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  3. Wertingen: Wertinger Künstler: „Ich ließ mich nicht verbiegen“

Wertingen
12.02.2024

Wertinger Künstler: „Ich ließ mich nicht verbiegen“

Künstler Manfred Johannes Nittbaur bei der Arbeit im Freien. Am Rosenmontag feiert der Wertinger seinen 75. Geburtstag.
Foto: Rosmarie Gumpp

Der Wertinger Künstler Manfred Johannes Nittbaur feiert am Rosenmontag seinen 75. Geburtstag. Er bezeichnet sich selbst als „Grenzgänger in der Kunst“.

Manfred Nittbaur erzählt gerne und sein interessantes Leben bietet auch viel Stoff dafür. Ein dankbares Lächeln ziert das Gesicht des Wertingers, wenn er auf 75 Jahre seiner Biografie zurückblickt. Es ist ihm im Gespräch wichtig, auf Menschen zu verweisen, denen er seinen Werdegang zu verdanken hat, die ihn unterstützten, die ihm Mut machten. „Dankbar bin ich meiner ersten Frau Anni, die tödlich verunglückte, meiner jetzigen Frau Ruth, meinen Eltern, meinen Großeltern, besonders meinem Großvater, mit dem ich sehr viel unterwegs war“. 

Manfred Johannes Nittbaur wurde am 12. Februar 1949 in Wertingen geboren. Nach dem Besuch der Realschule (damals Mittelschule) absolvierte er erfolgreich eine Verwaltungsausbildung im Landratsamt in Wertingen. Anschließend wechselte er an das Ketteler-Kolleg nach Mainz, um dort 1972 sein Abitur abzulegen. Der Rektor des bischöflichen Kollegs Pfarrer Gerhard Kinsberger ermöglichte ihm schon als Schüler Zugang zum Mainzer Künstler Helimar Schoormans. Diese Zeit war sehr prägend für den angehenden Künstler. Nach bestandener Hochschulreife stand seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München nichts mehr im Wege. 

Der Wertinger zählte zu den 20 Bewerbern, die einen Studienplatz erhielten

Von 1972 bis 1976 studierte Manfred Johannes Nittbaur Kunsterziehung und Malerei bei Professor Horst Sauerbruch und Bildhauerei bei Professor Otto Kallenbach. Nittbaur erzählt stolz, dass er zu den 20 Studenten zählte, die zum Studium aufgenommen wurden, 450 Bewerbungen lagen vor. Als Lehrer für Kunsterziehung war er am Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien und am Wertinger Gymnasium tätig. Zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland zeigten und zeigen seine schöpferische Vielfalt. Im Inland waren seine Kunstwerke in Mainz, Augsburg, Dillingen, Lauingen, Landsberg, Neuburg an der Donau, Oberschönenfeld und Höchstädt zu bewundern. Der Künstler erfreute mit seinen Werken aber auch in Péc (Serbien), Pristina (Kosovo), Hangzhou (China) und Chartres und anderen Orten in Frankreich. 

Unterwegs sein, Eindrücke mit allen Sinnen aufzunehmen, sich an den Schönheiten der Welt zu erfreuen und diese dann künstlerisch umzusetzen mit Stiften und Farben auf Papier, Leinwand, auf Wände, auf Glas sowie in Bronze und Stein, das ist das Credo des Künstlers Nittbaur. Schwerpunkte seiner gestalterischen Arbeit für Architektur sind die Glaskunst und die Bildhauerei (vornehmlich das Modellieren in Ton für den Guss in Bronze). „In meinen Arbeiten für Projekte sakraler und profaner Architektur lasse ich mich ganz auf den jeweiligen Platz und Raum ein. Es ist für mich ein leidenschaftliches Anliegen die Menschen anzusprechen und ihnen zu dienen. Mein Bestreben ist es, authentisch für Identität zu sorgen. Dies gilt gleichermaßen für öffentliche Gebäude wie Schulen, Rathäuser, Kapellen, Friedhofshallen und Platz- und Brunnengestaltungen.“

Nittbaur stellt im Rahmen der 750-Jahr-Feier in Wertingen aus

Manfred Nittbaur bezeichnet sich selbst als „Grenzgänger in der Kunst“. Es freue ihn außerordentlich, dass ihm die Stadt Wertingen im Rahmen der 750-Jahr-Feier im Mai 2024 eine Ausstellung im Schloss und in der Städtischen Galerie ermöglicht, die Vernissage ist am Samstag, 11. Mai. Nittbaur absolvierte an der LMU in München ein Zweitstudium der Kunstgeschichte, Theologie und Archäologie. Jungen Künstlern gibt er den Rat für das Leben mit auf den Weg, sich von niemandem und durch nichts „verbiegen“ zu lassen, und authentisch zu bleiben. Die Maxime seines Lebens sei die Aussage des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber: Alles Wirkliche im Leben ist Begegnung. 

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Manfred Johannes Nittbaur neben einem seiner zahlreichen Werke im heimischen Atelier. Die Hafenszene entstand in Frankreich.
Foto: Rosmarie Gumpp

Manfred und Ruth Nittbaur lieben ganz besonders Südamerika. Bei mehreren Reisen dorthin erinnern sie sich an viele Begegnungen mit den einheimischen Menschen. Dieser Kontinent ergriff Nittbaur als religiösen Menschen und als gestaltenden Künstler. Hier vermutete er aber auch Neues und Belebendes für seine Malerei. Stolz berichtet er, einen Zeitzeugen gesprochen zu haben, der noch Che Guevara, den großen Freiheitskämpfer kannte. Er besuchte dessen „Exekutionsort“ und aus der Ergriffenheit heraus malte Nittbaur später ein Triptychon. Die beiden Südamerika-Reisen mit seiner Ehefrau waren für Manfred Nittbaur als Künstler und als Mensch etwas tief Beeindruckendes. Diese Eindrücke brachten ihn zum Ausdrücken und zum Verarbeiten seiner Vermutungen und Erwartungen. Manfred Johannes Nittbaur: „Ein Künstler braucht immer Neues, an dem er seinen Horizont erweitern kann, ja zwingt, weiterzugehen. Wenn man diesen Drang nicht mehr in sich spürt, dann ist man alt und die Kunst erlischt in einem Künstler.“ 

Manfred Johannes Nittbaur sprüht in seinen Erzählungen und hinterlässt keinen Eindruck „alt“ zu sein. Er freue sich auf seinen 75. Geburtstag am Rosenmontag, den er mit seiner Frau, seinen drei Kindern und deren Familien sowie mit engen Freunden feiern wird. 

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