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Wertingen

05.04.2019

Wertingens Wirtschaft rückt noch näher zusammen

Stadtverwaltung und Wirtschaftsvereinigung tauschten sich im Rathaus aus (von links): Willy Lehmeir, Alexander Bischof, Alfred Schneid, Bianca Wiedenmann, Dieter Nägele, Anina Hirn, Wolfgang Reining und Hans Moraw.
Bild: Benjamin Reif

Durch ein Online-Forum sollen die Mitglieder sich noch schneller und unkomplizierter über alltägliche Probleme, Aufgaben und juristische Hürden austauschen können.

Die Wirtschaftsvereinigung Wertingen will noch sichtbarer werden und sich noch stärker vernetzen. Nach dem großen Erfolg des ersten Wirtschaftsempfangs im vergangenen Jahr lud die WV rund um den Vorsitzenden und Getränkehändler Hans Moraw ihre Mitglieder und Vertreter der Lokalpolitik erneut in den Festsaal des Rathauses ein.

Anina Hirn von Uhren-Schmuck-Hirn hatte eine ungewöhnliche Bitte an ihre Kollegen. Angelehnt an den berühmten Spruch aus Asterix und Obelix äußerte sie den Wunsch: „Ich will, dass sich die Leute denken: Die spinnen, die Wertinger!“

Natürlich nur im positiven Sinne. Um den Herausforderungen der Zukunft noch entschlossener entgegen zu treten, will die WV stärker zusammenrücken und neue Wege gehen. Annina Hirn erzählt aus dem Alltagsleben: Ihr Mann und sie selbst werden wöchentlich mit kleineren Problemen konfrontiert, für die sich nicht unmittelbar eine Lösung anbietet. Der typische Ablauf im Hause Hirn ist dann meistens: Darüber sprechen, ergebnislose Suche im Internet, Notiz auf dem Schreibtisch, Notiz wandert zur anderen Ecke des Schreibtischs. Und irgendwann das Aha!-Erlebnis: Da gibt es doch jemand, der kann mir helfen.

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Die Probleme in Wertingen gemeinsam angehen

„Das Tür-zu-Tür-Prinzip wird hier schon gelebt“, sagt Hirn. Dieses Prinzip der gegenseitigen Hilfestellung wollen die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung nun konsequent weiterentwickeln, mit dem „Netzwerk Wirtschaft“. Dabei soll ein neu entwickeltes Onlineforum helfen. Dieses wurde in Eigenregie von Wolfgang Reining entworfen. Es bietet den Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigungen die Möglichkeit, sich nach der Registrierung im geschlossenen Rahmen über ihre Probleme und Erfahrungen auszutauschen. Das Forum ist exklusiv für die WV gedacht, Nicht-Mitglieder bekommen keine Registrierung.

Einmal angemeldet, hat der Nutzer die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen in die Gespräche einzuschalten – oder gleich ein ganz neues anzufangen.

Der Themenwahl sind dabei keine Grenzen gesetzt. Praktische Beispiele gaben die Jungunternehmer Jonas Ziegler und Thorsten Artinger. Ziegler berichtete von der Medienbranche, der sein Unternehmen „Foto Zolleis“ angehört. Dort sei es Gang und Gebe, dass sich Medienmacher untereinander ständig austauschen und aushelfen. Das sei in der heutigen Zeit essenziell geworden. Thorsten Artinger, Betreiber eines Fachgeschäftes für Elektroartikel, brachte ein konkretes Beispiel vor: „Wenn jemand über Printwerbung nachdenkt, tauscht man sich dann über Erfahrungen und Möglichkeiten aus. Nicht alles ist da für jeden Unternehmer geeignet.“

Viele Mitglieder wollten im Anschluss an den Vortrag wissen, wie ein Mitglied der WV Zugang zu dem neuen Forum erhält. Wer Zugriff möchte, soll laut Annina Hirn eine Mail an die Adresse webmaster@wv-wertingen.de schreiben. Nach der Bestätigung durch die Administratoren werden den Neu-Mitgliedern dann ein Benutzerkonto samt Passwort zugewiesen.

Die Wirtschaftsvereinigung hat mittlerweile über 100 Mitglieder

Hans Moraw bekräftigte die Stärke der Wertinger Wirtschaft und den Nutzen der WV. „Wir sind das Bindeglied zwischen der Politik und der Wirtschaft“, sagte Moraw, der selbst für die CSU im Stadtrat sitzt. Mittlerweile habe die Wirtschaftsvereinigung über 100 Mitglieder – neben den Firmeninhabern auch Selbstständige und Gastronomen.

Bürgermeister Willy Lehmeier (Freie Wähler) bekräftigte ebenfalls das gute Verhältnis der Stadtpolitik und der Wirtschaftsvertreter: „Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es Wertingen gut“. In der heutigen Welt sei es unübersichtlich geworden, wessen Angeboten man vertrauen könne. Die nähere Umgebung sei für Hilfestellungen besser geeignet als das anonyme Internet. Im Hinblick auf das neue Forum der Wirtschaftsvereinigung sagte der Bürgermeister: „Wenn man sich einen Tipp holt, kann man dem bei uns noch ein Gesicht zuordnen.“

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