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Berlin
19.05.2016

Fiat sagt kurzfristig Termin im Bundesverkehrsministerium ab

Fiat hat beim Bundesverkehrsministerium für Ärger gesorgt.
Foto: Uli Deck / dpa

Das Unternehmen Fiat hat für einen Eklat gesorgt, weil es einen Termin im Bundesverkehrsministerium abgesagt hat. Es sollte um Unregelmäßigkeiten bei der Abgasbehandlung gehen.

Bei der Aufklärung der Abgas-Affäre in der Autoindustrie hat der italienische Autobauer Fiat für einen Eklat gesorgt. Das Unternehmen sagte einen für Donnerstag anberaumten Termin im Bundesverkehrsministerium "kurzfristig per Anwaltsschreiben" ab, wie das Mininisterium am frühen Abend mitteilte. Das Unternehmen bestehe darauf, dass für die Frage, ob Fiat-Fahrzeuge die europarechtlichen Vorschriften einhielten, "allein italienische Behörden zuständig" seien.

"Dieses unkooperative Verhalten von Fiat ist völlig unverständlich", kritisierte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Es stünden "konkrete Vorwürfe" im Raum. Deshalb wäre es "angemessen", wenn Fiat dazu Stellung beziehen würde.

Hat Fiat gegen Vorschriften verstoßen?

Die vom Verkehrsministerium eingesetzte Untersuchungskommission hat den Angaben zufolge Zweifel, ob Fiat die Typgenehmigungsvorschriften eingehalten hat. Das Kraftfahrtbundesamt werde nun Unterlagen mit Messergebnissen an die zuständige italienische Behörde weiterleiten, erklärte Dobrindt. "Die italienischen Behörden müssen prüfen, ob die Vorschriften eingehalten wurden."

Hintergrund sind Tests bei Dieselfahrzeugen in- und ausländischer Hersteller, die das Bundesverkehrsministerium nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre bei Volkswagen angeordnet hatte. Dabei waren auch bei Fiat Unregelmäßigkeiten bei der Abgasbehandlung festgestellt worden. afp/AZ

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