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  3. Wertingen: Die katholische Kirche Wertingen strafft den Stundenplan

Wertingen
14.06.2019

Die katholische Kirche Wertingen strafft den Stundenplan

Die wehrhaften Türme der Martinskirche in Wertingen haben gute und schlechte Zeiten überdauert. Nun gibt es eine neue Herausforderung in der Pfarreiengemeinschaft. Der Priestermangel macht sich akut bemerkbar.
Foto: Hertha Stauch

Wie die Pfarreiengemeinschaft Wertingen-Binswangen-Gottmannshofen künftig mit nur einem Pfarrer zurecht kommen will. Ein neues Konzept zeigt auf, wo es Einschränkungen geben wird.

Die Pfarreiengemeinschaft Wertingen schaut nach vorne. Nach dem vor vier Wochen bekannt wurde, dass Kaplan Pater Robin im September die Pfarrei verlassen soll und die Stelle nicht mehr besetzt wird, haben die Pfarrgemeinderäte von Wertingen, Gottmannshofen und Binswangen ein Konzept ausgearbeitet, wie es nun weitergehen kann. Da Stadtpfarrer Rupert Ostermayer ab Herbst dann der einzige hauptamtliche Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft ist, der priesterliche Aufgaben ausführen kann, müssen Dienste und Stundenpläne der neuen Situation angepasst werden. So muss der Gottesdienstplan am Werktag und auch an den Sonntagen gekürzt werden, berichtet Ostermayer. „Als fester Bestandteil erhalten bleibt die 10-Uhr-Messe jeden Sonntag in Wertingen“, legt Ostermayer Wert auf diesen zentralen Gottesdienst, den auch Gläubige aus dem Oberen und Unteren Zusamtal immer wieder besuchen würden. Inwieweit Sonntagsgottesdienste in Binswangen und Gottmannshofen betroffen sind, kann der Pfarrer noch nicht sagen. Klar sei auch, dass an großen Festtagen –„wenn es zwickt“ – es ausnahmsweise in einer Kirche mal nur eine Wortgottesfeier geben könne.

Die Messe im Seniorenzentrum bleibt

In der Sitzung der Pfarrgemeinderäte sei es auch allen ein Anliegen gewesen, die wöchentliche Messe im Seniorenzentrum Sankt Klara am Donnerstag um 10 Uhr auf jeden Fall zu erhalten und ebenso einen wöchentlichen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle. Der müsse allerdings von Sonntag auf Freitag verlegt werden. Unangetastet bleibt auch der von Ehrenamtlichen abgehaltene Wortgottesdienst am Sonntag im Altenheim.

Eine grundsätzliche Entscheidung im Gremium sei es gewesen, die kirchlichen Angeboten vor allem an den Werktagen einzuschränken, berichtet Pfarrer Ostermayer. Da er künftig der Einzige in der Pfarreiengemeinschaft sei, der priesterliche Aufgaben übernehmen könne, müsse der Zeitplan angepasst werden. Dieser werde sicher immer wieder durch das Tagesgeschäft variieren. Ostermayer: „Es gibt Wochen, da kommen drei Beerdigungen hinzu, da wird es sicherlich Verschiebungen geben.“ Auch bei Taufen müsse es künftig Einschränkungen geben: „Wir können nicht mehr alle Wünsche berücksichtigen.“ So wird es ab September in der Pfarrei feste Tauftermine geben, bei denen sich die Eltern eintragen können. Unkalkulierbar seien Krankensalbungen, erklärt Ostermayer. „Das kommt von einer auf die andere Stunde.“ Da könne es in Zukunft schon mal sein, dass die Angehörigen warten müssen oder im ungünstigen Fall der Sterbende verschieden ist, bis der Pfarrer eintrifft. Wir ein runder Geburtstag in der Pfarrgemeinde gefeiert, muss der Pfarrer in der Kaffeerunde dabei sein: „Auch das wird nicht mehr im bisherigen Umfang möglich sein“, überlegt Ostermayer. Er werde die Geburtstagskinder aber sicherlich nicht vergessen, sondern ihnen einen persönliche Gratulation von seinen Helfern übermitteln lassen.

Viele Ehrenamtliche unterstützen die Pfarrei

Da greifen die vielen Ehrenamtlichen in den Pfarreien ein, deren Dienst in Zukunft noch wichtiger werde, schätzt Ostermayer diese Arbeit schon jetzt. Er kann auf Anhieb gar nicht sagen, wie viele Frauen und Männer es sind, die Pfarreien ehrenamtlich unterstützen: „Es sind auf jeden Fall sehr viele, die viele einzelne Dienste leisten.“ Auch künftig müssten Aufgaben auf viele Schultern verteilt werden – „das ergibt eine große Entlastung“. Die Kirche sei derzeit auf ihre Laien angewiesen. Doch auch Ehrenamtliche stoßen an ihre Grenzen, es müsse darauf geachtet werden, dass sie nicht überlastet werden.

Ein Kurzurlaub liegt hinter Rupert Ostermayer, so hat er nochmal durchschnaufen können, ehe er nun vor der neuen Herausforderung steht, seinen Priesterdienst ganz alleine zu bewältigen. Momentan „haben wir einen guten Weg gefunden“, das Problem anzugehen, denkt Ostermayer. Dass der Kaplan sich aus Wertingen verabschieden muss, liege allein am Priestermangel in der katholischen Kirche. „Es wird so weitergehen“, sieht Ostermayer noch kein Ende. Niemand könne derzeit wissen, wie lange sich diese Situation hinziehen werde. Den Priesternachwuchs nur noch mit ausländischen Geistlichen auszugleichen, sei keine dauerhafte Lösung. Es sei klar, dass man die Zahl der Priester aus Indien oder Polen nicht endlos erweitern könne.

Lesen Sie dazu unseren Kommentar: Den Wertingern hilft Lamentieren nicht

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