interesse an der heimischen Kultur. Seinem Wunsch, dass die großartige Stimmung der zweieinhalb Stunden noch lange anhalte und sich alle „wie im „Himmel“ fühlen mögen, schließen sich die glückstrahlenden Akteure gerne an. (mas)

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