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Binswangen

13.02.2020

Was Bürgermeister Winkler in Binswangen anpacken will

Bürgermeister Anton Winkler schätzt die Lebensqualität Binswangens mit seinen vielen Angeboten – auch einer eigenen Schule.
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Bürgermeister Anton Winkler schätzt die Lebensqualität Binswangens mit seinen vielen Angeboten – auch einer eigenen Schule.

Plus  Anton Winkler ist Bürgermeister in Binswangen und will es auch bleiben. Er erklärt, welche Projekte dringend angepackt werden müssen.

Warum treten Sie nochmals als Bürgermeister an?

Anton Winkler: Auch nach drei Amtszeiten und insgesamt 18 Jahren als Bürgermeister bin ich noch immer nicht amtsmüde. Mir bereitet es große Freude, mich voll und ganz in den Dienst der Gemeinde zu stellen. Ich bin hier geboren. Binswangen liegt mir persönlich sehr am Herzen. Auch wurde ich von vielen Bürgerinnen und Bürgern angesprochen und gebeten, mich nochmals zur Wahl zu stellen. Viel wichtiger ist mir jedoch der Rückhalt meiner Familie. Besonders meine Frau hat mich in den vergangenen Jahren immer wieder unterstützt und mir den Rücken freigehalten. Außerdem habe ich genug Ehrgeiz, um sagen zu können, dass ich die Dorferneuerung, die wir 2008 begonnen haben, unbedingt abschließen möchte.

Was muss aus Ihrer Sicht in der Gemeinde Binswangen dringend angepackt werden?

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Winkler: Ein Projekt, das meiner Meinung nach besonders wichtig für die Zukunft der Gemeinde Binswangen ist, ist das Ausweisen neuer Baugebiete. Neue Bauplätze sind dahingehend sinnvoll, um jungen Binswangern die Möglichkeit zu geben, sich in Binswangen niederzulassen und eine eigene Familie aufzubauen. Es ist für eine Gemeinde wie Binswangen immer schade, wenn junge Menschen auf andere Gemeinden und Städte ausweichen müssen, obwohl sie sich vorstellen können oder gar den Wunsch haben, sich in Binswangen niederzulassen. Außerdem liegt mir die barrierefreie Gestaltung der Gemeindekanzlei besonders am Herzen. So wichtig die Jugend ist, so wichtig ist es auch, den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern wie auch körperlich Beeinträchtigten das Leben innerhalb der Gemeinde so leicht wie möglich zu machen. Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich innerhalb der Gemeinde barrierefrei bewegen zu können.

Kann die Gemeinde einen Beitrag zum Klimaschutz leisten?

Winkler: Grundsätzlich kann und muss jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn wir wollen, dass zukünftige Generationen nicht durch unser Handeln eingeschränkt werden und dafür bezahlen müssen. Wir als Gemeinde versuchen ebenfalls, unseren Teil dazu beizutragen und den Kindern Klimaschutz und Natur nahezubringen. Zum einen geschieht das durch verschiedene Veranstaltungen, zum anderen veranstalten wir jährlich einen Stromsparwettbewerb. Darüber hinaus haben wir bereits Schule und Kindergarten energetisch saniert und legen jedes Jahr Staudenbeete an.

Es ist ein Jugendtreff geplant. Sie wollen auch ein Betreutes Wohnen für Senioren einrichten. Wie weit sind diese Pläne?

Winkler: Für den Jugendtreff sind die Planungen in Absprache mit den Jugendlichen abgeschlossen. Die Pläne liegen zur Genehmigung dem Landratsamt vor. Das Betreute Wohnen ist eine Vision von mir. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, Betreutes Wohnen zukünftig in der Gemeinde anzubieten. Auch von Bürgern unserer Gemeinde liegen uns bereits Anfragen zu diesem Thema vor. Wir stehen noch ganz am Anfang der Planungen.

Was macht Ihrer Ansicht nach die Gemeinde Binswangen liebens- und lebenswert?

Winkler: Binswangen liegt an der Donauleite und hat eine gute Anbindung in alle Himmelsrichtungen. Dadurch kann man zum einen die Vorzüge des ländlichen Lebens genießen, zum anderen besteht die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit die umliegenden Städte, wie zum Beispiel Augsburg, zu besuchen. In Sachen Optik und Geschichte überzeugen vor allem die Synagoge, die Kirche, die Kapelle und historische Gebäude wie das Schillinghaus. Was Binswangen liebenswert macht, ist die außerordentlich gute Vereinsarbeit, durch die wir ein vielfältiges Angebot für Jung und Alt bieten können. Auch können wir als kleine Gemeinde noch immer eine eigenständige Grundschule unser Eigen nennen.

Interview: Elli Höchstätter

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