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Wertingen

20.11.2018

Wertinger Seniorenheim scheint zu klein für die Stadt 

Wertingens evangelische Pfarrerin Ingrid Rehner und ihr katholischer Kollege Rupert Ostermayer segneten rund 100 Senior(inn)en in der Wertinger Stadtpfarrkirche. 
Bild: Theo Hungbaur

Der Wertinger Heimleiter erklärt auch, worauf der Name St. Klara zurückgeht. Die beiden Wertinger Pfarrer hatten zuvor rund 100 Menschen  in hohem Lebensalter gesegnet.  

Bereits seit Gründung des Wertinger Altenwerkes 1973 gibt es den ökumenischen Segnungsgottesdienst gegen Ende des Jahres. So fanden sich auch diesmal wieder rund 100 Senioren und Seniorinnen in der Pfarrkirche St. Martin zu dieser Messe ein. Pfarrerin Ingrid Rehner von der Bethlehemgemeinde und Stadtpfarrer Rupert Ostermayer gestalteten mit sehr bewegenden Gedanken und Gleichnissen zum Lebensalter den Gottesdienst. Mit der Handauflegung spendeten die beiden Geistlichen jedem Einzelnen den persönlichen Segen.

Wertinger Heimleiter erstattete Bericht

Der Einladung zu Kaffee und Kuchen im Pfarrheim folgte ebenfalls eine größere Anzahl der Senioren. Nach dieser Pause erstattete Heimleiter Günther Schneider seinen Bericht über das Seniorenzentrum St. Klara. Zunächst umriss er in Kürze seine vorherige berufliche Tätigkeit. Seit eineinhalb Jahren ist Günther Schneider der neue Heimleiter des Wertinger Seniorenzentrums St. Klara. Woher der Name des Altenheimes St. Klara kommt? Die Heilige habe im 13. Jahrhundert in Assisi gelebt und folgte dem heiligen Franziskus in der Betreuung und Hilfe für Kranke und Arme nach. Klara stehe auch für Licht beziehungsweise hell. So freut sich der Wertinger Heimleiter besonders über das lichtdurchflutete Haus. „Tageslicht ist wichtig für die Bewohner“, so der Referent. Bei Dunkelheit neige man zu Verstimmung und Traurigkeit. Ein Wintergarten sei in Planung, der ebenfalls viel Licht aufnimmt.

Besucher sind im Wertinger Heim immer willkommen

St. Klara ist laut Schneider ein offenes Haus: „Besucher sind immer willkommen.“ Von über 70 Bewohnern seien 40 noch weitestgehend fit und selbstständig. Diese würden auch angehalten, sich zu bewegen, beispielsweise bei kleinen Spaziergängen. Nur vier Personen sind ständig bettlägerig. Als ein Plus sieht der Heimleiter auch, dass das Essen täglich frisch gekocht wird – „das ist nicht mehr bei allen Heimen üblich“.

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Vom viel besprochenen Pflegenotstand sei in St. Klara nichts zu spüren, es gebe sogar sechs Auszubildende, die von der Stadt Wertingen mit finanziert werden. Der Heimleiter lobte auch die große Motivation aller Angestellten. Über das Engagement von insgesamt 40 ehrenamtlichen Personen, darunter der Mütterkreis und die Klaranetten, deren einst spontaner Auftritt zum Dauerengagement wurde, freue er sich besonders, betonte Günther Schneider. Die Nachfrage für einen Platz im Seniorenheim sei groß und die Warteliste lang. „Das Altenheim St. Klara ist für Wertingen zu klein“, so der Heimleiter.

Zu Fragen der Zuhörer bezüglich der Kosten für Einzel- und Zweibettzimmer sowie zur Kurzzeit- oder Tagespflege gab der Referent am Schluss seines Vortrags gerne Auskunft. (pm)

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