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Koalitionsverhandlungen

26.01.2018

Bayern will sich für stabilen Strompreis einsetzen

Eingriffe in das Stromnetz kosten erst die  Netzbetreiber und am Ende die Verbraucher viel Geld.
Bild: Peter Gercke, dpa (Archiv)

Fast eine Milliarde Euro zahlte der Netzbetreiber Tennet 2017 für Noteingriffe ins Netz. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) schlägt eine Kostenbremse vor.

Weht der Wind im Norden der Republik kräftig, kann das teuer für den Stromkunden werden. Denn wenn die Windräder an der Küste zuviel Strom erzeugen, werden diese häufig abgeregelt. Umgekehrt werden in Süddeutschland Kraftwerke hochgefahren. Grund ist, dass das Netz zwischen Nord und Süd nicht weit genug ausgebaut ist. Für die Abschaltung ihrer Windräder werden die Betreiber entschädigt. Auch das Hochfahren konventioneller Kraftwerke kostet Geld. Dem Netzbetreiber Tennet sind dadurch allein 2017 Kosten von fast einer Milliarde Euro entstanden. Dagegen will nun die bayerische Staatsregierung vorgehen.

„Den dramatischen Anstieg der Kosten für die Netzeingriffe kritisiere ich heftig“, sagte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) unserer Zeitung. „Jetzt zahlt Tennet eine Milliarde, im Jahr 2023 nach dem Atomausstieg könnten es bis zu vier Milliarden Euro sein.“

Pschierer: Kosten, die die Verbraucher zu tragen haben

Dies seien „alles Kosten, die die Bürger und die Wirtschaft dafür aufwenden, dass sauberer Windstrom im Norden abgeregelt wird und im Süden Kraftwerke mit konventionellen Energieträgern hochgefahren werden müssen, weil die Netze nicht weit genug ausgebaut sind“, sagte Pschierer.

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Die Staatsregierung will sich nun mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen für eine Reform der Förderung erneuerbarer Energien einsetzen.

Um die Kosten für die Netzeingriffe zu senken, schlägt Bayern für neu gebaute Windräder vor, nach deren Abregelung keine Entschädigung mehr zu zahlen. Zudem soll sich der Neubau von Anlagen stärker am Fortschritt des Netzausbaus orientieren.

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