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Markus Ferber

27.11.2019

CSU-Europapolitiker prangert Auftragsvergabe in Raumfahrt an

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber hat die Auftragsvergabe in der europäischen Raumfahrtpolitik scharf kritisiert.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Exklusiv Die EU schade der europäischen Industrie durch internationale Ausschreibungen, sagt der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber.

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber hat die Auftragsvergabe in der europäischen Raumfahrtpolitik scharf kritisiert. Mit der Auftragsvergabe für den Transport von Satelliten ins All an nicht-europäische Wettbewerber schade die  EU ihrer eigenen Raumfahrtindustrie und sei für Verlust von Arbeitsplätzen verantwortlich, sagte Ferber unserer Redaktion. "Da die Esa ihre geplanten Bestellungen für die Ariane 5 reduziert hat und auch mit weniger Ariane-6-Starts rechnet, sollen bei MT Aerospace zwischen 70 bis 80 Arbeitsplätze wegfallen", sagte der CSU-Europaabgeordnete.

"Europa hat mit der Ariane ein hervorragendes Trägersystem, gleichzeitig sind Aufträge für den Transport zum Beispiel der Galileo-Satelliten nach Russland vergeben worden", kritisierte Ferber. "Ich bin enttäuscht, dass die EU nicht nur die Esa-Raketensysteme benutzt, sondern auf dem Weltmarkt ausschreibt." Die USA kämen zum Beispiel nicht auf die Idee, den Transport wichtiger amerikanischer Satelliten auf dem Weltmarkt zu vergeben. "Stattdessen nutzen sie selbstverständlich die Raketen der Nasa", betonte Ferber.

Lesen Sie dazu auch: Europäisches Raumfahrtprogramm könnte Arbeitsplätze in Augsburg sichern

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28.11.2019

Markus Ferber unternimmt hier einen wichtigen Vorstoß.
Wenn Europa den Anschluss an die Zukunft prägende Entwicklungen nicht verlieren will, braucht es nachhaltige industriepolitische Strategien.

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