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Allgäu
21.03.2019

Ikea kommt nun doch nicht nach Memmingen

So hätte die Ikea-Niederlassung am Memminger Autobahnkreuz einmal aussehen können. Nun hat der Konzern hat seine Pläne über den Haufen geworfen.
Foto: Ikea (Computer Animation)

Lange ließ der Möbelhändler seine Kunden im Unklaren, ob er ins Allgäu kommt oder nicht. Nun hat sich Ikea gegen den Standort entschieden. Ein Manager erklärt warum.

Der Möbelhändler Ikea hat sich entschieden: Er kommt doch nicht nach Memmingen. Der Konzern hat seine Pläne über den Haufen geworfen und wird am Autobahnkreuz keine Filiale eröffnen. Das Unternehmen verfolge eine „neue Expansionsstrategie“, sagte Ikea-Manager Johannes Ferber in einem Interview mit unserer Redaktion. „Wir bauen keine Standard-Möbelhäuser mehr auf der grünen Wiese.“ Der Fokus liege auf Innenstädten und Metropolregionen. Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU) sprach von einer „gewissen Enttäuschung“, sagte aber auch: „Das kommt nicht wirklich überraschend.“

Ikea will Geschäfte lieber in Innenstädten eröffnen

Die jetzige Entwicklung hatte sich bereits vor einem Jahr angedeutet: Damals gab Ikea bekannt, entgegen den ersten Planungen kein 18.000 Quadratmeter großes Möbelhaus am Memminger Autobahnkreuz zu bauen. Schon im April 2018 begründete das Unternehmen diesen Schritt mit einer neuen Firmenpolitik. Pläne für Filialen in Castrop-Rauxel und Bottrop gab Ikea damals auf, der Stadt Memmingen machte der Möbelriese noch Hoffnung: Denkbar seien ein kleineres Möbelhaus und ein Lager für von Online-Kunden bestellte Waren, hieß es. Mit dem Memminger Projekt habe sich der Konzern länger auseinandergesetzt, weil er bereits ein 15 Hektar großes Grundstück gekauft hatte, sagte Ikea-Manager Ferber nun. Doch letztlich habe der Konzern die Entscheidung getroffen, „dass wir aus dem Projekt aussteigen. Wir sind von dramatischen Entwicklungen im Einzelhandel überholt worden“.

Ikea-Aus: In Memmingen kommt auch kein Fachmarktzentrum

Ferber meint damit den wachsenden Anteil des Online-Geschäfts. Ein Auslieferungslager für im Internet bestellte Waren komme in Memmingen aber nicht infrage, da der Standort von großen Märkten wie München und Stuttgart zu weit entfernt sei. Zudem konzentriere sich Ikea bei der Suche nach Filialen auf Stadtzentren, die gut mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind, sagte Ferber.

Erledigt sind damit auch Pläne für ein angegliedertes Fachmarkt-Zentrum, gegen das sich Händler aus der Memminger Innenstadt gewehrt hatten. Es sollte ursprünglich neben der Ikea-Filiale entstehen. Für das 15 Hektar große Grundstück am Memminger Autobahnkreuz gebe es bereits Interessenten, sagte Ferber. „Wir werden aber nichts übers Knie brechen und nur verkaufen, wenn es auch im Sinne der Stadt ist.“

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22.03.2019

Wer braucht diesen Ramschladen eigentlich! Ich jedenfalls nicht.

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