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04.10.2019

Wertinger Grüne freuen sich über Vorschläge der CSU

Verkehrsberuhigung der Wertinger Innenstadt ist ein wichtiges Thema. Die Vorbereitungen auf die Kommunalwahl laufen. Ein „aktives Einmischen“ ist gefragt. Auch eine parteiliche Partnerschaft mit Buttenwiesen scheint wieder machbar

Das Organisationsteam der Wertinger Grünen traf sich zu einem Vorbereitungsgespräch für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr. Diskutiert wurde zunächst die Absicht, einen Ortsverband Zusamtal mit den Zentren Wertingen, Buttenwiesen und Laugna zu gründen.

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Nach den Erfolgen der Klimaschutzbewegung „Fridays for future“ sehen die Wertinger Grünen ihre seit über 20 Jahren angestrebte Partnerschaft mit Buttenwiesen hinsichtlich gemeinsamer Energiewerke wieder als politisch machbar. Diese Partnerschaft könnte sich nun auch auf ökologische und ökonomische Ziele ausweiten lassen. Hier brachte Jörg Schießler auch die Problematik des Flächenverbrauchs ins Spiel.

Die Wertinger Stadträte Peter Hurler und Ludwig Klingler berichteten über die Ausführungen von Niklas Zöschinger, dem Kreissprecher von „Friday for future“, in der vergangenen Stadtratssitzung. Die sich daran anschließende Diskussion sorgte in der Teambesprechung für Gesprächsstoff.

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Beide Stadträte zeigten sich über die Vorschläge insbesondere der CSU-Stadtratsfraktion erstaunt und erfreut. Besonders Stadtrat Klingler fand darin seine Anregungen als grüner Stadtrat wieder, die er im Laufe seiner Gremiumsmitgliedschaft seit 1996 wiederholt vorgebracht hatte und mit denen er immer wieder gescheitert war. „Denn das Klimaproblem gab es damals schon“, so Klingler. Als Beispiele nannte er die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt und ein Leitbild für die Gesamtentwicklung der Stadt Wertingen im Rahmen der Agenda 21. Schon 1992 wurde angesichts einer fortgesetzten ökologischen Zerstörung jede Kommunalverwaltung aufgerufen, in einen Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft zu treten, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

„Jetzt besteht endlich eine Chance auf Verwirklichung eines städtischen Klimabeirates mit Bürgerbeteiligung“, so Stadtrat Hurler, der die Initiative der CSU-Fraktion lobend hervorhob. „Die in der Stadtratssitzung erwähnte Baumschutzverordnung, initiiert 1991 von den damaligen Stadträten Fritz Deller und Konrad Beck, konnte allerdings 2011 nur mit einer Stimme Mehrheit verlängert werden“, betonte Umweltreferent Klingler.

„Blamabel für die städtische Klimapolitik“ endete laut Klingler vor einigen Monaten die Abstimmung über die unnötige Überplanung der Windkraftvorrangflächen mit der sogenannten 10-H-Regelung: „Damals fehlte leider noch der politische Druck der ‚Fridays for future’-Bewegung“, bedauerte Ludwig Klingler die Verhinderung vorausschauender Energie- und Wirtschaftspolitik.

„Der Druck auf den Stadtrat darf nicht nachlassen“, so Jonas Ziegler. „Klimapolitik erfordert Entscheidungen, orientiert an den wissenschaftlichen Erkenntnissen, bei der Parteiinteressen zurückstehen müssen, um dem Gemeinwohl zu dienen“, ergänzte Hurler.

Mit Blick auf die kommende Stadtratsperiode 2020 bis 2026 könnten Interessierte mit einer Kandidatur auf der grünen Stadtratsliste durch „aktives Einmischen“ lokal gute Entscheidungen auf den Weg bringen. Parteimitgliedschaft sei keine Bedingung. „Wir gestalten grüne Kommunalpolitik, weil wir hier leben“, so das einmütige Motto des grünen Organisationsteams. (pm)

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