Fußball-Nachlese

10.09.2019

Auf der sicheren Seite

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TSV Wertingen verlässt nach dem Sieg beim FC Mertingen die Abstiegszone in der Bezirksliga. TSV Unterthürheim zeigt sich gut erholt und schießt zu Hause sechs Tore

Rein wettertechnisch betrachtet war es ein sehr ungemütlicher Tag. Kein Wunder, dass bei all den Regenfällen am vergangenen Sonntag in vielen Haushalten die Heizungen hochgefahren wurden und gar mancher Kachelofen für die notwendige Wärme sorgte. Auch Christoph Kehrle, der Trainer des TSV Wertingen, machte es sich am Abend bei loderndem Feuer im eigenen Heim so richtig gemütlich. Dass die Stimmung bei ihm besonders gut war, dafür hatten seine Schützlinge am Nachmittag beim FC Mertingen gesorgt. Mit 4:2 behielten die Gäste im Aufsteigerduell der Bezirksliga Nord die Oberhand und stehen nun rein tabellarisch betrachtet auf der sicheren Seite der Tabelle. Doch von Platz zehn will sich Kehrle freilich nicht blenden lassen. Erst wenn die nächsten vier Spiele absolviert sind, könne man erahnen, wo die Reise hingeht, so der 34-Jährige. Mit dem Trend ist der TSV-Coach zufrieden. „Wir haben von den letzten fünf Spielen drei gewonnen und nur beim Spitzenreiter SC Bubesheim verloren“, rechnet Kehrle vor, der sich nun auf das Heimspiel gegen den BC Adelzhausen konzentriert und als Zielrichtung bis zur Winterpause 25 Punkte vorgibt.

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So schnell als möglich 40 Zähler auf dem Konto haben - dieses Ziel hatte der TSV Meitingen vor dem Saisonstart ausgegeben. Wenn alles so perfekt läuft wie beim ungefährdeten 3:0-Erfolg im Derby gegen den SC Altenmünster, dann könnten die Lechtaler womöglich schon zu Beginn der Adventszeit einen Haken unter dieses Vorhaben setzen. Auch ohne den im Urlaub weilenden Trainer Pavlos Mavros und nach einer torlosen ersten Halbzeit ließen die Lechtaler keine Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause ist. Gerade einmal 17 Sekunden waren im zweiten Abschnitt gespielt, als Alexander Heider mit dem Treffer zum 1:0 die Weichen auf Sieg stellte. Dass die Gäste aus dem Zusamtal die schwächste Saisonleistung zeigten, kam nicht von ungefähr. Mit Spielertrainer Peter Ferme, Mario Kalkbrenner und Nico Schuster befanden sich in der vergangenen Woche drei Spieler in Urlaub, von denen zwei erst wenige Stunden vor dem Anpfiff zurückkehrten und sich schwer taten, sofort wieder den notwendigen Rhythmus zu finden. Ferner vielen mit Patrick Pecher (Grippe) und Dominik Osterhoff, der sich einer Blutplasmaspende unterzog, um einem schwer erkrankten Menschen zu helfen, zwei wichtige Offensivakteure aus. Und als nach knapp einer halben Stunde auch noch Torwart Alexander Schmid verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, spielte dies Meitingen noch mehr in die Karten.

Gut erholt von der 1:4-Niederlage in Dillingen zeigte sich der TSV Unterthürheim in der Kreisklasse Nord II. Gegen den SV Ehingen-Ortlfingen spielte der Kreisliga-Absteiger groß auf und führte nach knapp einer Stunde bereits mit 6:0. Dass die Gäste dann noch zu zwei Gegentreffern kamen, tat der guten Stimmung im Lager der Unterthürheimer keinen Abbruch. Zumal jetzt beim punktlosen Schlusslicht Genderkingen und im nächsten Heimspiel gegen Eggelstetten Gegner warten, gegen die das Punktekonto weiter aufgebessert werden soll.

In der A-Klasse Augsburg Nordwest wird derzeit kräftig durchgeschüttelt. So sucht man nach vier Spieltagen vergeblich nach Favoriten wie Biberbach oder Herbertshofen ganz oben in der Tabelle. Nein, aktuell nimmt den „Platz an der Sonne“ Aufsteiger SV Wörleschwang ein und das mit fünf Zählern Vorsprung auf die Verfolger. „Wir glauben es selbst noch gar nicht, dass wir da oben stehen“, stellt Wörleschwangs Abteilungsleiter Kevin Weinl selbst etwas verwundert fest. Bekanntlich wurde nach der letzten Saison die Spielgemeinschaft mit Zusmarshausen aufgelöst. Dazu Weinl: „Das hat sich von allein ergeben, da fast kein Spieleraustausch mit Zusmarshausen mehr stattfand.“ Die Stärke der aktuellen Mannschaft sieht er im großen Zusammenhalt und das betrifft nicht nur die Spieler. Unter den Kickern hat sich ein Greenkeeper-Team gebildet. „Wir sind bald jeden Tag auf dem Platz, weil es immer etwas zu tun gibt. Im Sportheim machen wir deswegen schon Rekordumsätze“, sagt Weinl schmunzelnd. Und eine Personalie spielt für den Aufschwung auch eine Rolle. Für Özkan Karaman wurde Florian Späth als Spielertrainer verpflichtet. Der entfachte das Feuer im Team. Dass Späth im Kasten der Wörleschwanger ein großer Rückhalt ist, bewies er zuletzt mit einem gehaltenen Elfmeter in Achsheim. (her/dirg)

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