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  3. 60 Jahre Supermarkt: So könnte der Supermarkt der Zukunft aussehen

60 Jahre Supermarkt
26.09.2017

So könnte der Supermarkt der Zukunft aussehen

Per App können die Etiketten eingescannt und das Produkt so zum Beispiel einer digitalen Einkaufsliste hinzugefügt werden.
Foto: Roland Weihrauch, dpa

Vor 60 Jahren eröffnete der erste Supermarkt in Deutschland. Die Art, wie Kunden dort einkaufen, hat sich seitdem kaum geändert. Jetzt setzt das Internet viele Läden unter Druck.

Jürgen Frank braucht nur wenige Minuten, um seine Vision der Zukunft zu skizzieren. Er redet dann von intelligenten Einkaufswagen, von Kundenstrom-Messungen und Märkten, in denen kein Kunde mehr in der Schlange stehen muss. Frank ist Marketing-Chef des Unternehmens Wanzl. Der Konzern beliefert vom schwäbischen Leipheim aus Supermärkte in aller Welt mit Einkaufswagen, zweieinhalb Millionen Exemplare werden im Jahr verkauft.

Seit kurzem bietet Wanzl aber nicht mehr nur die rollenden Metallwagen an, sondern auch die passende Technik: Mit dem Programm „Wanzl connect“ können Ladenbesitzer ihre Supermärkte vernetzen. Einkaufswagen und Körbe werden mit elektronischen Chips ausgestattet, Supermarkt-Mitarbeiter können immer und überall verfolgen, wie viele Kunden gerade zwischen Käsetheke und Weinabteilung unterwegs sind, welche Regale sie links liegen lassen und wann sie zur Kasse strömen. Es ist ein Stück Zukunft im klassischen Supermarkt.

Supermärkte stehen unter Druck wie nie zuvor

So wie Wanzl haben in den vergangenen Jahren viele Unternehmen begonnen, das Einkaufen neu zu denken. Der Grund ist so einfach wie drängend: Die Supermärkte stehen unter Druck wie nie zuvor. Das liegt auch am Online-Handel, der zwar langsam, aber doch merkbar an Bedeutung gewinnt. Jeder Zweite kauft regelmäßig im Internet ein. Und auch, wenn die Deutschen deutlich seltener Lebensmittel im Netz bestellen als Schuhe, Bücher oder Fotoapparate, so gewöhnen sie sich doch immer mehr daran, wie gut die Internet-Konzerne ihre Vorlieben kennen.

Denn im Netz sorgen Algorithmen dafür, dass den Kunden passgenaue Produkte angeboten werden. Wer einmal im Internet nach Lautsprechern sucht, wird in den Wochen danach also regelmäßig Werbung für ähnliche Modelle sehen. Und wer plötzlich große Mengen Windeln kauft, muss sich nicht wundern, wenn bald darauf Babybrei-Anzeigen auf dem Bildschirm auftauchen.

Amazon will die Supermarkt-Kasse abschaffen

Ausgerechnet der Online-Riese Amazon arbeitet an Gegenentwürfen für die Offline-Welt. Im Supermarkt „Amazon Go“ im US-amerikanischen Seattle sollen Kunden sich gar nicht mehr an einer Kasse anstellen müssen. Greifen sie nach einem Produkt, wird das von einer Smartphone-App registriert. Verlässt der Kunde dann das Geschäft, erstellt die App automatisch die Rechnung. Bezahlt wird mit einem Klick per Online-Dienst. Allerdings hat auch Amazon noch seine Probleme mit der Zukunft: Die Eröffnung des Ladens ist schon mehrfach verschoben worden, weil die Technik nicht mehr als 20 Kunden unterscheiden kann.

Speziell die Produktpräsentation von Obst, Gemüse, Fleisch und Käse wird umgestaltet - der Kunde will diese sehen und "erleben" bevor er sie kauft.
13 Bilder
Die Geschichte und Zukunft des deutschen Supermarktes in Bildern
Foto: Rolf Vennenbernd, dpa

In Deutschland scheitern viele Ideen bisher nicht unbedingt an der Technik, sondern am Datenschutz. Als etwa im Frühjahr bekannt wurde, dass das Augsburger Unternehmen Echion für die Supermarkt-Kette Real Gesichter von Kunden analysiert und anonym Daten erhebt, waren viele empört. Der Test wurde kurz darauf eingestellt.

Navigationssysteme am Einkaufswagen könnten bald Alltag sein

Gerrit Kahl glaubt, dass die digitale Welt dennoch nach und nach Einzug in die Supermarkt-Welt halten wird. Der Wissenschaftler leitet das Innovative Retail Laboratory im saarländischen Sankt Wendel, eine Außenstelle des deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz. Kahl erforscht dort gemeinsam mit seinen Kollegen die Zukunft des Einkaufens. Dass das Internet in dieser Zukunft eine große Rolle spielen wird, steht für den Wissenschaftler außer Frage. „Online und offline wird fusionieren“, sagt er. Das heißt, dass die Supermärkte nach und nach Funktionen übernehmen werden, die der Kunde bisher aus dem Internet kennt.

Dazu zählt zum Beispiel der vernetzte Einkaufswagen, wie Wanzl ihn anbietet. „Das wurde ja manuell auch schon gemacht“, sagt Kahl. Bisher waren es Mitarbeiter, die den Kunden unauffällig gefolgt sind, um zu beobachten, an welchen Regalen die meisten Menschen stehen bleiben. Auch Apps, die die Produkte scannen und dem Kunden sofort Informationen zu Inhaltsstoffen und Diätempfehlungen liefern, könnten Kahl zufolge bald Alltag sein, genauso wie Navigationssysteme an den Einkaufswagen, die den Kunden zu dem Produkt führen, das er sucht.

Anders sieht es bei intelligenten Etiketten aus. Hersteller testen bereits Systeme, die dann zum Beispiel je nach Tageszeit unterschiedliche Preise anzeigen, ähnlich wie an der Tankstelle. Davon hält Kahl nicht viel. „Individualisierte Preise könnten Kunden abschrecken“, betont er. „Und das ist das Letzte, was ein Einzelhändler will.“

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