Newsticker
Wolodymyr Selenskyj telefoniert erneut mit Bundespräsident Steinmeier
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Bauern: Bauernpräsident: Schulzes Pläne zu Insektenschutz "grottenfalsch"

Bauern
10.02.2021

Bauernpräsident: Schulzes Pläne zu Insektenschutz "grottenfalsch"

Der Deutsche Bauernverband hat erneut mit Nachdruck vor den Regierungsplänen für den Insektenschutz gewarnt.
Foto: Jan Woitas (dpa)

Der Deutsche Bauernverband warnt erneut vor den Plänen zum Insektenschutz. Diese seien "gefährlich" und würden die Existenz vieler Bauernfamilien bedrohen.

Der Deutsche Bauernverband hat erneut mit Nachdruck vor den Regierungsplänen für den Insektenschutz gewarnt. "Die Strategie der Bundesumweltministerin, den Insektenschutz mit Verboten durchzusetzen, halten wir für grottenfalsch und sogar für gefährlich", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Mittwoch. "Viele Bauernfamilien würden ihre Existenzgrundlage verlieren."

Bauern warnen vor Insektenschutzgesetz: Auch der Weinanbau wäre gefährdet

Das Bundeskabinett will am Mittwoch auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ein Insektenschutzgesetz beschließen, zudem eine Verordnung mit schärferen Regeln für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf den Äckern. Rukwied wandte sich dagegen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in bestimmten Schutzgebieten zu verbieten.

Bauernpräsident Joachim Rukwied: „Der Kauf von regionalen Produkten ist die beste Unterstützung einer heimischen Landwirtschaft.

"Wenn sich die Ministerin damit durchsetzt, wäre zum Beispiel der Weinbau im Kaiserstuhl komplett Geschichte", sagte der Bauernpräsident. "Wir reden hier nicht nur über vernichtetes Kapital und verlorene Arbeitsplätze, sondern über das Ende eines jahrhundertealten Teils unserer Kultur."

Präsident des Bauernverbands fordert "kooperativen Naturschutz"

Rukwied lehnte es ebenso ab, Teile der landwirtschaftlich genutzten Fläche für den Umweltschutz aus der Bewirtschaftung herauszunehmen. "Wir Landwirte wollen unsere Flächen nutzen und sie nicht brachliegen lassen." Schon heute würden längst nicht mehr alle Flächen intensiv bewirtschaftet. Der Bauernpräsident räumte ein, dass auch die Landwirtschaft beim Naturschutz besser werden müsse und warb für einen kooperativen Ansatz. "Wichtig wäre mir kein gesetzlicher Zwang, sondern kooperativer Naturschutz", sagte er. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

10.02.2021

Nach der Logik der Giftspritzer dürfte ökologischer Landbau überhaupt nicht möglich sein. Es ist unerträglich, wie Lobbyisten (mit von ihnen gesteuerte Ministerinnen wie Frau Klöckner) in unserem Land ihr Recht auf umwelt- und gesundheitsschädliches Verhalten durchdrücken.
Dieses ewige Gejammer "Aber die wirtschaftlichen Folgen" - klar, Umweltschutz vernichtet die Wirtschaft - das hat man ja gesehen, als FCKW verboten wurde. Damals kam die Weltwirschaft zum Erliegen und die Deutschen standen um Lebensmittelmarken an.... Ach doch nicht? Komisch.

Permalink
10.02.2021

Im Umkehrschluss zu der Meinung des Bauernpräsidenten gab es also vor Jahrhunderten schon Pflanzenschutzmittel, haha! Es werden doch immer nur die Großgrundbesitzer gefördert, für den kleinen Landwirt hat doch sowieso keiner von den Verantwortlichen etwas übrig. Dass es einen Zusammenhang zwischen einer wesentlich höheren CO² Bindung auf biologisch bewirtschafteten Böden gibt, wird leider nirgends (auch nicht in Medien) erwähnt. Es wird nur immer von CO² Ausstoßverminderung gesprochen.

Permalink